Eine Macht für die Sicherheit Münnerstadts ist sie schon. Die Freiwillige Feuerwehr Münnerstadt steht für Prävention, Schutz und Schadensbegrenzung für die Bürgerinnen und Bürger in der Kernstadt, genauso wie in den Ortsteilen. Dies – im Wort oder dem Sinn nach – war ein Hauptthema bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Münnerstadt, der seit einiger Zeit die Löschgruppe in Althausen beigeordnet ist.
Es war diesmal wieder ein Termin mit Neuwahlen des Vorstandes. Das umfangreiche Berichtswesen gehört dazu und natürlich kommen die Ehrungen sowie die Neuaufnahmen hinzu. Ja, die Frauen und Männer der Feuerwehr stehen für aktives Helfen ein, bei allen, die in Not sind. Und genauso gehört es zum Selbstverständnis dazu, der Kameradin oder dem Kameraden beizustehen, wenn es gefährlich wird.
„Nur“ zwölf Brände
Kommandant Robert Müller zeigte in seinem Bericht eindrucksvoll und bildhaft die Geschehnisse des letzten Jahres auf. 108 Einsätze waren es, „nur“ zwölf Brände sind dabei. Sehr viel musste auf der Autobahn A 71 gerettet, geborgen oder „nur“ unterstützt werden. Als Zuhörer weiß man, dass diese Hilfeleistung unbezahlbar ist.
Der Kommandant wies in seinem Bericht eher bescheiden auf die unzähligen Übungsstunden während des Jahres hin. Und es ist nicht nur diese wöchentliche Routine, die oft genug unterbrochen wird durch wirkliche Einsätze, es ist das Herzblut, das einem Menschen, welcher die Feuerwehruniform anzieht, zu viel, viel mehr veranlasst.
Gebrauchte Fahrzeuge werden angeschafft
Gerade in Münnerstadt, wo nur ganz selten nagelneue Fahrzeuge in Dienst gestellt werden, sind Feuerwehrmitglieder immer wieder ehrenamtlich mit der Aktualisierung gebraucht beschaffter Fahrzeuge beschäftigt. Zuletzt war es ein von der Bundeswehr ausgemusterter Unimog, dem nach Dienstvorschrift das Feuerwehrrot verpasst werden musste und der jetzt als Löschfahrzeug, als eine Art Wasserwerfer in meist unwegsamem Gelände eingesetzt werden kann.
Oft ist es auch nötig, die technische Ausrüstung auf den neuesten Stand zu bringen, was auch dank eines aufgeschlossenen Stadtrats und eines im Katastrophenschutz versierten Bürgermeisters Michael Kastl immer wieder finanziert wird.
Viel los bei der Jugendfeuerwehr
Die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft gut. Michael Kastl ist sich bewusst, was die über 90 Aktiven für die Stadt leisten, das machte er in seinem Bericht und auch an anderer Stelle in der Versammlung deutlich. Für den Bürgermeister ist die Verlässlichkeit dieser „Mitbürger in Uniform“ ein großes Pfand. Und der Dank an die Männer und Frauen von zwölf Jahren bis zum aktiven Dienstalter von 40 Jahren ist immer vom Ernst einer gewaltigen Verantwortung geprägt, welches die Feuerwehr täglich einbringt.
Die Jugendarbeit ist seit Jahren ein großer Aktivposten der Münnerstädter Wehr. Das drückte auch der Bericht des Jugendwarts Sascha Engel aus. Übers Jahr „ist immer was los“. Aktive Kinder und Jugendliche lieben das, ob das einfache Spaß- und Spielprogramme sind oder ernsthafte Herausforderungen wie der Jugendfeuerwehrtag, gemeinsam mit den Feuerwehr-Kids aus Nüdlingen und Haard.
Was Jugendwarte vermitteln
Es geht auch immer um Grenzerfahrungen, die den künftigen Feuerwehrleuten behutsam von den Jugendwarten vermittelt werden.
Hanna Zimmermann und Tim Bruckmüller sind neu in die Feuerwehrgemeinschaft aufgenommen worden. Die aktive Wehr kann auf fünf neue Kräfte zählen, die zum Teil von anderen Wehren zu den Münnerstädtern gewechselt sind.
Rückblick vom Vorsitzenden Benjamin Schulz
Neu gewählt wurde auch der Vorstand des Feuerwehrvereins. Sechs Jahre hatte Benjamin Schulz als Vorsitzender zusammen mit Stellvertreter Thomas Fronig die Fäden in der Hand, sehr zur sichtbaren Zufriedenheit der 53 anwesenden Mitglieder. Er konnte mit Michael Kastl (CSU) und Andreas Trägner (FW) zwei Bürgermeister und mit Torsten Harnus und Michaela Wedemann zwei Stadträte begrüßen. In seinem Bericht für 2023 zählte er zahlreiche Vereinseinsätze bei sehr unterschiedlichen Veranstaltungen auf.
Gefühlt wurden die Feuerwehrleute, ob Jugend oder Altgediente jede Woche mal gebraucht, sei es das Christbaumsammeln, die Beteiligung bei den GTI-Treffen, bei kirchlichen Veranstaltungen oder Schützenveranstaltungen. Der Jahreskalender war gut gefüllt, und wie es aussieht, wird das so bleiben.
Neuer Vorstand
Bereits als Jugendliche kamen sie zur Feuerwehr: Daniel Röhlinger als neuer Vorsitzender und Katharina Wolf als Stellvertreterin, die jetzt für die nächsten sechs Jahre Verantwortung übernehmen. Kassenverwalter bleibt Sebastian Weidinger und Schriftführer Rüdiger Knötgen.
Machbarkeitsstudie läuft
Nachgehakt haben die Feuerwehrler bei den Aussagen von Bürgermeister Michael Kastl zum Stand des neuen Feuerwehrhauses. Es ist definitiv so, dass die Stadt das große Vorhaben in der Lache nicht mehr weiterverfolgt. Durch den Ankauf des ehemaligen Wäschereianwesens an der Zehntscheune wird gerade durch eine Machbarkeitsstudie die Erstellung von vier neuen Stellplätzen geprüft. Der Bürgermeister hofft auf zeitnahe Ergebnisse, um dann eine Planung veranlassen zu können. Einen Plan B gibt es nicht, meinte das Stadtoberhaupt auf Nachfrage. Alle Hoffnung liegt in der Lösung an der Zehntscheune. Die Feuerwehr muss optimistisch bleiben.











