In der jüngsten Verbandsversammlung der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) wurde der Kronacher Landrat Klaus Löffler (CSU) zum neuen Vorsitzenden der Fernwasserversorgung Oberfranken gewählt. Er folgt damit Heinz Köhler an der Spitze des Verbandes, der dieses Amt 51 Jahre innehatte.
Heinz Köhler schlägt Klaus Löffler als Nachfolger vor
Nach Ablauf der Wahlperiode hatte die Verbandsversammlung, bestehend aus acht Landräten und sieben Oberbürgermeistern, den Vorsitzenden turnusmäßig neu zu wählen. Der bisherige Vorsitzende Köhler hatte im Vorfeld bereits Landrat Klaus Löffler vorgeschlagen. Löffler hatte keinen Gegenkandidaten und wurde einstimmig gewählt.
Der neu gewählte Vorsitzende bedankte sich für das Vertrauen aus dem Kreis der Verbandsversammlung und verwies auf die Herausforderungen, die generell in der Wasserwirtschaft, aber auch für die FWO anstehen. Gemeinsam werde man diese sicher meistern, so Löffler. Dem bisherigen Vorsitzenden zollte Klaus Löffler Respekt und Anerkennung für die Lebensleistung, die Köhler im und für den Zweckverband über Jahrzehnte erbracht hat.
Köhler war 51 Jahre lang an der Spitze der FWO
Nach 51 Jahren an der Spitze der FWO bedankte sich Heinz Köhler für das langjährige Vertrauen und die überaus gute und stets konstruktive Zusammenarbeit im Gremium. Als Beispiel nannte er die stets einhellig getroffenen Entscheidungen, die nicht auf parteipolitischen, sondern fachlichen Diskussionen fußten. Er erinnerte an die Anfänge des Verbandes und die Entwicklung zum sechstgrößten Wasserversorger in Bayern.
In gleicher Sitzung beschlossen die Verbandsräte einstimmig den Wirtschaftsplan 2026. Dieser hat ein Volumen von 39,6 Millionen Euro, wobei 21,0 Millionen Euro bei Aufwendungen und Erträgen sowie 18,6 Millionen Euro im Vermögensplan veranschlagt sind. „Damit werden neue Investitionen in Höhe von über 13,2 Millionen Euro freigegeben“, teilte Verbandsvorsitzender Klaus Löffler mit.
FWO gibt knapp 16 Millionen Kubikmeter Wasser in 2026 ab
Die FWO rechnet mit einer Wasserabgabe von knapp 16 Millionen Kubikmetern für das Jahr 2026, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Damit ist die FWO weiterhin mit Abstand der größte Wasserversorger Oberfrankens. Mit dem Wirtschaftsplan werde weiter in die bereits gute Substanz der FWO und damit in die Verlässlichkeit der FWO für die Abnehmer in der Region investiert. „Wir nehmen unsere Verantwortung für die Region wahr“, so Vorsitzender Löffler.
Die größten Projekte der FWO sind derzeit die Planung der neuen Trasse von Trainau über Burgkunstadt nach Mainleus als Ringschluss zwischen den drei großen Fernleitungen Bamberger Ast, Scheßlitzer Ast und Bayreuther Ast sowie der Neubau eines großen Hochbehälters mit dann zusätzlich 12.000 Kubikmeter Speichervolumen zentral im Verbandsgebiet der FWO. Beide Maßnahmen sollen der Erhöhung der Versorgungssicherheit dienen.
FWO investiert rund 60 Millionen Euro in Zukunftssicherheit
Diese seit Jahren größten Investitionen der FWO werden am Ende zusammen voraussichtlich 60 Millionen Euro kosten. Weiter ist neben Investitionen in neue Anlagen vor allem die Ertüchtigung von technischen Systemen im Bereich der Speicherung, in der Fernwirktechnik sowie in der Elektrotechnik im Netz der FWO vorgesehen.
Verbandsdirektor Markus Rauh: „Trotz zum Teil deutlicher Kostensteigerungen einiger Aufwandspositionen wie etwa beim Roh- und Reinwassereinkauf wird die FWO in diesem Jahr den Abgabepreis an ihre Kunden konstant halten“. Mit dem Wirtschaftsplan und den darin enthaltenen Maßnahmen werde die FWO in die Lage versetzt, weiterhin ein zuverlässiger Partner der angeschlossenen Kommunen und Wasserversorger zu bleiben, so Rauh ab-schließend.
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