Betreuung
Sternstunde fürs „Haus Anton“
Das Haus Anton ist fertiggestellt: Wo bisher Senioren lebten, entstehen heilpädagogische Wohngemeinschaften für junge Menschen.
Das Haus Anton ist fertiggestellt: Wo bisher Senioren lebten, entstehen heilpädagogische Wohngemeinschaften für junge Menschen.
Markus Ritter
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Herzogenaurach – Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk investiert 1,5 Millionen Euro in ehemaliges Altenheim. Dort entsteht eine neue Heimat für Kinder und Jugendliche.

„Miteinander für Kinder und Jugendliche“ lautet das Motto der Stiftung Seraphisches Liebeswerk (SLW) Altötting. Im Liebfrauenhaus in Herzogenaurach konnte es wieder in die Tat umgesetzt werden, wie es in einer Pressemitteilung der Stiftung heißt. Für 1,5 Millionen Euro wurde das ehemalige Altenheim saniert. Mithilfe des Sternstunden-Beitrags in Höhe von 500.000 Euro entstand Wohnraum für heilpädagogische/therapeutische Wohngemeinschaften für Kinder und Jugendliche. Vor kurzem wurde die erste WG eingeweiht, berichtet Monika Pingitzer von der Stiftungs-Kommunikation in Altötting.

Architekt Reinhard Graf (links) übergibt den symbolischen Schlüssel für Haus Anton an Stefan König,stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stiftung SLW Altötting, daneben Hortleiterin Tina Hetzl und Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder.
Architekt Reinhard Graf (links) übergibt den symbolischen Schlüssel für Haus Anton an Stefan König,stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stiftung SLW Altötting, daneben Hortleiterin Tina Hetzl und Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder.
Stiftungskommunikation

Viele Jahre konnte das Haus Anton im Liebfrauenhaus Herzogenaurach, eine Einrichtung der Stiftung SLW Altötting, als Alten- und Pflegeheim genutzt werden. Im Mai 2019 bezog das Altenheim einen benachbarten Neubau, so dass im Liebfrauenhaus größere Flächen frei wurden, die nun für die Kernaufgabe der Stiftung SLW, die Kinder- und Jugendhilfe, nutzbar gemacht wurden.

Drei Wohngruppen

Ziel war es,Wohnraum für heilpädagogische/therapeutische WGs für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Im ersten Obergeschoss entsteht eine Wohngruppe für sieben, im zweiten Obergeschoss eine für neun Jugendliche. Im dritten Stock wird ebenfalls eine Wohngruppe für sieben Jugendliche Platz finden.

Besichtigten gemeinsam die neuen Räume, die Kindern und Jugendlichen eine neue Heimat bieten (von links): Pfarrer Michael Pflaum. 1. Bürgermeister Dr. German Hacker, Gruppenleiterin Theresa Kupfer, Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder und st...
Besichtigten gemeinsam die neuen Räume, die Kindern und Jugendlichen eine neue Heimat bieten (von links): Pfarrer Michael Pflaum. 1. Bürgermeister Dr. German Hacker, Gruppenleiterin Theresa Kupfer, Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder und stellv. Vorstandsvorsitzender Stefan König.
Stiftungskommunikation

Schnell war klar, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, dass die Sanierungskosten für die Stiftung SLW Altötting kaum zu stemmen sind. „Angesichts der künftigen Nutzung für stationäre Wohngruppen und Betreutes Wohnen, also für die Betreuung benachteiligter Kinder und Jugendlicher, war es für uns folgerichtig, Sternstunden um eine Förderung zu bitten“, betont Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder.

400.000 Euro Eigenleistung

Und weiter: „Die großzügige finanzielle Unterstützung in Höhe von 500.000 Euro machte die Realisierung des Projekts erst möglich.“ Dazu kam ein Eigenanteil von 400.000 Euro. So habe man trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Haus Anton Wohnraum für Kinder und Jugendliche mit sozial-emotionalen Förderbedarfen schaffen können. Erbertseder: „Wir wollen, dass hier viele Kinder und Jugendlichen eine neue Heimat finden!“

Das Haus Anton von der Turnhalle her gesehen
Das Haus Anton von der Turnhalle her gesehen
Markus Ritter

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Stefan König ging in seiner Begrüßung auf die wechselvolle Nutzung des Liebfrauenhauses in den letzten 125 Jahren ein und betonte, dass bewusst die Einweihung vor dem Einzug der neuen Bewohnerinnen und Bewohner gewählt wurde, damit die Kinder und Jugendlichen von Anfang an in den Wohngruppen eine neue Heimat finden. „Die Kunst wird es sein, das Haus mit Leben zu füllen“, betont König. „Neben den Wohngruppen werden auch junge Erwachsene, die sich gerade auf den Weg in ein eigenständiges Leben befinden, in Apartmentsuntergebracht.“

Neben dem Ziel, im Liebfrauenhaus Wohnen für Kinder und Jugendliche möglich zu machen, spielt laut König auch die Bildung eine entscheidende Rolle: „In der Liebfrauenhausschule können die Kinder und Jugendlichen, die hier leben, auch zur Schule gehen sowie ganztags betreut werden.

Das ist der zukünftige Haupteingang.
Das ist der zukünftige Haupteingang.
Markus Ritter

„Die Stiftung SLW Altötting möchte an ihren acht Standorten kurzfristig Hilfen anbieten. Das ist uns in Herzogenaurach mit dem neuen Haus Anton gelungen!“

Bevor sich die Gäste bei einem Rundgang durch die neue Wohngruppe einen Überblick über die Ausstattung der Zimmer und Gemeinschaftsräume machen konnten, segnete Pfarrer Michael Pflaum die Räumlichkeiten. Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker würdigte in seinem Grußwort den Einsatz der Stiftung SLW in Herzogenaurach, dankte für das wichtige gesellschaftliche Engagement zum Wohle der Kinder und Jugendlichen und stellte das Liebfrauenhaus als Standortfaktor in Herzogenaurach heraus.

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