Finanzierung
Bürgerhaus wird teurer als geplant
Das Bürgerhaus Schneckenlohe wird teurer als angenommen. Die Chancen für eine Förderung stünden schlecht, sagt Erster Bürgermeister Knut Morgenroth.
Das Bürgerhaus Schneckenlohe wird teurer als angenommen. Die Chancen für eine Förderung stünden schlecht, sagt Erster Bürgermeister Knut Morgenroth.
privat
F-Signet von Heike Schülein Fränkischer Tag
Schneckenlohe – Die ursprüngliche Kostenberechnung ist bereits überschritten. Doch das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht.

Die ehemalige Gemeindekanzlei in Schneckenlohe erfährt einen Umbau sowie eine Modernisierung für alle Generationen. Die ursprüngliche Kostenberechnung vom Juni 2020 lag bei 1.079.277, 64 Euro.

Nach dem aktuellen Kostenvoranschlag vom 31.März 2022 würde man bei 1.233.609,75 Euro landen, was einer Kostensteigerung von 154.332,11 Euro – sprich 14,3 Prozent – gleichkommen würde. Darin bereits berücksichtigt sind die in der Gemeinderatssitzung vom Montagabend vergebenen Gewerke.

Aufträge sind vergeben

Der Auftrag für die Tischlerarbeiten Sanitärtrennwände erging dabei an die Fa. Kemmlit Bauelemente, Dußlingen (3643,19 Euro), für die Metallbauarbeiten an die Fa. Ernst Kern, Großheirath (92.479,60 Euro).

Bereits vergeben wurden die Fliesenlegerarbeiten an die Fa. Prinz & Stapf, Theres-Obertheres (27.180,20 Euro). Insgesamt wurden bereits, inklusive dieser Vergaben, Aufträge in Höhe von 527.064,55 Euro erteilt – knapp die Hälfte der ursprünglichen Kostenberechnung aus dem Jahr 2020 (1.079.277,64 Euro).

Gibt es Förderungen?

Nach dieser Berechnung stünden somit aktuell noch 552.213,09 Euro an Mitteln zur Verfügung. „Das ist sicherlich noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Kostenberechnung aus dem Jahr 2020 wird nach der Fertigstellung absolut überholt sein“, gab sich Erster Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD) realistisch.

In der Gemeinderatssitzung am 16. Mai sollen weitere Vergaben erfolgen. Eine etwaige Förderung der Mehrkosten im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern ist noch nicht geklärt. Man werde – so Morgenroth – nach Abschluss der Maßnahme das Gespräch suchen. Große Hoffnung habe der Bürgermeister aber nicht: „Uns geht es als Gemeinde zu gut. Wir haben zu wenige Schulden“, verdeutlichte er in der Sitzung.

Zweiter Bürgermeister Andreas Kristek (CSU) prangerte in diesem Zusammenhang an, dass es seit rund acht Wochen im Mehrzweckraum nicht weitergehe, obwohl die Rigipsplatten bereits geliefert worden seien. Laut dem Bürgermeister handele es sich bei dem beauftragten Unternehmen um einen kleinen Betrieb, der aufgrund von Krankheitsausfällen eine andere Firma als Subunternehmen mit den Decken beauftragt habe. „Die Stagnation gefällt mir auch nicht. Wir wollen fertig werden“, betonte Morgenroth.

Zusammengefasst: Das Wichtigste aus dem Bauausschuss

Leichenhalle Für den Türeneinbau in die Leichenhalle am Friedhof Schneckenlohe einigte man sich auf die Kunststoffvariante. Die Gemeinde wird noch einmal Angebote in dieser Ausführung einholen. Der günstigste Anbieter erhält den Zuschlag.

Genehmigung Nachträglich genehmigt wurde die vom Bürgermeister in Auftrag gegebenen Unterhaltungsarbeiten am Schleichersgraben durch die Fa. Poek Baggerdienstleistungen, in Höhe von 5022,39 Euro.

Bauplatz Grünes Licht gab es für den Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage im Steinweg 7 durch Christina und Sebastian Ritzel. Es handelt sich dabei um den vorletzten Bauplatz im Baugebiet „Hohe Straße“.

Straßenlaterne In einem Schreiben bitten die drei Anlieger-Familien der Straße Neubrand 34, 36 und 38 um die Aufstellung einer weiteren Straßenlaterne in diesem Bereich. Eine herkömmliche Bauart würde 12.000 Euro kosten. Da es sich um eine Privatstraße handelt, wäre dies eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Dennoch würde sich diese zur Übernahme eines Teils der Kosten bereiterklären, sofern sich die Anwohner mit einem Eigenbetrag beteiligen. Unterhalt und Strom würde die Gemeinde ganz tragen. Der Bürgermeister wird den Anwohnern den Sachverhalt darlegen. 

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