Die Heinz Glas-Gruppe bekennt sich weiterhin stark zu ihren deutschen Produktionsstandorten: Kurz vor Ostern hat das Traditionsunternehmen in seinem Werk in Kleintettau eine neue Elektroglasschmelzwanne feierlich in Betrieb genommen. Das Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro sichert nicht nur den Standort, sondern treibt auch die nachhaltige Produktion voran.
Ein logistischer Kraftakt in 14 Wochen
Hinter der Einweihung liegt eine intensive und anspruchsvolle Bauphase. Rund 14 Wochen dauerte der Wannenbau, der das Team vor logistische Herausforderungen stellte. Der Prozess reichte vom Ablassen und Abkühlen der alten Anlage über den kompletten Rückbau bis hin zum Wiederaufbau und dem abschließenden Antempern der neuen Glasschmelzwanne. Wie gewaltig dieses Projekt war, verdeutlichen die bewegten Materialmengen: Innerhalb von nur sechs Tagen wurden 400 Tonnen feuerfestes Material sowie weitere 250 Tonnen an Glas, Stahl und anderen Baustoffen abgerissen und abtransportiert.
Segnung und feierliche Taufe auf den Namen „Josephine“
Im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier würdigte die Geschäftsführung die Leistung aller beteiligten Abteilungen und der beauftragten Fremdfirmen. „Ein Wannenbau ist immer ein großer Kraftakt, der nur gemeinsam bewältigt werden kann“, betonte Carletta Heinz in ihrer Ansprache. „Ich bin stolz, dass wir dieses Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht haben und die Produktion mit der neuen Wanne bereits angelaufen ist. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben!“
Den traditionellen Teil der Einweihung übernahm Pfarrer Prof. Dr. Rolf Schieder. Er nahm die feierliche Segnung der neuen Anlage vor, die musikalisch von einem gemeinsamen Lied begleitet wurde. Im Zuge dieses Festakts wurde die Wanne offiziell auf den Namen „Josephine“ getauft. Im Anschluss versammelten sich die Beteiligten am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kleintettau, um das freudige Ereignis gemeinsam zu feiern.
Konsequenter Weg zu CO2-freier Produktion
Mit der neuen Anlage setzt HEINZ-GLAS seinen technologischen Kurs konsequent fort: Die Elektroglasschmelzwanne „Josephine“ schmilzt das Glas vollelektrisch und wird mit CO2-freiem Strom betrieben. Damit fügt sich das Millionenprojekt in die grüne Strategie des Unternehmens ein. Bereits seit dem Jahr 2024 sind an sämtlichen deutschen Produktionsstandorten der HEINZ-GLAS Gruppe ausschließlich vollelektrische Glasschmelzwannen im Einsatz.
Hintergrund: Die Heinz-Glas-Group
Die Wurzeln der Glasmacher-Familientradition reichen bis in das Jahr 1523 zurück, die offizielle Unternehmensgründung datiert auf 1622. Heute gehört die HEINZ-GLAS Group zu den weltweit führenden Herstellern von Glas-Flakons und Tiegeln für die Parfüm- und Kosmetikindustrie. Das Familienunternehmen bietet globale „Complete-Packaging“-Lösungen aus einer Hand an – gestützt auf eine eigene Inhouse-Entwicklungsabteilung, eigenen Formenbau und modernste Veredelungstechnik. Aktuell beschäftigt der Global Player rund 4.000 Mitarbeiter an 17 Standorten in zwölf Ländern weltweit.















