In der jüngsten Sitzung des Adelsdorfer Gemeinderates war der Bauturbo zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und Wohnraumsicherung aus aktuellem Anlass eines der Themen.
So ging es um diverse Befreiungen, was Geschossanzahl, Gebäudehöhe und Wohneinheiten betraf. Marion Bierlein (FW) forderte im Rahmen der Sitzung Leitlinien für Befreiungen, um Präzedenzfälle zu vermeiden. In der Sitzung stand nun der entsprechende Antrag auf der Tagesordnung.
Debatten um Befreiungen und Präzedenzfälle
Matthias Mönius (FW) bezeichnete den Antrag jedoch als überholt. „Es macht keinen Sinn mehr, Regularien zu schaffen.“ Man könne es nicht mehr verbieten, da bereits ein Präzedenzfall geschaffen wurde.
„Wir brauchen Regeln“, widersprach Klaus Trescher (Grüne). Bürgermeister Nico Kauper (CSU) schlug vor, das Thema in der Klausurtagung zu behandeln.
Cameron Pauly (Grüne) möchte im Vorfeld allerdings einen Arbeitsentwurf, „damit wir in die Klausur nicht mit Null reingehen.“
Mit drei Gegenstimmen wurde der Tagesordnungspunkt in die Klausur vertagt.
Sanierung des Oberdorfs: Hohe Zusatzkosten
Thomas Wolff, Abteilungsleiter des Technischen Bauamts, berichtete über den Sachstand bei der Sanierung des Oberdorfs.
So seien die ersten drei Bauabschnitte bis auf zwei Restleistungen abgeschlossen. Kopfschmerzen würde aber die Bahnhofstraße bereiten, da festgestellt wurde, dass Wasserleitungen und Kanal die Baumaßnahmen nicht überleben würden, wie Wollf es formulierte. Kanal und Wasserleitungen würden nun erneuert, was mit 750.000 Euro zu Buche schlägt – zusätzliche Kosten, die so nicht eingeplant waren.
Wolff schlug vor, die geplanten Maßnahmen in der unteren Peter-Rosegger-Straße erst einmal für die nächsten vier bis fünf Jahre nach hinten zu schieben.
Bahnhofstraße in Adelsdorf: Eigenmächtiges Handeln
Jörg Bubel (SPD) bemängelte, dass die Maßnahmen in der Bahnhofstraße nicht vom Gemeinderat beschlossen wurden. „Solch eigenmächtiges Handeln geht einfach nicht.“ Es wären schon Leute wegen weniger entlassen worden. Seit November hätte man das gewusst, da wäre genügend Zeit gewesen.
Pauly berichtete, dass Anlieger vom Seeside und der Bahnhofstraße auf ihn zugekommen wären, da die Fräskanten in diesem Bereich sehr hoch seien. Er brachte die Befürchtungen der Anwohner zum Ausdruck, dass die Fahrzeuge Schaden nehmen könnten.
Wolff erklärte, dass der Mehraufwand, etwas an die Kanten ran zu setzen, um die 5000 Euro kosten würde. Der Bereich der Baustelle sei je-doch auf 10 km/h begrenzt, „Da geht kein Auto kaputt.“











