Update vom 16.09.2026, 14.11 Uhr: Fliegerbombe nahe Wohngebiet in Kronach entschärft
Nach dem Bombenfund in einem Waldstück im Kronacher Stadtteil Gundelsdorf ist der Sprengsatz erfolgreich entschärft worden. Dies hat das BRK vor Ort bekannt gegeben.
Die Notfallunterkunft für die Anwohner, die man zuvor aufgrund der drohenden Gefahr evakuiert hatte, wird aufgelöst.
Bombenfund in Waldstück: 50 Haushalte in Kronach evakuiert
Ein Spaziergänger hatte die Bombe im Stadtteil Gundelsdorf gefunden. Bei Untersuchungen zeigte sich, dass es sich um eine 45‑Kilogramm-Fliegerbombe handelte. In der Folge wurden die B85 sowie eine angrenzende Bahnstrecke gesperrt. Die Anwohner von rund 50 Haushalten mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Spezialisten wurden zur Entschärfung zum Fundort gerufen und entfernten dort den Zünder der Bombe, sodass schließlich um 13.32 Uhr Entwarnung gegeben werden konnte.
Nach der Entschärfung der Bombe konnten die Sperrungen aufgehoben werden und die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Bis zu 20 Evakuierte hatten zuvor bei teils regnerischem Wetter in der Garage der Freiwilligen Feuerwehr Knellendorf Unterschlupf gefunden. Sie waren bis etwa 14 Uhr vom BRK mit Kaffee, Tee und Getränken versorgt worden. "Die Stimmung war entspannt", so Fachsanitäterin Jennifer Fuchs vom BRK Schneckenlohr. Dank häufiger Übungen habe man sich "gut vorbereitet" für einen solchen Einsatz gefühlt.
Insgesamt waren rund einhundert Polizeikräfte und zahlreiche weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK und Co. vor Ort. Der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gundelsdorf, Mario Siegel, erklärte gegenüber einem Reporter, er sei "froh, dass es vorbei ist und reibungslos geklappt hat". Die Stimmung vor Ort war nach der Entschärfung gelöst.
Update vom 16.09.2026, 12.56 Uhr: Entschärfung startet – B85-Sperrung
Gegen 12.40 Uhr startet nach der Evakuierung von Kronacher Haushalten die Bombenentschärfung, wie ein Sprecher der Polizei Oberfranken inFranken.de mitteilt.
Der Kreisfeuerwehrverband Kronach berichtet über die Fliegerbomben-Entschärfung: "Dafür müssen die B85 im Bereich Gundelsdorf bis Haßlach bei Kronach sowie angrenzende Straßen und Radwege weiträumig gesperrt werden." Es handle sich um eine weiträumige Sperrung, Radwege seien ebenfalls betroffen. Der Zug- sowie der Flugverkehr würden während der Entschärfung eingestellt. "Bitte den Sperrbereich unbedingt meiden und die eingerichteten Absperrungen beachten", erklärt die Feuerwehr.
Wie die dpa informiert, wird auf der Bahnstrecke Lichtenfels nach Saalfeld der Abschnitt zwischen Kronach und Pressig-Rothenkirchen gesperrt. Konkret ist der Regionalexpress 14 betroffen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist demnach eingerichtet.
Ursprungsmeldung vom 16.09.2026, 12.20 Uhr: 50 Haushalte wegen Bombenfund in Kronach evakuiert
Ein Spaziergänger hat am Dienstagabend (15. September 2026) in einem Waldstück in Kronach neben einem Wohngebiet eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Rund 50 Haushalte müssten evakuiert werden, teilte die Polizei mit.
Die Anwohner erhielten von Polizei, Feuerwehr und THW Informationen zur Evakuierung, die am frühen Mittwochnachmittag noch läuft. Betroffen seien insbesondere Teile der Nalser Straße, Thüringer Straße, Parkstraße und Angerstraße. Der Bereich rund um den Fundort sei gesperrt worden, hieß es. Am Mittwochnachmittag (16. September 2026) soll die Bombe entschärft werden.
Bombenfund auch im Landkreis Kitzingen
Auch in Martinsheim im Landkreis Kitzingen hat ein 69 Jahre alter Mann am Dienstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Waldstück gefunden.
Nach Angaben der Polizei wurde die sogenannte Stabbrandbombe von Experten untersucht. Sie stellten fest, dass von dem Fund keine Gefahr mehr ausgeht.
Die Bombe wurde von den Fachleuten sichergestellt und soll nun entsorgt werden.
Die Polizei erklärt: Generell gilt bei Fundmunition
- Berührungsverbot: Lassen Sie den Gegenstand am besten exakt so liegen, wie Sie ihn vorgefunden haben.
- Abstand halten: Entfernen Sie sich umgehend mehrere Meter von der Fundstelle.
- Stopp bei versehentlichem Aufheben: Haben Sie das Objekt bereits aufgehoben, legen Sie es vorsichtig und sachte wieder ab. Niemals werfen!
- Erschütterungen vermeiden: Stellen Sie Arbeiten im Umkreis (etwa Graben mit dem Spaten, Arbeiten mit Detektoren) sofort ein.
- Notruf wählen: Alarmieren Sie unverzüglich die Polizei über die 110 oder kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle. Diese verständigt direkt den professionellen Kampfmittelräumdienst.
- Vor Ort warten: Bleiben Sie in sicherer Entfernung am Ort, um die eintreffenden Einsatzkräfte einzuweisen.
mit dpa















