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Berufsanfänger
Ausbildungsstart: 197 Stellen warten noch im Kreis Kronach
Backen ist Handwerk – und bleibt es auch, so die Gewerkschaft NGG Oberfranken. Künstliche Intelligenz (KI) mache der Handarbeit keine Konkurrenz.NGG
Backen ist Handwerk – und bleibt es auch, so die Gewerkschaft NGG Oberfranken. Künstliche Intelligenz (KI) mache der Handarbeit keine Konkurrenz.NGG // 
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Kreis Kronach – Noch 197 Lehrstellen sind im Landkreis Kronach unbesetzt. Wer flexibel ist, kann selbst im Oktober noch starten. Die Gewerkschaft NGG gibt Tipps.

Der Countdown für das neue Ausbildungsjahr läuft: Die meisten Ausbildungen starten im September. Trotzdem registriert die Arbeitsagentur noch 197 offene Ausbildungsplätze im Landkreis Kronach.

„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen nutzen. Viele Betriebe sind da flexibel: Auch im Oktober geht oft noch was“, sagt Marcel Adelhardt von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Krisensicheres Handwerk: Chancen im Kreis Kronach

Der Geschäftsführer der NGG Oberfranken rät Jugendlichen im Landkreis Kronach, auf einen Ausbildungsvertrag im Handwerk oder in der Industrie zu setzen: „Vor allem die Lebensmittelherstellung ist eine krisensichere Sache. Hinter Getränken und Nahrungsmitteln stecken immer Menschen, die sie entwickeln, produzieren, lagern, vertreiben und die die Qualität überprüfen.“

Künstliche Intelligenz (KI) spiele nach Angaben der Gewerkschaft selbst in Bäckereien mittlerweile eine Rolle. Die KI unterstützt „etwa dann, wenn es darum geht, tagsüber möglichst zielsicher abzuschätzen, was noch nachgebacken werden muss: Den Abgleich per Cam-Check von dem, was noch in der Bäckereitheke liegt und was bis zum Geschäftsschluss noch über den Verkaufstresen gehen wird, macht in einigen Bäckereien schon die KI. Aber das Backen bleibt ein Handwerk. Das ist ganz und gar nicht ‚KI-wackelig'“, sagt Marcel Adelhardt.

NGG: Einsatz von KI und Mensch gehen Hand in Hand

Auch beim Materialeinkauf komme KI zum Einsatz. „Aber das Einrichten und Warten von Maschinen, das Überwachen der Prozesse oder das Kreieren neuer Produkte im Labor – da ist der Mensch gefragt – in der Milch- oder der Süßwarentechnologie, in der Brauerei oder der Bäckerei“, so Adelhardt. Er betont, dass Betriebe in die Qualifizierung der Beschäftigten investieren müssen. „Denn KI kann nur so effektiv im Betrieb genutzt werden, wie Menschen in der Lage sind, sie optimal einzusetzen.“   

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