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Mehrere Unfälle
Vorsicht im Straßenverkehr: Die Biber sind auf Wanderschaft
Autofahrer aufgepasst: In den letzten Wochen wurden im Landkreis Kitzingen mehrere  Biber angefahren.
Autofahrer aufgepasst: In den letzten Wochen wurden im Landkreis Kitzingen mehrere Biber angefahren. // Felix Heyder/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Bearbeitet von Andrea Czygan
Kitzingen – In den vergangenen Wochen sind bei der unteren Naturschutzbehörde gehäuft Meldungen über tagsüber gesichtete Biber oder auch Wildtierkollisionen mit dem Biber eingegangen. Dies liegt an der erhöhten Aktivität der Jungbiber, die sich zu dieser Jahreszeit auf Wanderschaft begeben, um neue Reviere zu besetzten.

Biber leben meist nicht weiter als 20 Meter vom Wasser entfernt, schreibt das Landratsamt Kitzingen in einer Pressemitteilung. Dort staut das Tier mithilfe von Dämmen den Wasserstand von Bächen und Gräben an, um sich schwimmend fortbewegen zu können.  Ab Januar beginnt die Paarungszeit der Elterntiere und dauert bis März. Nach einer Tragzeit von 105 bis 107 Tagen kommen im April und Mai die Jungen auf die Welt. In diesem Zeitraum müssen die halbwüchsigen Biber den Familienverband verlassen, um Platz für eine neue Generation zu schaffen. Dabei können und müssen weite Strecken im Gewässer oder oftmals auch über Land zurückgelegt werden.

Streng geschützt

Einzelne Biber können mehrere Dutzende Kilometer wandern, bis sie sich in einem geeigneten Lebensraum niederlassen. Voraussetzung hierfür ist aber das Überleben während dieser Wanderschaft. Dabei spielen Hochwasser, Nahrungsumstellungen und auch Verletzungen, in Folge von Kämpfen mit anderen Bibern, eine Rolle. Die größte Gefahr für den Biber stellt jedoch der Straßenverkehr dar. Er muss stark befahrene Straßen überqueren, um von einem Gewässer an das andere zu gelangen.

Aus diesen Gründen kommt es aktuell auch vermehrt zu Sichtungen von eigentlich dämmerungsaktiven Biber am Tag und zu Kollisionen im Straßenverkehr. Bei solchen Ereignissen kann man sich zu den Geschäftszeiten des Landratsamtes an die untere Naturschutzbehörde wenden und jederzeit an die Polizeidirektion Kitzingen. Der Biber ist besonders und streng geschützt und darf deswegen nicht eigenmächtig in Besitz oder Gewahrsam genommen werden.

Antworten auf Fragen rund um das Thema Biber gibt es unter Tel.: (09321) 9286 210 6216 oder per E-Mail an: naturschutz@kitzingen.de

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