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Neubau geplant
Kosten: Minimum 75 Millionen Euro
Die Lorenz-Kaim-Schule, das berufliche Schulzentrum in Kronach, steht mit Abriss und Neubau vor großen Herausforderungen.
Die Lorenz-Kaim-Schule, das berufliche Schulzentrum in Kronach, steht mit Abriss und Neubau vor großen Herausforderungen. // Karl-Heinz Hofmann
Signet des Fränkischen Tags von Karl-Heinz Hofmann
Kronach – Die Investitionen in das berufliche Schulzentrum stellen den Landkreis Kronach vor eine gewaltige Herausforderung.

Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport des Landkreises Kronach gibt in seiner Sitzung im Landratsamt Kronach grünes Licht für den Haushalt 2025 und empfiehlt die Zustimmung im Kreistag.

Neben dem Haushalt stand eingangs der Sitzung ein längerer Sachstandsbericht über schulische Baumaßnahmen, wie Berufsschule, Maximilian-von-Welsch-Realschule I und Sporthallen am Schulzentrum im Blickpunkt. Landrat Klaus Löffler betonte die enormen Vorbereitungen, die besonders intensiv und zeitaufwendig für die Neuausrichtung der Berufsschule für alle Beteiligten waren, im besonderen Maße für die Verwaltung.

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Seit Jahren laufen intensive Gespräche und Planungen und Rücksprachen mit der Regierung von Oberfranken. Diese bestätigte im Juli 2023 das Raumprogramm mit einer Hauptnutzfläche von 6865 Quadratmetern, was die Grundlagen für die weiteren Planungen bildete. Vor Erteilung der schulaufsichtlichen Genehmigung, forderte die Regierung von Oberfranken eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, ob ein Ersatzneubau, oder Teilabbruch mit Erweiterungsbauten oder Generalsanierung die wirtschaftlichste Variante wäre.

Neubau ist die wirtschaftlichste Variante

Letztlich ergab eine Machbarkeitsstudie: Der Neubau ist die wirtschaftlichste Variante und kostet rund 75 Millionen Euro. Eine Generalsanierung wurde auf circa 82 Millionen Euro geschätzt. Im Januar 2024 stellte die Regierung eine Förderung für einen Neubau in Aussicht. Parallel werden Interimsräumlichkeiten geplant. Etwa wird die Mittelschule Kronach ihre Unterrichtsräume in der ehemaligen Lowe-Verwaltung haben. In den Sommerferien 2026 soll der Umzug erfolgen, danach der Abbruch und Neubaubeginn im Jahre 2027 sein, voraussichtliche Bauzeit drei bis vier Jahre.

Zugleich laufen auch die Planungen für die Baumaßnahmen der RS I: Etwa 16 Millionen Euro Kosten entstehen für die Sporthallen am Schulzentrum für den Sachaufwandsträger Zweckverband Schulzentrum. Die Sanierung der Hallen kostet circa 5,4 Millionen Euro und der Neubau einer weiteren Halle sowie Generalsanierung der 2/3-fach-Hallen circa 14,1 Millionen Euro.

Der Landrat betonte, man müsse bei aller Notwendigkeit auch auf Wünschenswertes verzichten. Eine Änderung gab es für die Richtlinien der Kreiszuschüsse im sportlichen Bereich. Auf Anregung der Kreisrätinnen Petra Zenkel-Schirmer und Petra Wich-Knoten (beide FL), sollten zukünftig Veranstaltungen für Jugendliche mit Behinderung mit einem Zuschuss bedacht werden. Die Richtlinien des Landkreises wurden entsprechend ergänzt.

Engagement für Schüler untermauert

Vereinen, welche Wettkämpfe als Veranstaltungen für Jugendliche mit Behinderung anbieten und für das Deutsche Sportabzeichen für Behinderte trainieren, kann ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der ungedeckten Kosten, höchstens 500 Euro gewährt werden. Für insgesamt 3329 Schüler ergeben sich Ausgaben im Verwaltungshaushalt von rund vier Millionen Euro. Das sind 1205 Euro, womit der Aufwand seit 2020 um circa 51 Prozent pro Schüler gestiegen ist und das bei einem Schülerrückgang von 376 Schülern seit 2020. Das untermauert das nachhaltige Engagement des Landkreises, betont der Landrat.

Der Zuschussbedarf des Landkreises beträgt rund 6,6 Millionen Euro. Der Zuschussbedarf für die in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises stehenden Schulen erhöht sich auf 3,33 Millionen Euro (389.000 Euro mehr als im Vorjahr). Für jede einzelne Schule: RS I 652.000 Euro, RS II 551.000 Euro, Kaspar-Zeuß-Gymnasium 731.000 Euro, Frankenwaldgymnasium 627.000 Euro und Berufliche Schulen 772.000 Euro. Zuschuss im Kulturbereich: 1,487 Millionen Euro und im Sportbereich: 11.000 Euro für Sportförderung an Sportverbände sowie circa 6000 Euro für Veranstaltungen und Sportlerehrungen.

Die Kosten der nicht schulischen Nutzungen der Sportanlagen am Schulzentrum werden zu 100 Prozent vom Landkreis getragen, die Umlage des Landkreises beträgt 84.000 Euro. Weiterhin, so erörtert Kämmerer Marc Peter Biedermann, stellt der Landkreis sowohl Turnhallen vom KZG, RS I und Berufsschule einer Vielzahl an Sportvereinen und anderen Nutzergruppen ohne kostendeckende Gebühren zu erheben zur Verfügung.

15 Millionen Euro in vier Jahren

Fazit: Schule und Kultur gehören seit Jahrzehnten zu den Schwerpunkten des Landkreises. Dies ergibt sich auch aus den Investitionsansätzen im Finanzplan von 1,5 Millionen Euro im Jahr 2025, 5,7 Millionen im Jahr 2026, 2027 rund 4,1 Millionen und 2028 circa 4,4 Millionen Euro, insgesamt über 15 Millionen für Schulen in den nächsten vier Jahren.

Die erheblichen Investitionen im derzeit geschätzten Umfang von mindestens 150 Millionen Euro im Bereich kommunalen Hochbaus, können nur vom Landkreis geschultert werden, wenn die Maßnahmen Stück für Stück abgearbeitet werden. Das Gremium stimmte den Einzelplänen Schule, Kultur, Sport im Haushaltsentwurf für 2025 zu, vorbehaltlich der Beschlussfassung des Kreistages Kronach.

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