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Früherziehung in Marktrodach
Liebe zur Musik entfachen
Nicole Barnickel (links), Bürgermeister Norbert Gräbner und die Musiklehrerin Yvonne Deckelmann freuen sich, ihren Schützlingen die Welt der Musik im Zuge der Früherziehung näherbringen zu können.
Nicole Barnickel (links), Bürgermeister Norbert Gräbner und die Musiklehrerin Yvonne Deckelmann freuen sich, ihren Schützlingen die Welt der Musik im Zuge der Früherziehung näherbringen zu können. // Gemeinde Marktrodach
Marktrodach – Musikschule Wallenfels bringt ein Angebot für die Kleinsten nach Marktrodach, das viele Vorteile hat.

Kinder sind fasziniert von Klängen, vollkommen unbedarft experimentieren sie und entdecken die Welt der Musik, so man sie denn lässt und auf ihrem Weg unterstützt. Nicht zuletzt deshalb, aber auch um künftig Nachwuchs für die heimischen Musikkapellen zu generieren, gibt es seit Ende des Jahres 2023 in den beiden Marktrodacher Kindergärten, „Unterm Regenbogen“ in Unterrodach und „Villa Kunterbunt“ in Oberrodach, eine musikalische Früherziehung für Kinder ab vier Jahren.

Unterrichtet werden die Kinder einmal pro Woche in insgesamt drei Gruppen von der Leiterin der Musikschule Wallenfels, Yvonne Deckelmann. Sie wolle den Kindern die Freude an der Musik näherbringen, erklärt sie. Auf spielerische Art führt sie die Kleinen an die Musik heran. Dabei wird gesungen und getanzt. Zudem lernen die Kinder verschiedene Instrumente kennen und können diese ausprobieren. Die musikalische Früherziehung sei zugleich ein Baustein für die sprachliche und motorische Entwicklung von Kindern. Das Gehör werde sensibilisiert, die Kreativität gefördert und spielerisch das Fundament für das Erlernen von Instrumenten gelegt. Dadurch werde das Selbstvertrauen eines Kindes gestärkt, hebt Deckelmann weitere Vorteile hervor.

Bürgermeister Norbert Gräbner freut sich riesig, dass mit der Stadt Wallenfels ein Kooperationspartner gefunden werden konnte. Und auch die beiden Leiterinnen, Nicole Barnickel (Kindergarten „Unterm Regenbogen“) und Katja Will („Villa Kunterbunt“) sind glücklich, dass nun die musikalische Früherziehung an ihren Bildungseinrichtungen wieder Fahrt aufnimmt. In der Corona-Zeit sei dies völlig zum Erliegen gekommen. Beide bezeichnen es als Glück, als im Herbst Bauamtsleiterin Katja Wich auf sie mit dem Gedanken der musikalischen Früherziehung zugekommen ist. Wich weiß um die Nachwuchssorgen der heimischen Musikkapellen.

Die musikalische Früherziehung gebe es im Wallenfelser Kindergarten schon seit Jahrzehnten, erzählt Bürgermeister Jens Korn. Durchweg habe man damit gute Erfahrungen gemacht. Die Jüngsten seien in das Ortsgeschehen integriert und erfreuten beispielsweise bei Ereignissen wie Fronleichnam und Fasching.

Auch Heimatverbundenheit fördern

Jens Korn ist überzeugt, dass durch die musikalische Früherziehung die Kinder nicht nur für die Musik sensibilisiert werden, sondern dass damit auch Sozialkompetenzen und oftmals auch die Liebe zur Heimat gefördert werden. Der eine oder andere bleibe der Musik beziehungsweise den heimischen Musikkapellen ein Leben lang treu, auch wenn der Lebensmittelpunkt in eine andere Gemeinde verlegt werde.

Bürgermeister Norbert Gräbner bedankte sich bei der Stadt Wallenfels und Yvonne Deckelmann. Es sei ein großer Vorteil, dass die Stadt die verschiedenen Musikinstrumente und anderes Material ihrer Nachbargemeinde kostenlos zur Verfügung stellt. Schnell und unkompliziert habe sich die Stadt Wallenfels dazu bereiterklärt.

Nun hoffen Gräbner, seine Bauamtsleiterin und auch die Kindergartenleiterinnen, dass sie mit der musikalischen Früherziehung beim Marktrodacher Nachwuchs die Liebe zur Musik entfachen können. Und dass der eine oder andere sich später aktiv bei den Musikkapellen einbringt. Denn, so Gräbner, „eine Gemeinde ohne Musik ist wie eine Kirche ohne Glocken“ und: „Die Musik ist ein Schlüssel zur Seele der Menschen!“

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