Auto der Zukunft
Autonome Busse sollen bis 2024 im Einsatz sein
Die Shuttlemodellregion Oberfranken, kurz SMO, erhält erneut Fördergelder. Das heißt, dass die autonomen Busse wie dieses hier noch bis 2024 in Kronach unterwegs sein werden.
Die Shuttlemodellregion Oberfranken, kurz SMO, erhält erneut Fördergelder. Das heißt, dass die autonomen Busse wie dieses hier noch bis 2024 in Kronach unterwegs sein werden.
Foto: Archiv/Sandra Hackenberg
Kronach – Oberfranken bleibt weiterhin Mittelpunkt der Forschung rund ums Autonome Fahren. In Kronach sollen die Busse bis 2024 unterwegs sein.

Oberfranken soll auch weiterhin führend im Bereich autonomes Fahren forschen. Deshalb werden ab Sommer, zusätzlich zu den bestehenden Einsatzgebieten der Stadt Hof und des Landkreises Kronach, auch in der Gemeinde Bad Steben im Landkreis Hof fahrerlose Busse in Betrieb gehen.

Projekt weiter gefördert

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) stellt weitere Fördermittel für das Projekt „Shuttle-Modellregion Oberfranken“ (SMO) zur Verfügung, um die Anfang 2020 begonnen Forschungsarbeiten bis Juni 2024 in einem Anschlussprojekt und mit weiter reichender Zielsetzung fortzuführen.

Finanzielle Unterstützung kommt erneut vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, das die Fortführung des 15 Millionen-Forschungsprojektes mit über 11 Millionen Euro bezuschusst.

Ergebnisse bundesweit wichtig

„Das ist ein klares Zeichen, dass die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zum autonomen Fahren, die hier in Oberfranken seit Jahren mit Erfolg umgesetzt werden, von großer Relevanz sind und die Ergebnisse des SMO-Projektes in vielerlei Hinsicht bundesweit verwertet werden können“, freut sich Jörg Schrepfer, Leiter Fahrassistenzforschung Deutschland, Valeo.

Valeo ist Konsortialführer des bisherigen Projektes, wie auch im neuen, „SMO-II“ genannten Projekt.

Außerdem betont Schrepfer „die gute, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit im Projektkonsortium, an die sich nahtlos anknüpfen lässt.“

Betrieb über Leitwarte steuerbar?

Nach der Etablierung des Shuttle-Betriebes in den Modellkommunen nimmt das Projektkonsortium nun die KI-unterstützte vollständige Automation in den Fokus.

Neben der Umstellung auf einen bedarfsgesteuerten On-Demand-Betrieb durch DB Regio Bus liegt ein wichtiger Fokus darin, zu untersuchen, inwieweit der Shuttle-Betrieb ohne Begleitpersonal fernüberwacht durch die Leitwarte aus der Hofer Innenstadt durchgeführt werden kann. Dafür muss an einer Automatisierung aller Schritte rund um die Fahrt gearbeitet werden – die Belange und Wünsche der Bevölkerung werden dabei durch neue Beteiligungsformate noch besser in das Vorhaben integriert.

Weichen werden am LCC gestellt

Für Forschungsarbeiten zu den Themen Künstliche Intelligenz und 5G wird zudem die Hochschule Coburg mit mehreren Professuren, unter anderem mit dem in Kronach neu gegründeten Lucas-Cranach-Campus, das Projekt bereichern.

„Die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Hochschulen und der Industrie gibt vielen jungen Menschen attraktive Zukunftsaussichten hier vor Ort. Es profitiert aber auch unsere Bevölkerung, da der ÖPNV der Zukunft vor unser aller Augen und mit uns zusammen entwickelt und getestet wird. Das erhöht die Attraktivität der Region“ führt der Kronacher Landrat Klaus Löffler aus.

Rehau geht, Bad Steben kommt

Im neuen SMO-II Projekt wird es mit der Marktgemeinde Bad Steben auch einen neuenEinsatzort für zwei der SMO-Shuttles geben. Bad Steben ersetzt dabei die bisherige Modellkommune Rehau, deren Forschungszeitraum Ende Juni abgeschlossen werden kann.

Fast alle Partner bleiben im neuen SMO-Projekt an Bord, sodass das Konsortium nun aus vier Unternehmen (Brose, REHAU, Valeo, DB Regio Bus), drei Gebietskörperschaften (Stadt Hof, Landkreis Hof, Landkreis Kronach) und drei Hochschulen (Hochschule Hof, Hochschule Coburg, TU Chemnitz) besteht.

Arbeiten beginnen sofort

Nach der Überführung der Fahrzeuge nach Bad Steben wird es für die Öffentlichkeit Gelegenheit zu einer ersten Besichtigung der Fahrzeuge geben. Die Arbeiten zum Anschlussprojekt „Shuttle-Modellregion Oberfranken II“ beginnen ab sofort. Die neuen Strecken werden allerdings erst nach dem Projektende des ersten SMO-Projektes in Betrieb genommen.

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