Spatenstich erfolgt
21 moderne, erschwingliche Wohnungen
Der Spatenstich für die Kronacher Wohnanlage ist erfolgt.
Der Spatenstich für die Kronacher Wohnanlage ist erfolgt.
Foto: Symbolbild: Holger Hollemann, dpa
Kronach – Am Kronacher Kreuzberg laufen die Arbeiten für ein Projekt, dass die Wohnsituation in der Stadt entspannen soll.

„Jetzt kann es losgehen!“ Beim Spatenstich für den Neubau einer Wohnanlage für 21 Mietwohnungen in der Josef-Haydn-Straße in Kronach freute sich Vorstand Uwe Döring vom Investor, der Oberfränkischen Baugenossenschaft Kronach (OBG), über reichlich Lob für das Projekt. Die Ehrengäste sprachen von einer gelungenen Planung und einem guten Finanzierungsmodell, in welchem Christoph Reichl (Wohnungswesen in der Regierung von Oberfranken) auch große Chancen sieht, zukünftig Bauherren und Investoren Mut zu machen, in den geförderten Wohnungsbau einzusteigen.

Das insgesamt 1374 Quadratmeter Wohnfläche umfassende Wohnprojekt besteht aus zwei Wohngebäuden und umfasst ein Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro. Davon trägt der Freistaat Bayern circa 400 000 Euro als Zuschuss. Für 2,6 Millionen Euro gibt es günstige Darlehen zur Finanzierung. Man spricht daher von einem Paradebeispiel geförderten Wohnungsbaus für erschwingliche Mietpreise.

Anspruch auf Berechtigungsschein

Wie Vorstand Uwe Döring informierte, orientieren sich Größe und Zuschnitt der 21 Wohnungen an den Vorgaben und Empfehlungen zum Bayerischen Wohnungsbauprogramm zur Schaffung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Für die Anmietung der Wohnungen ist die Vorlage eines Wohnungsberechtigungsscheines erforderlich, dieser kann beim Landratsamt Kronach beantragt werden, die Ausstellung ist von Einkommensgrenzen abhängig.

Es sei aber ein Irrtum zu glauben, dass für viele Mietinteressenten die Kriterien für den Anspruch auf einen entsprechenden Schein nicht zu erfüllen seien. Es lohne sich nachzufragen, ermutigt Döring potenzielle Interessenten. Die OBG habe sich sehr gefreut als Bürgermeisterin Angela Hofmann mit ihrem Anliegen nach sozialem Wohnungsbau in der Lucas-Cranach- Stadt an sie herangetreten ist.

Nach dem THW kommen Wohnungen

Für ein solches Vorhaben hat sich das über 2000 Quadratmeter große Grundstück in der Josef-Haydn-Straße, das nach dem Abriss der ehemaligen Gebäude des Technischen Hilfswerks Kronach inmitten eines schönen Wohngebietes brach gelegen hat, geradezu als prädestiniert angeboten. In Abstimmung mit Christoph Reichl von der Regierung Oberfranken konnte ein Konzept für 21 barrierefreie, moderne und bedarfsgerechte Wohnungen entwickelt werden. Dabei wurde der Fokus auf Drei-Zimmer-Wohnungen gelegt, da dieser Wohnungstyp am häufigsten nachgefragt werde, so ist jedenfalls die Erfahrung der OBG. Es stehen aber auch Ein-, Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung. Als eine Besonderheit hob Döring die Wohnungen für Alleinerziehende hervor.

Christoph Reichl ist überzeugt, mit diesem Wohnmodell neue Maßstäbe hinsichtlich Qualität und Mietpreis zu setzen. Teils liegt der Mietpreis kalt bei netto 4,50 Euro, was wohl kaum noch im Stadtgebiet in dieser zentralen Lage erreichbar ist. Das Angebot richtet sich sowohl an ältere Menschen als auch an junge Familien mit Kindern.

Auch Tiefgarage ist vorhanden

Die Wohnanlage beinhaltet eine Tiefgarage, eine moderne Heizzentrale mit Holz-Pellet-Kessel und eine gut gedämmte Gebäudehülle nach dem Stand eines KFW-Effizienz-Hauses-70, was zu niedrigen Heizkosten wie auch CO2- Einsparung beiträgt. Für Elektromobilität ist die Montage von Elektroladestationen vorgesehen. Beide Pultdächer der Wohnhäuser werden statisch für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage dimensioniert.

„Wir sind überzeugt, dass hier moderner Wohnraum entsteht, der allen Anforderungen an ein zukunftsfähiges, attraktives Wohnen gerecht wird", meint Döring. Bürgermeisterin Angela Hofmann freute sich, dass sich der Einsatz vom Grundstückserwerb durch die Stadt, bis zum Weiterverkauf an die OBG sowie die Unterstützung beim Genehmigungsverfahren gelohnt haben. Folglich wurde auch der Terminplan realistisch aufgestellt und konnte seit Dezember 2020 genau eingehalten werden. Die Rathauschefin äußerte sich zuversichtlich, dass die Preise wie auch die Bezugsfertigkeit gegen Ende 2024 gehalten werden können.

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