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Dünger aus Kronachs Kirchen
Ranger reinigen Dachböden von Fledermauskot
Beim Säubern des Dachbodens in der Christuskirche Kronach.
Beim Säubern des Dachbodens in der Christuskirche Kronach. // Naturpark Frankenwald
Signet des Fränkischen Tags von Heike Schülein
Kronach – Der Kot der Fledermäuse wird als wertvoller Dünger genutzt. Ranger und Helfer haben ihn in Kronach eingesammelt. Es gibt einen guten Grund, warum das genau jetzt passiert.
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Die Ranger des Naturparks Frankenwald haben gemeinsam mit dem Bund Naturschutz Kronach und tüchtigen freiwilligen Helfern die Dachböden der Kronacher Kirchen Oblatenkloster und Christuskirche von Hinterlassenschaften der dort im Sommer ansässigen Fledermäuse gereinigt. In beiden Kirchen residieren im Sommer um die 400 Mausohren und bringen dort ihre Jungen zur Welt.

Tüchtige Helferinnen und Helfer der Säuberungsaktion.
Tüchtige Helferinnen und Helfer der Säuberungsaktion. // Naturpark Frankenwald

Logisch, dass da jede Menge Kot anfällt, der wieder vom Dachboden entfernt werden muss. Dies klappt im Winter besonders gut, da sich die Fledermäuse in ihren Winterquartieren, also in Stollen oder Felsenkellern, befinden und somit nicht gestört werden.

Kronacher Helfer bereiten Wochenstube für Fledermäuse vor

Nach einer herzlichen Begrüßung berichtete Naturpark-Ranger Jan van der Sant einige Fakten rund um die Fledermäuse. Christine Neubauer vom Bund Naturschutz, Kreisgruppe Kronach, berichtete über die Fledermausprojekte im Landkreis Kronach.

Christine Neubauer (zweite von links) von der BN-Kreisgruppe Kronach berichtete über die Fledermausprojekte im Landkreis Kronach.
Christine Neubauer (zweite von links) von der BN-Kreisgruppe Kronach berichtete über die Fledermausprojekte im Landkreis Kronach. // Naturpark Frankenwald

Anschließend nahm jeder Schaufel und Besen in die Hand und machte sich an die Arbeit, die Wochenstube für den kommenden Sommer vorzubereiten. Der Fledermauskot ist ein wertvoller Dünger mit hohem Stickstoffgehalt und eignet sich besonders für Großzehrer wie Tomaten oder Gurken.

Dünger kann in Steinwiesen oder Blechschmidtenhammer abgeholt werden

Nachdem die Ranger ihn mit einem Erddämpfer sterilisiert und getrocknet haben, kann man den Dünger am Naturpark-Infozentrum in Steinwiesen und in Blechschmidtenhammer gegen eine Spende mitnehmen. Die Freiwilligenaktion endete mit einem gemütlichen Beisammensein, und man war sich einig: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“ 

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