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Feuerwehr-Großeinsatz
Zwei Scheunenbrände: Tatverdächtiger ermittelt
Ein Blick in die betroffene Garage in Oberleichtersbach, die nach dem Feuer ziemlich verraucht ist.
Ein Blick in die betroffene Garage in Oberleichtersbach, die nach dem Feuer ziemlich verraucht ist. // Steffen Standke
Oberleichtersbach – In Oberleichtersbach hat es innerhalb von vier Wochen zum zweiten Mal gebrannt. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. Die Polizei hat einen Verdächtigen

Große Aufregung herrschte am frühen Donnerstagnachmittag mitten in Oberleichtersbach. Eine Rauchwolke hing über dem Ort. Viele der um 14 Uhr alarmierten Feuerwehrleute aus der Umgebung dürften gedacht haben: Da war doch schon mal was. In dem Gehöft, zu dem sie wegen „Rauchs aus einer Scheune“ gerufen wurden, hatte es bereits am 18. Juli gebrannt.

Großaufgebot alarmiert

Damals wie am Donnerstag brachten die Wehrler das Feuer, das in einer Garage ausgebrochen war, innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle, wie Kreisbrandmeister Alexander Marx mitteilt. Die als erste am Brandort erschienenen Kameraden der Oberleichtersbacher Feuerwehr betraten ihm zufolge die Garage und löschten in einem „Innenangriff“ den Brand. Unterstützt wurden sie von der Bad Brückenauer Wehr.

In diesem Gehöft in Oberleichtersbach hat es zum zweiten Mal in vier Wochen gebrannt.
In diesem Gehöft in Oberleichtersbach hat es zum zweiten Mal in vier Wochen gebrannt. // Steffen Standke

Darüber hinaus wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Unterleichtersbach, Schönderling, Breitenbach/Mitgenfeld Schondra, Singenrain, Geroda, Riedenberg und sogar Wartmannsroth alarmiert. Dieses Großaufgebot wurde laut Marx wegen der speziellen Brandlage aktiviert. Gemeldet worden sei ein Feuer in einer engen Bebauung. Man habe zu dem Zeitpunkt nicht einschätzen können, wie groß die Sache sich wirklich darstellt.

Schlimmeres verhindert

Ein Blick in den Brandort zeigt: Offensichtlich wurde Schlimmeres verhindert. Denn in der direkt an die Garage anschließenden Scheune lagern Feuerholz und Stroh. Hätten die Feuerwehrleute den Brand nicht in der Garage eingedämmt, hätte er wohl übergegriffen.

Dass an derselben Stelle in knapp vier Wochen ein zweites Mal Feuer ausbricht, fanden die Beteiligten vor Ort seltsam. Auf den Tag genau am 10. August vor einem Jahr brannte es übrigens lichterloh in Platz.

Verdacht auf Brandstiftung

Der Verdacht der Brandstiftung stand bereits im Raum. Ein Sachverständiger sollte die Ursache genauer untersuchen.

Die Eigentümerin des Anwesens konnte sich den Ausbruch des Feuers nicht erklären. Die Garage habe lediglich als Unterstellplatz für Sachen der Nachbarn gedient. Diese hätten längst entfernt werden sollen. Aktiv gearbeitet habe in der Garage niemand.


Update 11. August 12.28 Uhr: Sachschaden im fünfstelligen Bereich

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken aktuell berichtet, beläuft sich der Sachschaden  auf schätzungsweise mehrere tausend Euro. Polizeibeamte der Kriminalpolizei Schweinfurt gehen in beiden Fällen inzwischen von einer Brandstiftung aus, ein Tatverdächtiger konnte nun ermittelt werden, heißt es im aktuellen Bericht.

Wie bereits durch die Polizei Bad Brückenau berichtet, entstanden beim ersten Brand in der Scheune rund 5000 Euro Schaden. Das Feuer musste durch zahlreiche Einsatzkräfte umliegender Feuerwehren gelöscht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt vor Ort.

Am Donnerstag kam es diese Woche gegen 14 Uhr zu einem erneuten Brand in der Scheune. Wieder rückten zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren an, die den Brand zügig löschen konnten. Insgesamt entstand bei beiden Bränden ein Gesamtschaden im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Tatverdächtiger festgenommen

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen erhärtete sich ein dringender Tatverdacht gegen einen Mann, der für den Ausbruch des Feuers verantwortlich sein soll. Der Beschuldigte muss sich nun in einem Strafverfahren wegen eines Brandstiftungsdeliktes verantworten. Aufgrund seiner psychischen Verfassung wurde der Tatverdächtige in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht, teilt das Präsidium mit.

 

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