Erzbischöflicher Geistlicher Rat Josef Fischer ist tot. Der langjährige Küpser Pfarrer starb in der vergangenen Woche. Ein Requiem findet am kommenden Montag, 28. September, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth im Andenken an ihn statt.
35 Jahre lang hatte Fischer die Pfarrstelle inne, die auf sein Wirken hin 1973 geschaffen worden war. Zuvor war Küps, wo ein Drittel der Einwohner katholisch war, nur eine an die Pfarrei Theisenort angeschlossene Seelsorgestelle. Fischer hatte, ohne dazu verpflichtet zu sein, an jedem Sonntag in Küps zwei Gottesdienste gehalten.
Erweiterung des Gemeindezentrums in Küps beschlossen
1984 beschlossen Pfarrer Fischer, die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat einen Umbau der Kirche und eine Erweiterung des Gemeindezentrums, das für die vielen Gläubigen zu klein geworden war. Nach drei Jahren war das Projekt vollendet – nach einer ungeheuren Arbeitsleistung des Geistlichen, der seinen Einsatz mit erheblichen gesundheitlichen Problemen bezahlt hat. Gleichwohl hätte es das Vorhaben ohne ihn nicht gegeben.
Aus seiner Geburtsstadt Bayreuth brachte er eine Tradition mit nach Küps, die auch heute noch Bestand hat: Das Pfarrfest zu Fronleichnam, das in Küps am Sonntag nach der Prozession gefeiert wird.
Ein Nachfolger für Josef Fischer kam
All seine Verwaltungsaufgaben musste Fischer während seiner Amtszeit selbst erledigen, weil er keine Bürokraft zur Verfügung hatte. Und als er 2001 anlässlich seines 70. Geburtstags aus gesundheitlichen Gründen um eine Versetzung in den Ruhestand bat, wusste er gleichwohl, dass er darum kämpfen musste, dass die Pfarrstelle erhalten bleibt. Erste Pläne aus Bamberg sahen vor, dass die Pfarrei Neuses künftig deren Betreuung übernimmt.
Seinen intensiven Bemühungen, seiner Unnachgiebigkeit und guten Kontakten zu wichtigen Persönlichkeiten war es letztlich zu verdanken, dass er mit Pater Maximilian Kray am Ende doch einen Nachfolger bekam. Der Markt Küps würdigte die Leistung des Pfarrers 2004 mit der gemeindlichen Ehrenmedaille. Sein Wirken reichte aber über die Gemeindegrenzen hinaus. Zwischen 1974 und 1987 war er Schuldekan in Kronach und Teuschnitz.
40. Priesterjubiläum gefeiert
Im gleichen Jahr feierte der Geistliche Rat in der Pfarrei St. Elisabeth unter großer Anteilnahme der Gläubigen sein 40. Priesterjubiläum. Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Manfred Pauli würdigte den Jubilar seinerzeit mit den Worten: „Sie haben viel Gutes für die Pfarrei getan.“ Diakon Georg Zenk wies insbesondere auf die Pünktlichkeit und Korrektheit Pfarrer Fischers hin.
Josef Fischer war 1931 in Bayreuth geboren worden und hatte nach der Schule zunächst eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann abgeschlossen. Im Jahr darauf besuchte er das Spätberufenen-Seminar und legte Ende der 50er Jahre die Reifeprüfung ab, der ein Studium der Theologie und Philosophie folgte.
1964 war Josef Fischer zum Priester geweiht worden, ehe er drei Jahre als Kaplan in Neustadt/Aisch gewirkt hat. Danach kam er nach Theisenort, ehe er Pfarrer in Küps wurde. 1997 ernannte ihn Erzbischof Karl Braun zum Erzbischöflichen Geistlichen Rat.












