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B173-Sanierung
Marktrodach: Die Vollsperrung rückt näher
Die Kreuzungen und Ampelanlagen werden bei der Sanierung eine der Hauptaufgaben sein.
Die Kreuzungen und Ampelanlagen werden bei der Sanierung eine der Hauptaufgaben sein. // Maria Löffler
Signet des Fränkischen Tags von Veronika Schadeck
Marktrodach – Der Baubeginn an der Ortsdurchfahrt von Marktrodach zeichnet sich ab. Wann es losgeht und was an der B 173 geplant ist.

Die bevorstehenden, monatelangen Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 173 sorgten in den vergangenen Wochen für erhöhten Gesprächsbedarf in Marktrodach. Die drohenden Umleitungen und die Ungewissheit über den Beginn und genauen Verlauf der Arbeiten ließen bei Fahrern wie Anliegern Sorgenfalten aufkommen. Auf Recherche unserer Zeitung hin zeichnet sich nun ein deutlicheres Bild des Vorhabens ab.

Die Sanierung der B 173 und die damit verbundene Vollsperrung soll in der zweiten Aprilhälfte starten. Das bestätigt der Leiter der Kronacher Außenstelle des Staatlichen Bauamts, Jens Laußmann, auf Anfrage. Den genauen Tag konnte er noch nicht nennen.

Wie er erklärt, war vor wenigen Tagen der Submissionstermin. Die eingereichten Angebote werden nun gewertet und geprüft. Die Auftragsvergabe soll in den nächsten Tagen erfolgen. Danach wird ein vom beauftragten Unternehmen bestellter, sogenannter Verkehrssicherer eingesetzt. Erst danach könne man den genauen Termin für den Baubeginn nennen und detaillierte Angaben zu den Umleitungen machen.

12 000 Fahrzeuge täglich

Seit Wochen bewegt die Sanierung der Ortsdurchfahrt die Gemüter der Bürger in und um Marktrodach. Sowohl für das Staatliche Bauamt als auch für die Gemeinde stellt die Maßnahme eine Herausforderung dar. Denn rund 12.000 Fahrzeuge fahren täglich durch Marktrodach, der Anteil des Schwerlastverkehrs liegt bei zwölf Prozent. Für das Staatliche Bauamt bedeutet dies, ein geeignetes Straßennetz für die Umleitungen zu finden.

In der Planung ergeben sich demnach eine offizielle Strecke mit einer großräumigen Umleitung für den Durchgangsverkehr und kleinräumige Umleitungen für Anlieger und Lieferanten, die teilweise einseitig befahrbar sind. Auch sollen Behelfsumfahrungen durch die bauausführende Firma erstellt werden. „Es soll niemand abgehängt werden, aber einen Durchgangsverkehr können wir zu dieser Zeit nicht zulassen“, stimmen Bürgermeister Norbert Gräbner und die Bauamtsleiterin der Gemeinde, Katja Wich, überein. Wichtig sei, dass die Bürger vor Ort wissen, wie sie von A nach B kommen, dass der Lieferverkehr sowie der Schulbus- und Linienverkehr – immerhin durchqueren 70 Busse täglich die Gemeinde – aufrechterhalten werden.

Sicherheit geht vor

Ein großes Anliegen ist sowohl für den Bürgermeister als auch für Katja Wich die Sicherheit der Kinder. Deshalb war die Bauamtsleiterin in den letzten Tagen in den Kindertagesstätten und am Mittwochabend in der Grundschule unterwegs, um Eltern, Kindergarten- und Schulpersonal zu informieren und um Fragen zu beantworten.

Wie Katja Wich erklärt, werde die Gemeinde einen Bus für die Oberrodacher Schüler einsetzen, der diese zur Grundschule bringt. In Unterrodach werden vor Baubeginn zusammen mit den Kindern sichere Schulwege abgelaufen. An der Engstelle bei der Sparkasse wird während der Bauphase ein von der Gemeinde eingesetzter Lotse dafür Sorge tragen, dass die Schüler die Straße sicher überqueren können.

Bei der Mittagsbetreuung werden die unterschiedlichen Betreuungszeiten aufeinander abgestimmt und eine Buslinie eingesetzt, die die Kinder nach Hause bringt „Die Kinder müssen sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen“, so Wich.

Idee für die Schüler

Die Schulleiterin der Grundschule Marktrodach, Ulrike Schmidt, sprach von einer konstruktiven Infoveranstaltung. Die Gemeinde habe sich viel Mühe gemacht, um gute Lösungen für die Sicherheit der Kinder zu finden, auch würden Anregungen von Eltern ernst genommen. „Wir müssen das Beste aus der Situation machen, denn die Straße muss saniert werden!“

Eine Anregung hatte Elternbeiratsvorsitzende, Ulrike Saal. Demnach soll in den nächsten Tagen geprüft werden, inwieweit sich die Oberrodacher Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Treffpunkt sammeln können. Ein Erwachsener würde diese dann über die B 173 begleiten. Denn, so vermutet Saal, per Fuß wird man schneller als mit einem Bus sein. Und es wird zu Verzögerungen im Verkehr kommen.

Am besten Marktrodach meiden

Daran gibt es keinen Zweifel, erklärt Katja Wich. Die Bürger in Marktrodach werden mit Einschränkungen leben müssen; auch der Zeitaufwand wird größer werden.

Daher wird die Solidarität aller Beteiligten gefragt sein. Jeder sollte – wenn möglich –, Marktrodach während der Bauphase meiden und die Umleitungen in Kauf nehmen, um ein totales Verkehrschaos zu vermeiden, appellieren der Bürgermeister und Wich an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer.

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