"Die Rosenberg Festspiele erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit", teilt Kerstin Löw zum Abschluss der Festspielsaison 2026 mit. Die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs der Stadt Kronach ist in ihrer Bilanz überzeugt: "Die neuen Formate und Inszenierungen kamen beim Publikum gut an."
Rosenberg Festspiele in Kronach sind gut angenommen worden
Insgesamt kann das Festspielteam rund um die künstlerische Leitung, Anja Dechant-Sundby und Bernd Berleb, sowie Geschäftsführerin Kerstin Löw auf eine erfolgreiche Saison mit 17.700 Besucherinnen und Besuchern zurückblicken. Damit fahren die Rosenberg Festspiele 2026 das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte ein.
Bürgermeisterin Angela Hofmann sieht den Kurs der Stadt Kronach bestätigt, was die künstlerische Ausrichtung des Freilichttheaters anbelangt. Der Markenkern mit Kinderstück und zwei Klassikern ist demnach auch in der elften Saison der Rosenberg Festspiele stimmig. Dabei hat sich das Kinderstück – in diesem Jahr „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler unter der Regie von Günter Rüdiger – bei Schulen und Kindergärten inzwischen oberfrankenweit fest etabliert. Ausverkaufte Ränge und begeisterte Kinder, die sich oft genug nach Vorstellungsende für ein gemeinsames Foto um Hauptdarstellerin Melanie Schlüchtermann gedrängt haben, sind der Beweis dafür, dass Theater auch in digitalen Zeiten von pädagogischem Wert ist, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.
Hier finden Sie die Links zu unseren Betrachtungen der einzelnen Stücke:
Die Komödie „Ernst sein ist alles“ von Oscar Wilde in der Regie von Bernd Berleb bescherte vielen tausenden Gästen unterhaltsam-lustige Stunden, darunter 750 Ehrenamtlichen, für die der Landkreis Kronach mit Klaus Löffler an der Spitze erneut Sonderaufführungen angeboten hatte.
Das dritte Stück der Saison, Franz Kafkas „Prozess“ unter der Regie von Anja Dechant-Sundby, bildete den künstlerischen Höhepunkt des Programms. Ein zeitloser Stoff in modern-zurückhaltender Optik bei gleichzeitig eindrücklicher Bildhaftigkeit und intensivem Spiel zeigte die Konsequenzen der menschlichen Entscheidungsfreiheit auf und ging damit unter die Haut.
Joey Kelly stand im Mittelpunkt
Beschwingtes und Komödiantisches in musikalischer Form bot Six Pack mit dem A-Capella-Abend „Zukunftsmusik – das Beste von gestern“, veranstaltet von der Kronacher Kolpingsfamilie. Und etwas ganz Besonderes war die Schulveranstaltung „Jumpstart Kronach – Impulse für den Weg in die Zukunft“ mit Joey Kelly als prominentem Hauptredner. Organisiert und durchgeführt vom Rotary Club Kronach zusammen mit mehreren Hochschulen ging es darum, Schülerinnen und Schülern jenseits des Unterrichts Anregungen für Studium und Ausbildung zu geben.
Nach mehr als drei Monaten Spielzeit gingen die Rosenberg Festspiele am vergangenen Freitag mit „Nosferatu 2.0 – Wenn der Film lebendig wird“, präsentiert von der Koinor-Horst-Müller-Stiftung und der Wirth-Stiftung spektakulär zuende. Der Stummfilmklassiker von 1922, untermalt von atmosphärischer Musik aus der Feder von Udo Langer und Markus Spiethaler zog das Publikum komplett in seinen Bann.
Kammertheatertage stehen in Kronach bevor
"Dieses Zusammenwirken mit örtlichen Akteuren ist", so Bürgermeisterin Hofmann, "eine der großen Stärken der Rosenberg Festspiele". Sie dankt allen Förderern und Sponsoren, ohne die das Kronacher Freilichttheater nicht denkbar wäre.
Nun richtet sich der Blick schon auf das nächste Theaterkapitel. Denn die Kammertheatertage mit dem Weihnachtsstück „Ochs und Esel“ sowie der Komödie „Das Abschiedsdinner“ stehen diesen Advent im Historischen Rathaussaal auf dem Programm. Der Vorverkauf für diese beiden Gastspiele der Naturbühne Trebgast startet im Oktober.
















