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Impulse für Entwickler
Blaulichtorganisationen geben Erfahrungen aus Praxis weiter
Münnerstadt
Am Jugendzeltplatz in Münnerstadt fand das neunte Fachdienstlager der Bereitschaften im Kreisverband Bad Kissingen und der Bereitschaft Münnerstadt statt. Gespräche und Austausch standen im Vordergrund. // Hanns Friedrich
Münnerstadt
Quads werden vor allem auch bei Großveranstaltungen im Rettungsdienst benötigt. // Hanns Friedrich
Münnerstadt
Unser Bild gewährt einen Blick in den Bereich der Schnelleinsatzgruppen-Information und -Kommunikation mit der entsprechenden Technik. // Hanns Friedrich
Münnerstadt
BRK-Präsident Hans-Michael Weisky sowie BRK Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard bekamen Informationen über das Versenden von geheimeingestuften Dokumenten; mit im Bild Michael Mast und Thomas Kling. // Hanns Friedrich
Münnerstadt
BRK-Präsident Hans-Michael Weisky sowie BRK Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard bekamen Informationen über das Versenden von geheimeingestuften Dokumenten; mit im Bild Michael Mast und Thomas Kling. // Hanns Friedrich
Münnerstadt – Beim Fachdienstlager des BRK in Münnerstadt stehen Neuheiten für den Einsatz der Blaulichtorganisationen im Mittelpunkt. Wie die Kräfte ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen.

Die Landesfachdienstlager Information und Kommunikation der Bereitschaften Bayerns, das Bezirksfachdienstlager Technik und Sicherheit sowie das Kreisfachdienstlager Bad Kissingen sind seit neun Jahren ganz besondere Fortbildungsveranstaltungen. Die Aussteller nehmen oft lange Wege auf sich, um dabei zu sein. „Hier zeigen wir vor Ort nicht nur unsere neuesten Geräte für den Bereich der Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben, kurz BOS, sondern kommen vor allem mit den Nutzern ins Gespräch,“ sagen Aussteller. Das sei wichtig, um bei der Entwicklung neuer Produkte die Meinung der Hilfsorganisationen zu erfahren, die in der Praxis entstanden sind.

Oft sei es dabei schon zu Verbesserungen gekommen, „auf die wir bei unserer Entwicklung nicht geachtet haben“. Hinzu kommt das gegenseitige Kennenlernen, sagt der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Hans-Michael Weisky. Es gebe die Möglichkeit, mit den Herstellen zu sprechen, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen. Zudem lerne man bei solch einem Fachdienstlager die neuesten Techniken und Geräte kennen. Dass so viele Firmen nach Münnerstadt kommen, zeige deren Interesse an solch einem Gedankenaustausch mit den Rettungskräften. Genau das sagen die Aussteller, die solch eine Fachdienstlager einem Besuch auf einer Fachmesse vorziehen. „Dort zeigen wir unsere neuesten Produkte und werben dafür, hier bekommen wir in den Gesprächen ein Feedback und erfahren, was gut oder auch was verbesserungswürdig ist.“

Workshops mit Mehrwert

Eine weitere Besonderheit ist die echte Hilfe bei Geräten, sagt Michael Mast, Abteilungsleiter der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried. „Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung mit solch perfekten Angeboten für die Blaulichtinstitutionen.“ Diese reichten von der Kommunikation über die Technik bis hin zu den verschiedenen Neuerungen. Interessant waren wieder die Workshops, die ein Mehrwert der Veranstaltung sind. Konkret zum Beispiel das System „Zeltaufbau“, das beim Fachdienstlager vorgestellt wurde oder auch die neuesten Übertragungsmöglichkeiten für geheime Unterlagen.

Da merke man den Fortschritt in der Technik der vergangenen neun Jahren, sagt Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard. Er erinnert an die Anfangszeit des Fachdienstlagers, als Geräte vorgestellt wurden, die damals entwickelt wurden, und heute Standard in den Rettungsfahrzeugen sind. Auch er nennt das Zusammenspiel zwischen Entwicklern, Ingenieuren und der Praxis. „Deshalb ist solch ein Austausch, bei dem Zeit zum ausführlichen Gespräch bleibt, ganz wichtig mit den Firmen, die die Software produzieren und uns, den Anwendern draußen.“

Lob für lokale Initiative

In diesem Zusammenhang lobt Harald Erhard, die lokale Initiative der BRK-Bereitschaft Münnerstadt-Bad Kissingen, die mittlerweile bayernweit genutzt wird.

Das unterstrich auch Schirmherrin Ilse Aigner in ihrer Videobotschaft Sie legte einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Technik. Das biete das Münnerstädter Fachdienstlager für Rettungskräfte aus ganz Bayern. Auch im Sanitätsbereich zeige sich immer wieder, wie wichtig die Technik und Sicherheit sind. „Das ist ein Miteinander, das unverzichtbar ist.“

Beim Fachdienstlager stand das Thema „Fachsanitäter“ an. Dazu wurde die Ausbildung angeboten. Hingewiesen hat Michael Mast darauf, dass die Austeller nicht mit Verkäufern, sondern mit Technikern und Entwicklungsingenieuren vor Ort sind. „Bei diesem Fachdienstlager unterstützten sie uns und zwar kostenlos“, fügt BRK-Kreisbereitschaftsleiter Burkhard Kühn an. Das Fachdienstlager biete die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Das erfuhr man bei einem Rundgang mit den Ausstellern sowie Entwicklungsingenieuren aus Belgien, Frankreich und Amerika.

Austausch mit Nutzern

Vor Ort waren Unternehmen wie Motorola in Kooperation mit der Telekom, um ihre aktuellen Entwicklungen zu präsentieren. Die wiederum sagen , dass bei solch einem Fachdienstlager viele Informationen von den Nutzern vor Ort für die Weiterentwicklung von Geräten kommen.

Da geht es um Geräte von Alex Frey aus Nüdlingen und den Einbau von Tablets in Rettungswagen oder eine Firma, die Geräte für das Versenden von geheimeingestufte Satellitenkommunikation entwickelte. Etwas, das gerade in der aktuellen politischen Lage, auch mit Blick auf die Sicherheit, immer wichtiger wird, sagt Michael Mast. Da fällt dann auch schon einmal das Wort hybrider Krieg. „Damit könne wir geheim eingestufte Dokumente verschieben, ohne, dass jemand mitlesen kann.“ Er fügt an, dass man immer einen Schritt weiterdenken müsse, weil sich die Anforderungen oftmals schnell verändern.

Das Fachdienstlager in Münnerstadt bot auch Übungen an, wobei man Technik und Sicherheit hautnah erleben konnte. Es gab eine interaktive Rallye mit verschiedenen Stationen und Übungen im Steinbruch, sowie Informationen zum Aufbau eines Leuchtturmes. Hier ging es um Notsituationen, wie zum Beispiel Stromausfall und die dann notwendigen Anlaufstationen für die Bevölkerung.

Das Team hinter dem Termin

Dank galt Bereitschaftsleiterin Michaela Kühn und Kreisbereitschaftsleiter Burkhard Kühn, die mit ihrem Team für die Organisation verantwortlich zeichneten.

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