Ehrenamt
Verdienstorden für den Kampf gegen Krebs
Ein bewegender Augenblick für die Onkologin Martina Stauch. Ministerpräsident Markus Söder hat ihr den Verdienstorden des Freistaates Bayern mit Ehrenurkunde verliehen.
Ein bewegender Augenblick für die Onkologin Martina Stauch. Ministerpräsident Markus Söder hat ihr den Verdienstorden des Freistaates Bayern mit Ehrenurkunde verliehen.
Foto: Bayerische Staatskanzlei
Kronach – Die Onkologin Martina Stauch setzt sich seit 20 Jahren für Krebspatienten ein. Dafür wurde ihr nun eine große Ehre zuteil.

Die Onkologin Martina Stauch eröffnete vor 25 Jahren ihre Praxis in Kronach. Im Jahr 2003 gründete sie den gemeinnützigen Verein „Gemeinsam gegen Krebs“, den sie bis heute mit großem ehrenamtlichen Engagement als Vorsitzende leitet. Nun wurde ihr in der Bayerischen Staatskanzlei der Verdienstorden des Freistaates Bayern durch Ministerpräsident Markus Söder verliehen. Die Auszeichnung würdigt den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement von Bürgern im Freistaat für das Gemeinwesen.

Einer der ersten Gratulanten war Landrat Klaus Löffler, auf dessen Antrag hin die Verleihung stattgefunden hatte. Zu den herausragenden ehrenamtlichen Engagements der Ordensträgerin gehört vor allem ihr Einsatz im Kampf gegen Krebs. Martina Stauch setzt sich beruflich wie außerberuflich in verdienstvoller Weise für die Bekämpfung von Krebserkrankungen und die Betreuung betroffener Patienten ein. Sie ist schlichtweg die „Power-Frau“ im Kampf gegen den Krebs, dem sie nicht nur beruflich, sondern auch mit herausragendem ehrenamtlichen Engagement und mit Leidenschaft entgegentritt.

Verein ist ein Segen

Dem Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ steht Stauch seit der ersten Stunde als Vorsitzende vor. Der Verein hat sich vor allem die Verbesserung der ambulanten Betreuung krebskranker Menschen zur Aufgabe gemacht. Er widmet sich unter anderem der umfassenden Aufklärung, Fürsorge und Nachsorge von Tumorpatienten, der Entwicklung und Förderung ganzheitlicher onkologischer Konzepte sowie der Unterstützung von Krebs-Selbsthilfegruppen. Er befasst sich aber auch mit der Beratung und Betreuung von schwerstkranken und sterbenden onkologischen Patienten sowie deren Angehörigen und Freunden. Wichtige Aufgabenfelder sind zudem die Tumorprävention sowie die Vertretung der Patienteninteressen gegenüber Politik, Verbänden und Öffentlichkeit.

„Es ist maßgeblich dem nicht nachlassenden Engagement der Vereinsvorsitzenden zu verdanken, dass der Verein ,Gemeinsam gegen Krebs‘ mittlerweile circa 250 Mitglieder aus zwei Bundesländern zählt und inzwischen sogar ein eigenes Büro mit einer fest angestellten Halbtagskraft unterhält“, hieß es in der Laudatio. Den Höhepunkt seiner Aktivitäten erlebt der Verein regelmäßig durch den „Run of Hope“ („Lauf der Hoffnung“) zugunsten krebskranker Menschen.

Der „Run of Hope“ wolle zum Sport auffordern, wobei der Spaß im Vordergrund stehe, stellte die Vorsitzende klar. Sie erklärte: „Sport ist nicht nur der Schlüssel zur Gesundheit, sondern auch eine Verbindung von vielen Menschen. Diese Gemeinsamkeit ist es, die unseren ,Run of Hope‘ über die vielen Jahre so stark macht.“ Von der Verleihung zeigte sich Stauch völlig überrascht, von der Zeremonie überwältigt. eh

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