Eröffnung
„Nordhalben Village“ zeigt neue Wege auf
Das „Nordhalben Village“ wurde den Besuchern bei der Eröffnung am Samstag vorgestellt.
Das „Nordhalben Village“ wurde den Besuchern bei der Eröffnung am Samstag vorgestellt.
Foto: Michael Wunder
Nordhalben – In Nordhalben hoffen die Verantwortlichen, Firmen zu einem neuen Denken animieren zu können. Das neu eröffnete „Village“ soll dafür Anreize bieten.

Das „Nordhalben Village“ wurde am Samstag nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet. Im Jahr 2017 war mit dem Umbau der ehemaligen Schule und Lehrerwohnungen zum „Co-Working- und Co-Living-Space“ gestartet worden. Die mit einer Million Euro veranschlagte Maßnahme kostete letztlich 1,6 Millionen, der Eigenanteil der Gemeinde lag bei 400 000 Euro.

Die über das Projekt angestellte Managerin Halgard Stolte erinnerte an den Leerstand im Jahr 2017. Nach intensiven Verhandlungen mit der Regierung habe man die Genehmigung für die Maßnahme bekommen. Im Fokus des Handels stehe der Aufbau einer kreativen, innovativen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Ziel sei die Ansiedlung von Firmen mit dem Zuzug „großer Talente“. Eigentlich wollte man in den Räumen die Gesundheits-IT und das Ärzteproblem angehen. Es sei an einen Außenstandort für das Medical-Valley gedacht worden. Im nächsten Jahr will man zumindest ein digitales Ärztenetzwerk ins Leben rufen. Automotive und Design/Verpackung könnten weitere inhaltliche Schwerpunkte sein. Nachdem sich seit einiger Zeit auch ein Flügel in den Räumen befindet, könnte zudem Jazzklavier-Unterricht angeboten werden.

Alleine nicht zu schaffen

Bürgermeister Michael Pöhnlein sagte bei der Begrüßung der ausgewählten Gäste, dass es für die Gemeinde allein unmöglich gewesen wäre, dieses Gebäude zu sanieren. Man habe sich beim Bau auch manche Schramme eingefangen. Die lange Bauzeit sei mehreren Faktoren geschuldet, einige Restarbeiten stünden noch an.

Landrat Klaus Löffler sah den eingeschlagenen Weg als richtig und erfolgversprechend an. Man müsse einfach Innovativ sein und nach vorne schauen. Das Ziel bei den Umbauarbeiten sei gewesen, den Eigenanteil der Gemeinde so niedrig wie möglich zu halten. Jetzt könne man das Modellprojekt angehen und sowohl die heimischen als auch auswärtigen Unternehmen unterstützen.

Ulrike Maier von der Regierung von Oberfranken sprach von einer besonderen Herausforderung durch die Städtebauförderung. Man müsse versuchen, die bestmöglichen Lösungen für das Arbeiten im ländlichen Raum anzubieten.

Neue Situation

Susanne Faller vom Regionalmanagement meinte, dass man zu Beginn des „mutigen Projekts“ nicht im Trend gelegen habe. Mittlerweile habe sich die Ausgangssituation geändert. Es müsse einfach ein Umdenken bei den Unternehmen geben, die sich immer noch auf die Ballungszentren konzentrieren. Der Vorteil in Nordhalben sei, dass man ein komplettes Paket mit Wohnungen anbiete.

Die Grüße der benachbarten katholischen Kirchenverwaltung überbrachte Kirchenpfleger Markus Pötzl. Dekan Markus Müller aus Kronach meinte vor der Segnung, dass man die Potenziale der Wirtschaftskraft in dieser tollen Landschaft nutzen sollte.

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