Viel zu dünn und voller Flöhe, so kam der circa ein Jahr alte und derzeit 75 Zentimeter große Kangal Arkei im Alter von sechs Monaten im Tierheim Kronach an. Vermutlich waren seine Besitzer schlichtweg überfordert mit dem anspruchsvollen Riesenbaby.
Die Flöhe sind inzwischen natürlich schon lange Geschichte, und auch körperlich ist Arkei in Topform. Er hat seine Größe ungefähr verdoppelt und ist zu einem stattlichen Kerl herangewachsen, der aber immer noch etwas größer und vor allem breiter und kräftiger werden wird.
Im Tierheim wurde Arkei gut mit Menschen und anderen Hunden sozialisiert. Dennoch muss er natürlich immer noch sehr viel lernen. Aber der Vierbeiner wäre nun bereit für das große Abenteuer einer eigenen Familie.
Was man wissen muss: Ein Kangal tickt als klassischer Herdenschutzhund völlig anders als andere Hunderassen und hat auch andere Bedürfnisse. Gesucht werden daher explizit herdenschutzhund-, am besten kangal-erfahrene Hundehalter mit dem nötigen Wissen und Fingerspitzengefühl. Ganz wichtig: Arkei ist nicht geeignet für eine Wohnung in der Stadt, aber auch nicht für einen Zwinger. Dieser Hund braucht unbedingt ein Haus in ländlicher Umgebung und viel Platz um sich herum, weshalb ein gut eingezäunter Garten Pflicht ist.
Gutmütiges Energiebündel wartet im Tierheim Kronach auf neue Besitzer
Wie alle Herdenschutzhunde liebt es Arkei, draußen zu liegen und seine Umgebung zu beobachten. Wenn er schon keine Herde sein eigen nennen darf, muss wenigstens das eigene Anwesen bewacht werden. Da Arkei über ungeahnte Kräfte verfügt und auch gerne mal die Haltbarkeit eines Zauns austestet, muss dieser wirklich hoch und stabil genug sein, damit er ihn auch akzeptiert.
Auch wenn er sich gerne draußen aufhält, ist Arkei aber auf keinen Fall ein Zwingerhund (das gilt allerdings für alle Hunde!). Er liebt seine Bezugspersonen und genießt es, engen Kontakt mit ihnen zu haben. Wenn er sich draußen genügend auspowern konnte, benimmt er sich im Haus tadellos und sucht die enge Nähe zu seinen Menschen.
Bei seiner Familie wird er lieb und gutmütig sein. Bei Fremden ist er anfangs etwas misstrauisch, lässt sich aber dennoch schnell von der Harmlosigkeit des Gegenübers überzeugen, wenn er merkt, dass der Kontakt für Herrchen und Frauchen okay ist. Trotzdem ist Arkei definitiv ein Wachhund.
Interessenten können sich an das Tierheim Kronach wenden
Beim Spazieren läuft Arkei in der Regel sehr brav und ohne ständiges Leinengezerre. Trotzdem müssen ihm seine neuen Besitzer körperlich gewachsen sein, denn wenn er wirklich mal unbedingt irgendwo hin will, kann er unglaubliche Kräfte entwickeln. Im Gegensatz zu anderen Herdenschutzhunden, die in der Regel etwas gemütlicher sind, haben Kangals richtig Temperament. So geht Arkei liebend gern spazieren, kann flitzen wie der Blitz und hält längere Wanderungen spielend durch. Er ist ein richtiger Clown, hat nur Unsinn im Kopf und freut sich diebisch, wenn er mit einem Ball oder einem anderen Spielzeug herumalbern kann.
Mit anderen Hunden versteht sich Arkei in der Regel blendend. Allerdings kommt auch hier sein Clown-Gen durch, und so er möchte am liebsten mit den anderen spielen und herumkaspern – aber auf eine recht stürmische und grobmotorische Art und Weise.
Wo könnte Arkei das passende Zuhause finden? Interessenten wenden sich an das Tierheim Kronach (Telefon 09261/20111).












