Verkehr
Neue Zufahrt in Lauenstein ist vom Tisch
Die Stadt verfolgt die Verlegung der Ortszufahrt für Lauenstein nicht weiter, nachdem sich bei der Bürgerversammlung im Mai eine deutliche Mehrheit dagegen ausgesprochen hatte.
Die Stadt verfolgt die Verlegung der Ortszufahrt für Lauenstein nicht weiter, nachdem sich bei der Bürgerversammlung im Mai eine deutliche Mehrheit dagegen ausgesprochen hatte.
Foto: Heike Schülein
Ludwigsstadt – Weil es die Mehrheit der Bürger so will, wird die Verlegung der Lauensteiner Ortseinfahrt nicht weiterverfolgt.

Nachdem sich im Mai eine deutliche Mehrheit gegen die Verlegung der Lauensteiner Ortszufahrt auf das Burgbräu-Areal ausgesprochen hatte, hat der Stadtrat das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung auf Eis gelegt.

Stadt will sich nichts verbauen

Damit könnten nun zwei Bauparzellen unmittelbar an der Orlamünder Straße entstehen, dann wäre aber die Entscheidung gegen die Alternativzufahrt unumstößlich fixiert. Um sich diese Möglichkeit für einen späteren Zeitpunkt nicht zu verbauen, wird lediglich ein Bauplatz ausgewiesen und angeboten.

Nach Abstimmung mit dem Landratsamt kann ein Teil des Wiesengrundstücks Orlamünder Straße 10 ebenfalls als Baugrundstück ausgewiesen werden.

Kein repräsentatives Bild?

Martin Schmidt (CSU) bedauerte die entgangene Chance, durch eine Neutrassierung die verkehrstechnisch ungünstige Einmündungssituation in die Bundesstraße 85 zu entschärfen. Bei der Versammlung im Mai seien überwiegend Anlieger anwesend gewesen, sodass sich kein repräsentatives Bild ergeben habe.

Maßgeblich für diese Entscheidung, so Mario Ziener (SPD), sei vor allem die Engstelle im Bereich Orlamünder Straße 17 gewesen. Er appellierte daher an die Stadt, noch einmal den Versuch zu unternehmen, das Gebäude zu erwerben oder auf den Eigentümer einzuwirken, sich um sein Anwesen zu kümmern.

Das Wasser wird teurer

Seit 1997 war der Wasserpreis konstant, nun verlangt die Fernwasserversorgung Oberfranken seit 1. Juli 15 Cent mehr je Kubikmeter. Um einen Gebührensprung im nächsten Kalkulationszeitraum (2024 bis 2027) im erträglichen Rahmen zu halten, beschloss das Gremium, die 15 Cent auf den Wasserpreis der Stadt aufzuschlagen. Damit steigt der Endverbraucherpreis zum 1.Januar 2023 von 2,33 auf 2,49 Euro je Kubikmeter.

Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) teilte mit, dass das Bayernwerk sein Netz durch Erdverkabelungen auf Vordermann bringen will.

Das Gremium bestätigte den gewählten Kommandanten der Feuerwehr Lauenhain, Alexander Gratzer, und dessen Stellvertreter Alexander Müller.

Geld für Fassadensanierung fließt

Bei der Landratswahl am 25. September gibt es vier Wahllokale: Rathaus Ludwigsstadt, Gemeindehaus Ebersdorf, Gemeindehaus Lauenstein und Gemeindehaus Steinbach/Haide.

Für die Sanierung der Fassade und des Daches des Nebengebäudes sowie der Hoffläche in der Hermann-Wilhelm-Straße 4 erhalten Stephan und Sabine Bauer einen Zuschuss aus dem kommunalen Förderprogramm.

Grünes Licht gab es für den Antrag auf Abbruch des Vorderhauses Am Rücken 16 in Ebersdorf, dort soll eine Psychotherapie-Praxis entstehen.

Vertagt wurde der von Astrid Vetter (SPD) eingebrachte Antrag auf Beflaggung des Rathauses zu besonderen Anlässen – zum Beispiel mit der Regenbogenflagge zum „Christopher Street Day“ oder aktuell mit der ukrainischen Nationalflagge.

Einverständnis bestand mit der Neugestaltung der Burgbräu-Brache in Lauenstein.

Treppe am Friedhof ist baufällig

Friedhofsreferent Thomas Rebhan (SPD) monierte die überfällige Sanierung der gesperrten baufälligen Treppe auf dem Ludwigsstädter Gottesacker neben dem Ehrenmal. David Martin (CSU) erkundigte sich nach dem Sachstand zum Feuerwehrhaus Ludwigsstadt. Hier stehe man, so der Bürgermeister, im Austausch mit der Feuerwehr.

Derzeit hake es noch an einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück. Johannes Haase (FW) prangerte die Unübersichtlichkeit bei der Einmündung von Lauenhain in die B 85 Richtung Ludwigsstadt an. Abhilfe könnte hier eventuell ein Verkehrsspiegel schaffen.

Grüdl und Gertloff geehrt

Bürgermeister Timo Ehrhardt zeichnete abschließend Carolin Grüdl und Tobias Gertloff aus. Carolin Grüdl absolvierte ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin bei der Dr. Schneider Unternehmensgruppe in Neuses. Ihre Gesellenprüfung legte sie mit einem Notendurchschnitt von 1,3 ab. Tobias Gertloff hat kürzlich den Titel des Gauschützenkönigs errungen.

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