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Projekt abgeschlossen
„Dorfhäusla“: neue Begegnungsstätte für die Hirschfelder
Das neue „Dorfhäusla“ ist ein Treffpunkt für Jung und Alt. 530.000 Euro wurden hier investiert.Veronika Schadeck
Das neue „Dorfhäusla“ ist ein Treffpunkt für Jung und Alt. 530.000 Euro wurden hier investiert.Veronika Schadeck // 
Signet des Fränkischen Tags von Veronika Schadeck
Hirschfeld – Mit dem "Dorfhäusla" pulsiert neues Leben in Hirschfeld. Ein Ort für Gemeinschaft und Tradition wurde feierlich eröffnet. So kam es zu dem Projekt.

Rechtzeitig zur Trachtenkirchweih am ersten Oktoberwochenende ist das neue „Dorfhäusla“ in Hirschfeld eingeweiht worden. Das Gebäude soll den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft stärken. „Dieses Haus“, so Bürgermeister Thomas Löffler, „soll das Dorf aufwerten. Es soll für die Menschen ein Ort der Zusammenkunft sein und die Bewohner zusammenführen. Es soll Jugendlichen Zuversicht geben, damit Hirschfeld weiterhin bestehen bleibt.“

Löffler betonte die Bedeutung von engagierten Menschen in einer Gemeinde. Denn alle Gebäude und Einrichtungen nützten nichts, wenn diese nicht mit Leben erfüllt würden. Der Bürgermeister sprach auch die Problematik in den ländlichen Räumen an. Dorfgasthäuser gebe es fast nicht mehr, das Zusammenleben verlagere sich verstärkt in die digitale Welt. Dabei prägten Kultur und Traditionen sowie ehrenamtliches Engagement die Dorfgemeinschaften.

Er rechtfertigte den Bau des „Dorfhäuslas“: Eine Investition in die Stärkung einer Dorfgemeinschaft zahle sich immer für eine Kommune aus. Die Dorfjugend werde an die Heimat gebunden, die Identifikation mit dem Dorf werde gestärkt.

In Hirschfeld wurde einiges auf die Beine gestellt

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass sich in den vergangenen 15 Jahren einiges in Hirschfeld bewegt habe. So wurde der Steinbacher Ortsteil im Rahmen der Dorferneuerung lebenswerter gestaltet, das Dorf wurde beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreis- und Bezirksebene ausgezeichnet. Zudem wurde das alte Schulgebäude durch die Förderoffensive Nordostbayern generalsaniert und zum „Haus der Generationen“ umgestaltet. Geschaffen wurden eine Tagespflege, eine Frühförderstelle, Mietwohnungen und ein Jugendzimmer.

Schlüsselübergabe mit (von links) Tobias Wicklein, Architekt Jörg Detsch, Bürgermeister Thomas Löffler, Dietmar Neubauer und Landrat Klaus Löffler.
Schlüsselübergabe mit (von links) Tobias Wicklein, Architekt Jörg Detsch, Bürgermeister Thomas Löffler, Dietmar Neubauer und Landrat Klaus Löffler. // 

Im Herbst 2023 sei die Dorfgemeinschaft mit der Idee an ihn herangetreten, in der Ortsmitte ein neues Gebäude zu errichten, erinnerte sich Löffler. Mit der Realisierung des Baus wurden Fleiß und Tatkraft der Bevölkerung sichtbar. Das „Dorfhäusla“ wird bei der Organisation von Festen vieles einfacher machen. Es ist barrierefrei, familienfreundlich und sicher. Zudem wurde nein Besprechungsraum für bis zu 14 Personen und WLAN-Verfügbarkeit geschaffen.

Der Bürgermeister betonte, dass man beim Bau Wert auf ein frankenwaldtypisches Gebäude aus Holz und Schiefer gelegt habe. Die Strom- und Wasseranschlüsse wurden für den gesamten Festplatz angelegt. Der schöne Vorplatz mit dem angelegten Pavillon bietet eine hohe Aufenthaltsqualität. Insgesamt wurden 530.000 Euro in das „Dorfhäusla“ investiert. Über 20 Prozent (114.000 Euro) der Kosten wurden durch die Leader-Förderung abgedeckt.

Viel Eigenleistung zeichnet Projekt in Hirschfeld aus

Die Dorfbewohner unter der Federführung von Dietmar Neubauer steuerten über 1000 Stunden in Eigenleistung zum Bau bei. Dadurch konnten 50.000 Euro eingespart werden. Tobias Wicklein von Wicklein Holz war stets verfügbar und spendete zudem 20.000 Euro. Die Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt (1000 Euro) und Marko Löffler (750 Euro) unterstützten den Bau ebenso. Dank der ILE Thüringisch-Fränkische Rennsteigregion konnte eine mobile Industriespülmaschine im Wert von 5500 Euro angeschafft werden.

Landrat Klaus Löffler bezeichnete den Anger mit dem neuen „Dorfhäusla“ als einen Ort, an dem das „Wir“ an Bedeutung gewinne. Pfarrer Cyriac Chittukalam weihte das „Häusla“ und sprach von einem Symbol für Gemeinschaft und Tradition.

Der Architekt Jörg Detsch lobte die Dorfgemeinschaft: „Der Bau wurde entscheidungsfreudig vorangebracht.“ Dietmar Neubauer erinnerte an die „Schnapsidee“ vor fünf Jahren. Erleichtert sei er, dass nicht nur ein Dorfhäusla gebaut wurde, sondern der gesamte Festplatz mit Abwasserrohren und Schotterrasen bestückt wurde. „Die Schlammschachten während der Kirchweihen, in denen Ladungen voller Hackschnitzel in den frühen Morgenstunden angeschafft werden mussten, sind vorbei“, freute sich Neubauer.

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