Wer derzeit über einen Umzug nachdenkt, sollte ab jetzt neben der Wohnfläche und dem Mietspiegel noch ein Kriterium mehr bedenken: Wie gut ist der Ort zum Überleben einer Zombie-Apokalypse geeignet?
Was skurril klingen mag, ist - halbwegs - ernst gemeint: Das Internetportal rentola.de hat eine Studie durchgeführt, um die Orte in Deutschland zu finden, wo es im Falle einer Zombie-Apokalypse am sichersten ist.
Zombie-Serie "The Walking Dead" ist Erfolgshit
In Serien wie "The Walking Dead" oder dem HBO-Hit "The Last of Us" werden seit Jahren postapokalyptische Welten ausgemalt, in denen Menschen gegen Zombies oder Epidemien ankämpfen.
Spätestens nach der Covid19-Pandemie ist wohl klar geworden, wie schnell sich Viren und andere Krankheiten dank Globalisierung überall auf der Welt ausbreiten können. Was also, wenn wirklich einmal ein "Zombie-Virus" umgeht oder ein wissenschaftliches Experiment schiefläuft?
Fünf Indikatoren in Studie von rentola.de
Rentola.de, eine Internetplattform, die bei der Vermittlung von Immobilien hilft, hat dieses Szenario zum Anlass genommen, eine Studie durchzuführen. Anhand von den Indikatoren Verletzlichkeit, Verstecke, Vorräte, Mobilität und Sicherheit wurden Städte und Landkreise bewertet und in einer Rangliste angeordnet. Das Ziel: Den sichersten Ort in Deutschland finden.
Doch wie sieht es in diesem Ranking mit den fränkischen Städten aus? Nicht allzu gut, wie die Studie zeigt.
Forchheim und Ansbach weit vorne im Ranking
Auf 9.06 von 10 Punkten kommt die sicherste fränkische Stadt: Neustadt an der Aisch. Vor allem in puncto Sicherheit kann das Städtchen in Mittelfranken bestechen. Hierbei werden laut rentola.de Aspekte wie die Waffenanzahl, aber auch die Kriminalitätsstatistik betrachtet.
Unter den größeren fränkischen Städten haben Ansbach und Forchheim ganz klar die Nasen vorne. Forchheim liegt auf Platz 68 des Rankings und bringt es auf einen Gesamtindex von 7.15 von 10 Punkten. Auch hier schneidet vor allem die Sicherheit gut ab, während die Aspekte Vorräte (4.37 von 10) und Mobilität (5.23 von 10) auf der Strecke bleiben. Um die Vorratslage einzuschätzen, haben die Macher der Studie laut eigenen Angaben vor allem die Wasserversorgung, den Viehbestand und die vorhandenen Geschäfte untersucht.
Erlangen schneidet deutlich schlechter ab
Trotz unsicherer Versorgungslage schneidet Forchheim in Ranking deutlich besser ab, als die unmittelbaren Nachbarn Erlangen und Bamberg. Liegt der Landkreis Erlangen-Höchstadt mit einem Gesamtindex von 7.15 noch auf Platz 107 gefolgt von Nürnberger Land (119), Landkreis Fürth (152) und Landkreis Bamberg (185), rutscht die Stadt Erlangen auf Platz 340 ab.
Gerade einmal 4,23 Punkte erreicht die Universitätsstadt. Vor allem die anscheinend nicht vorhandenen Vorräte (2.35 von 10) werden es Bewohnern laut rentola.de schwer machen, eine Zombieapokalypse zu überstehen. Es empfiehlt sich also, sich schnell noch eigene Vorräte anzulegen, um ein paar Wochen Puffer zu haben, ehe man auf der Suche nach Lebensmitteln die eigenen vier Wände verlassen muss.
Keine Verstecke in Erlangen
Auch der Indikator "Verstecke" (4.49 von 10), der durch Aspekte wie die Haushaltsgröße, die Anzahl der Wohngebäude und die Waldfläche errechnet wird, fällt in Erlangen deutlich schlechter aus, als bei der oberfränkischen Nachbarstadt. Und in der Tat, denkt man an die dicht besiedelte Innenstadt mit all seinen Geschäften, Restaurants und Fakultäten der Uni, könnte die Suche nach einem geheimen Bunker sich schwierig gestalten. Im Ernstfall könnten die Erlanger aber auch einfach nach Forchheim flüchten.
Schlechter als Erlangen schneiden von den fränkischen Städten nur Schweinfurt (Rang 349) und Bamberg (Rang 361) ab. Die unsicherste deutsche Stadt ist übrigens Gelsenkirchen mit einem Gesamtindikator von 1 - ein Umzug in den Ruhrpott ist also nicht gerade empfehlenswert.













