Bei einer abendlichen Schwerpunktkontrolle hat die Polizei in Unterfranken mehrere Verstöße im Zusammenhang mit Glücksspiel festgestellt. In einem Fall leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels ein.
Am Donnerstagabend kontrollierten mehrere Streifen Gaststätten und Spielhallen in Bad Kissingen und Münnerstadt. Im Mittelpunkt standen sogenannte Fun-Game-Automaten, bei denen der Verdacht besteht, dass sie für illegales Glücksspiel genutzt werden, wie die Polizei mitteilt.
Mehrere illegale Geräte entdeckt
In einem Lokal in der Münnerstädter Innenstadt entdeckten die Beamten gleich zwei dieser Geräte. Nach Angaben der Polizei verfügen die Automaten über kein Einzahlungslimit und sind nicht von den zuständigen Behörden geprüft. Außerdem stand in der Gaststätte ein Wettterminal, das nicht in Verbindung mit Geldspielautomaten betrieben werden darf.
Gegen den Betreiber wird nun wegen des Verdachts der unerlaubten Veranstaltung eines Glücksspiels ermittelt. Zusätzlich wirft die Polizei ihm weitere Verstöße, unter anderem gegen die Gewerbeordnung, vor. Die illegalen Geräte wurden vor Ort sichergestellt.
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Spieler an mehreren Automaten zeitgleich
Auch in Bad Kissingen nahm die Polizei mehrere Betriebe unter die Lupe. Dabei fielen den Kontrolleuren unter anderem Spieler auf, die gleichzeitig an mehr als einem Glücksspielautomaten spielten, obwohl das nicht erlaubt ist. Zudem stellten die Beamten bei einigen Automaten abgelaufene Prüfungszeiträume fest.
Für die festgestellten Regelverstöße leiteten die zuständigen Dienststellen mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Verantwortliche ein. Die Ermittlungen zu den einzelnen Fällen dauern an.
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Polizei spricht von bundesweitem Trend
Nach Einschätzung der Polizei spiegelt der Einsatz einen bundesweiten Trend wider: Illegales Glücksspiel nehme auch in Bayern und Unterfranken zu. Daher wollen die Behörden Schwerpunktkontrollen in diesem Bereich weiter ausbauen. Künftig sollen speziell geschulte Beamtinnen und Beamte noch gezielter in Zusammenarbeit mit den Dienststellen vor Ort nach Verstößen suchen.











