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Schach
Kronacher SK holt Platz 3 – Reserve wird Meister
Konzentrierte Anspannung und Kampf um jeden Zentimeter des Bretts zeigten den unbedingten Siegeswillen beider Teams beim letzten Saisonspiel in Kirchenlaibach. Der Kronacher Walter Lechleitner (vorne rechts) spielt hier gegen Alexander Becker vom ...
Konzentrierte Anspannung und Kampf um jeden Zentimeter des Bretts zeigten den unbedingten Siegeswillen beider Teams beim letzten Saisonspiel in Kirchenlaibach. Der Kronacher Walter Lechleitner (vorne rechts) spielt hier gegen Alexander Becker vom TSV Kirchenlaibach. // Edgar Stauch
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Kronach – Mit einem knappen Sieg beim TSV Kirchenlaibach sichert sich Kronach den 3. Platz in der Bezirksoberliga. Die Zweite wird Meister der Kreisoberliga. Wie sie das trotz einer Niederlage geschafft hat.
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Durch einen hart erkämpften Auswärtserfolg beim TSV Kirchenlaibach rückte die Kronacher Erste im Endklassement noch auf den 3. Platz in der Bezirksoberliga vor. Zwei Klassen tiefer in der Kreisoberliga unterlag die Kronacher Reserve knapp der Burgkunstadter Reserve, was aufgrund der bereits feststehenden Meisterschaft der „Zweiten“ nicht mehr ins Gewicht fiel.

Bezirksoberliga 25/26, Runde 9

TSV Kirchenlaibach – Kronacher SK 1 3½:4½

Da die Kirchenlaibacher unbedingt einen Sieg zum Klassenerhalt benötigten, brachten die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison ihre Bestbesetzung ans Brett. Aber auch die Kronacher waren gewillt, die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen, so dass sich ein spannender Wettkampf entspann. Hansi Schmierer konnte in der Eröffnung keinen Vorteil erzielen und bot daher seinem Kontrahenten Stefan Koch eine Punkteteilung an, die dieser akzeptierte. Mit dem gleichen Ergebnis endete auch die Partie zwischen Edgar Stauch und Stefan Oschetzki, in der sich nach einer wilden Eröffnungsphase ein ausgeglichenes Mittelspiel ergeben hatte.

Eine Partie „wie aus einem Guss“ gelang Andreas Murmann. Nachdem er durch aktives Figurenspiel bereits leichten Vorteil erzielt hatte, nutzte er einen Fehler des Kirchenlaibacher Mannschaftsführers Josef Bodenschatz zum Gewinn eines Bauern aus und führte diesen Vorteil im Endspiel sicher zum Sieg. Ein taktisches Feuerwerk brannten Alexander Becker und Chalus Karel ab. Der Kronacher Jugendtrainer bot in unklarer Stellung ein Unentschieden an, was sein Gegner bei knapper Bedenkzeit annahm. In einem taktischen Handgemenge verlor Walter Lechleitner gegen den gut aufgelegten Alfred Reichel einen Bauern und musste trotz hartnäckiger Gegenwehr seine erste Saisonniederlage einstecken.

Walter Lechleitner ist fleißigster Punktesammler der KSK

Eine starke Leistung zeigten die beiden kurzfristig eingesprungenen Spieler aus der Zweiten. Robin Beetz wahrte gegen seinen klar favorisierten Gegner Werner Walzer lange Zeit das Gleichgewicht und musste sich erst im Endspiel geschlagen geben. Einen Sahnetag erwischte sogar Frank Baumgärtner, der gegen den früheren Bayreuther Spitzenspieler Gerd Lederer durch einen Bauerndurchbruch nebst darauffolgender Springergabel partieentscheidendes Material gewinnen und dadurch den Wettkampf ausgleichen konnte. Wie es häufig der Fall ist, musste die Partie am Spitzenbrett über den Ausgang des Wettkampfs entscheiden. Dank geduldigen Spiels gelang es Nico Herpich, die Stellung seines Gegners Reiner Singer immer mehr einzuschnüren, so dass ein beherzter Bauernvorstoß kurz nach der Zeitkontrolle die Entscheidung zugunsten des Kronachers brachte.

Fleißigster Punktesammler in dieser Saison war KSK-Rekordmeister Walter Lechleitner, der bei seinen acht Einsätzen 6 Punkte erzielen konnte, gefolgt von Hansi Schmierer (5,5/8) und Nico Herpich (4,5/8). In dieser Saison kamen insgesamt 14 Spieler zum Einsatz, was die Breite des Kaders unterstreicht.

Einzelergebnisse: Reiner Singer – Nico Herpich 0:1, Stefan Oschetzki – Edgar Stauch ½:½, Karel Chalus – Alexander Becker ½:½, Alfred Reichel – Walter Lechleitner 1:0, Stefan Koch – Hansi Schmierer ½:½, Josef Bodenschatz – Andreas Murmann 0:1, Gerd Lederer – Frank Baumgärtner 0:1, Werner Malzer – Robin Beetz 1:0.

Kreisoberliga 25/26, Runde 9

Kronacher SK II – SSV Burgkunstadt II 2½:3½

Noch vor Spielbeginn gratulierten die sympathischen Burgkunstadter Gäste den Kronachern zur bereits feststehenden Meisterschaft in der Kreisoberliga, doch von einem vielleicht erwarteten 3:3-Freundschaftsergebnis waren die Spieler beider Teams weit entfernt. Auch Remispartien können hochinteressant sein – und so war es gleich bei den ersten beendeten Partien: Frank Baumgärtner wollte gegnerische Schwächen ausnutzen, willigte aber in komplizierter Stellung schließlich ins Unentschieden ein. Am Spitzenbrett ließ sich Rudolf Lieb gegen seinen in dieser Saison ungeschlagenen Gegner durch unkonventionelle Züge nicht beirren und schloss nach genauer Verteidigung ebenfalls Frieden. Hans Blinzler hatte eine aussichtsreiche Angriffsstellung vorbereitet, wollte jedoch zu schnell zu viel und musste schließlich das Friedensangebot annehmen, um nicht in Zeitnot zu kommen.

Beim Stand von 1,5:1,5 war nach knapp zwei Stunden noch alles offen. Weitere 90 Minuten lang wurde hartnäckig gekämpft, obwohl es nur noch um wenig ging: Kronach war schon vorher Meister, Burgkunstadt II konnte höchstens noch Dritter werden. Mert Düzardic verlor gegen den in dieser Saison besten Burgkunstadter Michael Quidenius frühzeitig die „Qualität“ (Turm gegen Springer). Dies blieb sein einziger Fehler, doch nach energischer Gegenwehr entschied doch die Materialübermacht seines Gegners. Die Führung der Gäste konnte Jonas Burger am 6. Brett ausgleichen, als er aus einem Abtausch besser herauskam.

Ein Schachmatt "aus heiterem Himmel"

Der bisher erfolgreichste KSK-Spieler, Mannschaftsführer Robin Beetz, bekam nach Abwehr eines Königsangriffs in der entscheidenden Partie am 3. Brett die bessere Stellung, doch überraschend brachte ein Schachmatt „aus heiterem Himmel“ den Burgkunstadter Mannschaftssieg. Die ebenfalls mit Ersatz stark spielende Gastmannschaft konnte so ihren „meisterlichen“ Gastgebern die einzige Saison-Niederlage bereiten und wurde unter den zehn Teams der Kreisoberliga Dritter.

Die erfolgreichsten Spieler der Kronacher Bezirksoberliga-Reserve in der Saison 2025/26 waren Robin Beetz (Einsatz am 3./4. Brett mit 69 Prozent Erfolg in acht Partien) vor Hans Blinzler (Brett 4 bis 6, 69 Prozent, acht Partien) und Manfred Herrmann (Brett 4 bis 6, 80 Prozent in fünf Partien). Baumgärtner, Beetz und Blinzler kamen bei neun Wettkämpfen achtmal zum Einsatz, Lieb und Herrmann je fünfmal.

Einzelergebnisse: Rudolf Lieb – Kai Kreilinger ½:½, Frank Baumgärtner – Thomas Müller ½:½, Robin Beetz – Michael Wagner 0:1, Hans Blinzler – Franz Hirtreiter ½:½, Mert Düzardic – Michael Quidenius 0:1, Jonas Burger – Tobias Bär 1:0.

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