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Diskussion in Versammlung
Braucht die Neukam-Schule in Kronach einen neuen Namen?
Eine Arbeitsgruppe befasst sich bereits mit dem Namensgeber der Mittelschule, Gottfried Neukam. Zu langsam, sagen die Kritiker. Karl-Heinz Hofmann/Archiv
Eine Arbeitsgruppe befasst sich bereits mit dem Namensgeber der Mittelschule, Gottfried Neukam. Zu langsam, sagen die Kritiker. // Foto: Karl-Heinz Hofmann/Archiv
Kronach – Bei der Bürgerversammlung in Kronach geht es um die Frage, ob die Gottfried-Neukam-Schule weiter so heißen sollte. Die Bürgermeisterin antwortet auf Anfragen.

Die Gottfried-Neukam-Mittelschule in Kronach soll umbenannt werden: Das forderten zumindest einige Teilnehmer der Bürgerversammlung in der Kreisstadt. Sie begründeten dies mit der Aktivität des Malers und Grafikers in der NSDAP und in deren Umfeld.

Klaus Simon kritisierte, dass es wegen Gottfried Neukam und seiner Rolle im Nationalsozialismus sowie der Namensgebung der Gottfried-Neukam-Schule bereits im Jahr 1994 Diskussionen gegeben hatte. Vor acht Jahren wurde eine Anfrage im Stadtrat gestellt. Der Frauenliste und auch „Omas gegen Rechts“ sei diese Namensgebung ein Dorn im Auge, stellte Simon fest. Im Jahr 2025 gab es eine Petition an den Bayerischen Landtag.

Simon wies darauf hin, dass Neukam nachweislich nicht nur am 1. Mai 1933 der NSDAP beigetreten sei, sondern auch viele Funktionen in dieser Partei ausgeübt habe, unter anderem als Propaganda-Mann. Er habe viele Ehrungen der Partei erhalten. Gottfried Neukam und die NSDAP seien untrennbar miteinander verbunden gewesen, betonte Simon.

Martina Zwosta sprach von einem „glühenden Hitlerverehrer“, deshalb könne dieser Name der Schule nicht länger akzeptiert werden. Dieser Mann sei kein Vorbild für Kinder und Jugendliche. Sie habe vor zwei Jahren darum gebeten, so Ingrid Oswald, sich mit der Thematik nochmals zu befassen. Sie forderte die Stadt zu einer Informationsveranstaltung mit Lehrerkollegium, Elternbeirat und Schülerverwaltung auf.

So reagiert Kronachs Bürgermeisterin Angela Hofmann

Es werde vor Vorverurteilungen gewarnt, sagte Bürgermeisterin Angela Hofmann. Dieser Mann habe es nicht verdient, dass über ihn Vorurteile zum Tragen kämen. Sie wies auf eine Arbeitsgruppe hin, die sich allerdings wegen vieler anderer Themen bisher nicht eingehend mit Neukam befassen konnte. Zudem trage der Schulverband die Verantwortung.

Ingrid Oswald wollte diese Argumentation nicht gelten lassen. Sie sprach von einem „Verschleppen“ dieser Thematik. „Ich empfinde das als einen

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