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Ende einer Ära
Abschied von Gräbner: Nach 30 Jahren bleiben Lob und Dank
Ende einer Ära in Marktrodach: Abschied von Norbert Gräbner
Von seinem Nachfolger Thomas Hümmrich bekommt Norbert Gräbner ein Sondertrikot. // Foto: Veronika Schadeck
Marktrodach – Nach 30 Jahren endet Norbert Gräbners beeindruckende Ära. Wie er Marktrodach geprägt hat.

Nach 30 Jahren Amtszeit als Erster Bürgermeister wurde am Samstag Norbert Gräbner in der Rodachtalhalle offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Es war eine harmonische Feier, bei der viel gelobt und gelacht wurde. Es wurde aber auch deutlich, dass Gräbner nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Mensch in seiner Gemeinde einen hohen Beliebtheitsgrad verzeichnen kann.

Abschied von Norbert Gräbner: Bürgermeister geht nach 30 Jahren in den Ruhestand

Viele politische Weggefährten und Vertreter von Vereinen und Kirchen waren zugegen. Und auch seine einstigen und jetzigen Bürgermeisterkollegen aus dem Rodachtal durften nicht fehlen.

Sein Nachfolger Thomas Hümmrich hob in seiner Rede unter anderem die „großen Projekte“ hervor, die in den letzten 30 Jahren realisiert wurden. Dazu zählten unter anderem das zentrale Feuerwehrgerätehaus Marktrodach, das parallel gebaute Schulhaus, der erste kommunale Kindergarten, die Ansiedlung des ASB-Seniorenheims, die Erweiterung des Gewerbegebiets Gries und noch viele mehr.

Nachfolger blickt zurück: Das hat Norbert Gräbner als Bürgermeister in Marktrodach bewegt

Ein weiterer Höhepunkt sei im Jahre 2016 der Bau der Ortsumgehung Zeyern gewesen, die im Sommer 2020 fertiggestellt wurde. Der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen.

Hümmrich wies zudem darauf hin, dass Gräbner auch ein äußerst geselliger Bürgermeister war, der gerne Fasching feierte und bei Feiern und Jubiläen den Kontakt mit den Bürgern genoss.

Der Regierungsvizepräsident Thomas Engel lobte Gräbner, der die Förderoffensive Nordostbayern geschickt genutzt habe und damit Sanierungen von Gebäuden auf den Weg gebracht wurden, um Wohnraum zu schaffen. Zudem erwähnte Engel den Umbau des Rathauses in Oberrodach zu einem Ärztehaus, die Galerie an der Rodach und noch vieles mehr.

Landrat Klaus Löffler über Gräbners Anfangszeit als Bürgermeister: "Vieles war ruhiger, greifbarer"

Landrat Klaus Löffler erinnerte an die Anfangszeit der Amtsführung von Gräbner. „Vieles war ruhiger, greifbarer, vielleicht auch ein Stück persönlicher. Er sprach von vielen Veränderungen und Herausforderungen in einer schnell sich wandelnden Zeit. Er bezeichnete Gräbner, als einen verlässlichen Menschen, der nicht bei jedem Gegenwind die Richtung änderte.

Ende einer Ära in Marktrodach: Abschied von Norbert Gräbner
Landrat Klaus Löffler verabschiedet sich von Norbert Gräbner. // Foto: Veronika Schadeck

Und da Gräbner als leidenschaftlicher Sportler gilt, zog der Landrat Parallelen zu seiner Amtsführung. Er habe seinen Job als Bürgermeister mit Ausdauer, Disziplin und einem unglaublichen Willen geführt, um seine Gemeinde voranzubringen. Dabei sei er – wie im Fußball – nie Einzelkämpfer, sondern immer einer gewesen, der seine Mannschaft zusammenhält. „Du weißt: Die besten Ergebnisse entstehen im Miteinander!“

Löffler erinnerte an das Jahr 2016, als Gräbner und er sich um den Landratsposten bewarben. Auf dem Papier seien sie zwar Konkurrenten gewesen, im echten Leben waren sie es nie. Immer sei man sich damals mit Fairness und Respekt begegnet. Und schnell wurde aus Sympathie eine Freundschaft. „Du hast nicht nur Entscheidungen getroffen, du hast Menschen geprägt und Vertrauen geschaffen!“

Abschied nach 30 Jahren: Vereine danken Norbert Gräbner für sein Engagement

Dankesworte im Namen aller Vereine überbrachte Susan Bergmann. Gräbner hatte immer ein offenes Ohr für die Belange seiner Vereine. Er war ein Ansprechpartner zu jeder Zeit und sei oftmals bei Veranstaltungen präsent gewesen.

Geschätzte 15 Prozent seiner Lebenszeit verbrachte Norbert Gräbner bei ihr, erzählte seine Ehefrau Olga Gräbner. Ihr als Englischlehrerin in der Ukraine sei sofort aufgefallen, dass dies kein Engländer sein konnte. Seit 22 Jahren sind beide nun ein Paar. Sie berichtete von ihrem Kennenlernen während eines Türkeiurlaubs, als plötzlich am ersten Abend per Zufall zwei Bürger aus Marktrodach im Hotel waren. Nur einmal habe sie in 22 Jahren ihres Zusammenseins gefragt, warum ihr Ehegatte so spät nach Hause kommt. Wie künftig ihr Alltag nun aussehen werde, das wisse sie nicht.

Sie habe aber mitbekommen, dass ein Bürgermeisteramt nicht nur mit Geburtstagen, Begrüßungen und Feiern verbunden ist, sondern auch harte Arbeit und schlaflose Nächte bedeuten kann. Und sie formulierte ihre Liebeserklärung so: „Du hast ein tiefes Herz. Ich bin stolz auf dich. Und ich bin glücklich, dass ich deine Frau sein darf!“

Ende einer Ära in Marktrodach: Abschied von Norbert Gräbner
Viele Wegbegleiter haben sich von Norbert Gräbner verabschiedet. Nach 30 Jahren geht er in den Ruhestand. // Foto: Veronika Schadeck

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Gesangverein Oberrodach, und dem Musikverein Zeyern. Die Bewirtung wurde von der evangelischen Landjugend übernommen.

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