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Hanfbauer
Tag des offenen Hofes in Wolfersgrün
Wolfersgrüner Hanf
Wolfersgrüner Hanf // Jürgen Jakob
Signet des Fränkischen Tags von Jürgen Jakob
Wolfersgrün – Am vergangenen Sonntag öffnete Hanfbauer Uwe Gremer seine Tore für den „Tag des offenen Hofes“.

Unter dem Motto „Zunder, Hanf und Edelbrand“ strömten zahlreiche Besucher auf das idyllische Gelände, um mehr über den Hanfanbau und die damit verbundenen Produkte zu erfahren. Die Veranstaltung des Bauernverbandes stellte gleich drei landwirtschaftliche Nischenbetriebe aus dem Frankenwald vor.

v.l. Uwe Gremer, Klaus Siegelin und Bürgermeister Jens Korn.
v.l. Uwe Gremer, Klaus Siegelin und Bürgermeister Jens Korn. // Jürgen Jakob

Uwe Gremer gab den den Besuchern nach der Begrüßung einen Überblick über die Geschichte und Bedeutung des Hanfanbaus in der Region. Gremer, der seit vielen Jahren erfolgreich Hanf anbaut, betonte die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze und ihre positiven Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Dabei hatte es der Hanfpionier zunächst nicht leicht und musste etliche rechtliche und bürokratische Hürden nehmen, bevor er seine Produkte vermarkten konnte. Uwe Gremer erzählt, dass der Hanfanbau zu Beginn von Politik und Pharmaindustrie als „Kifferzug“ belächelt worden sei. Nun habe dieser Zug Fahrt aufgenommen und liesse sich nicht mehr stoppen.

Die Besucher konnten auf dem Hofgelände verschiedene Stationen erkunden und an spannenden Aktivitäten teilnehmen. Ein besonderes Highlight waren die Vorführung des Brandes von Frankenwald-Gin von Ina Kirschner-Backert aus Waldbuch und der Stand von Daniel Gareis aus Seibelsdorf, der das Potential des Zunderschwammes präsentierte. Die Gletschermumie „Ötzi“ hatte Schwammzunder für medizinische Zwecke bei sich. Das uralte Heilmittel war lange in Vergessenheit geraten. Natürlicher Zunder aus dem Frankenwald erlebt seine Renaissance als Gesundheitsprodukt mit einem breiten Anwendungsspektrum.

Destille
Destille für den Brand // Jürgen Jakob

Ein weiterer Anziehungspunkt war die Hanfprodukt-Ausstellung, in der verschiedene Produkte aus Hanf präsentiert wurden: Von hochwertiger Kleidung und Textilien über Hanföl und -seife bis hin zu Hanfsamen und -mehl war für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Besucher konnten regionale Spezialitäten probieren, bei denen Hanf als Zutat verwendet wurde. Ob Hanfbrot, Hanfkäse oder Hanfgebäck - die Kreationen begeisterten mit ihrem einzigartigen Geschmack. Rob Smith aus Wallenfels hatte sein Druidenbier mitgebracht, welches ebenfalls einen Hanfanteil aufweist.

Während im Hof die Musiker von „Los Comandantes“ aufspielten, ging es bei den Klangwelten in der Tenne eher mystisch und ruhig zu. Holger Schramm bot mit seinen Mitstreitern Yoga und Klangschalenmusik zur Entspannung.

„Wir freuen uns über den großen Erfolg des Tages des offenen Hofes“, sagte der Vorsitzende des Bauernverbandes, Klaus Siegelin. „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der Hanfanbau nicht nur wirtschaftlich interessant ist, sondern auch einen wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz leistet. Wir hoffen, dass dieses Event dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Potenziale des Hanfs in unserer Region zu stärken.“

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