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Brandschutz
Neues Feuerwehrhaus Mitte Dezember fertig
Architekt Thomas Ruser (links) und Stadtbaumeister Detlef Mohr begutachten die neue Fahrzeughalle.
Architekt Thomas Ruser (links) und Stadtbaumeister Detlef Mohr begutachten die neue Fahrzeughalle. // Ralf Ruppert
Unterhalb des Feuerwehrhauses wurde ein Regenrückhaltebecken angelegt, das auch für Übungen der Gauaschacher Feuerwehr genutzt werden kann.
Unterhalb des Feuerwehrhauses wurde ein Regenrückhaltebecken angelegt, das auch für Übungen der Gauaschacher Feuerwehr genutzt werden kann. // Ralf Ruppert
Im Schulungsraum der Gauaschacher Wehr sind die Handwerker noch aktiv.
Im Schulungsraum der Gauaschacher Wehr sind die Handwerker noch aktiv. // Ralf Ruppert
Gauaschach – Die Stadt Hammelburg baut aktuell drei neue Feuerwehrhäuser. In Gauaschach laufen bereits die letzten Arbeiten. Die Wehr kann sich auf einige Besonderheiten freuen.

Im Sommer gab es immer wieder Verzögerungen beim Bau des neuen Feuerwehrhauses in Gauaschach, jetzt ist sich Architekt Thomas Ruser sicher: „Bis Mitte Dezember sind wir fertig.“

Zumindest das Gebäude: Beim Anlegen der Außenanlage und dem Bau eines Übungsturms bittet er die Feuerwehrler noch um Geduld bis zum Sommer 2024: „Wir bereiten die Parkplätze vor, aber mehr machen wir jetzt erst einmal nicht.“

Stadt investiert insgesamt rund 3,8 Millionen Euro

Rund 3,8 Millionen Euro investiert die Stadt Hammelburg aktuell in den Bau neuer Feuerwehrhäuser: In Obererthal sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen, 1,3 Millionen Euro kostet das dortige Feuerwehrhaus.

Die beiden Feuerwehrhäuser in Gauaschach (Kosten: 1,4 Millionen Euro) und Obereschenbach (1,1 Millionen Euro) sollen ebenfalls noch in diesem Jahr fertig werden. In Gauaschach erwartet Architekt Thomas Ruser zum einen 125.000 Euro Förderung für die beiden Fahrzeug-Stellplätze. Zudem gibt es Zuschüsse für Energieeinsparungen: Alle neuen Feuerwehrhäuser sind nach dem KfW-40-Standard gebaut, alle werden nachhaltig mit Pellets beheizt und haben Photovoltaikanlagen auf dem Dach.

Begrünte Flachdächer

In Gauaschach wurde im Sommer 2022 der Rohbau errichtet, im Oktober montierten die Zimmerleute die Dachstühle: Auf der Fahrzeughalle befindet sich ein Satteldach, die anderen Dachflächen sind begrünt, um Ausgleichsflächen zu schaffen.

Im Gegensatz zu den beiden anderen neuen Feuerwehrhäusern wurden in Gauaschach alle Räume auf einer Ebene angeordnet. Zudem hat es die größte Garage: Auf 120 Quadratmetern ist Platz für zwei Fahrzeuge und Technik.

Erhöhte Anforderungen an Brandschutz

Die Größe der Garage hatte allerdings Auflagen zur Folge: Im gesamten Gebäude mussten feuerhemmende Decken eingebaut werden. „Da hat das Landratsamt nicht mit sich reden lassen“, berichtet Ruser.

Der Boden der Garage wurde eigens in einem aufwendigen Rüttelbett-Verfahren verlegt, um den Abfluss von Flüssigkeiten zu gewährleisten. Laut Stadtbaumeister Detlef Mohr steht allerdings noch der Anschluss der Liegenschaft ans Kanalnetz aus.

Letzte Arbeiten vergeben

In den vergangenen Monaten hat der Stadtrat auch letzte Arbeiten für das Feuerwehrhaus in Gauaschach vergeben: Die Fliesenarbeiten gingen für 64.546 Euro an den „Fliesen-Shop Fink“ in Wartmannsroth, weitere Bodenbeläge kommen vom „Parkett-Forum Schweinfurt“ in Sennfeld für 8023 Euro.

Innentüren und WC-Trennwände baut „Die Holzwerkstatt“ aus Hammelburg für 23.772 Euro ein, bei den Schlosserarbeiten erhielt die Fuchsstädter Firma „Metallbau Pfeuffer“ den Zuschlag für 13.613 Euro.

Zum Teil unter den geplanten Kosten

Die meisten Ausschreibungssummen lagen laut Mohr unterhalb der geschätzten Kosten.

Fast 10.000 Euro mehr als erwartet muss die Stadt Hammelburg dagegen für die Elektroarbeiten ausgeben, die für 137.215 Euro an „Elektro Schraut“ aus Eßleben gingen.

Dagegen werden die Außenanlagen deutlich günstiger: 230.000 Euro waren veranschlagt, die Firma August Ullrich aus Elfershausen bot die Arbeiten für 194.549 Euro an.

Günstige Zeitpunkte für Ausschreibungen

Insgesamt ist Architekt Thomas Ruser mit dem Ergebnis der Ausschreibungen zufrieden. „Wir haben immer günstige Zeiten gewählt“, sagt er, gerade bei den Außenanlagen habe er die Hochpreisphase extra abgewartet. Dank der insgesamt 260.000 Euro an Förderung sei auch der Gesamt-Kostenrahmen weitgehend eingehalten worden.

Probleme habe es eher beim Zeitplan gegeben: „Wegen der ganzen Hysterie im Heizungsbereich ist der Heizungsbauer einfach nicht gekommen“, nennt Ruser als Beispiel. Nachdem im Frühjahr Innenputz und Estrich fertig waren, habe der Bau auch erst bis Juni trockenen müssen. „Das sorgt natürlich immer für Unmut, weil nichts vorangeht“, weiß Ruser.

Übungsturm für alle Wehren

Im Juli sei es dann mit dem Trockenbau, der Heizung und der PV-Anlage weitergegangen. Danach folgten Fliesen, der PVC-Belag im Schulungsraum und Türen. Jetzt sollen die Möbel aufgestellt werden.

Was dann noch fehle, sei ein geplanter Übungsturm als weitere Besonderheit des Gauaschacher Feuerwehrhauses. Stadtbaumeister Detlev Mohr betont jedoch: „Da können natürlich auch alle anderen Wehren aus dem Stadtgebiet dran üben.“

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