Nach übereinstimmenden Berichten handelte es sich bei dem Mann, der am Donnerstagabend nahe der B 286 verunglückte, um Reiner Wirsching, den früheren Offensivspieler des 1. FC Nürnberg, der im Bad Kissinger Stadtteil Garitz lebte.
Wirsching war gegen 21.45 Uhr auf dem Radweg zwischen Poppenroth und Bad Kissingen unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache stürzte und sich schwerste Kopfverletzungen zuzog. Ein vorbeikommender Verkehrsteilnehmer fand den verletzten Radfahrer und alarmierte sofort den Notruf. Rettungskräfte leisteten vor Ort Erste Hilfe und brachten den 63-Jährigen in eine Klinik, wo er am Samstag seinen Verletzungen erlag.
Der aus Stammheim kommende Reiner Wirsching hatte Ende der 1980er-Jahre den Sprung in die Bundesliga geschafft. Zwischen 1988 und 1991 stand er beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag und erzielte in 72 Bundesligaspielen 14 Tore. Weitere Stationen seiner Fußball-Laufbahn waren der 1. FC Schweinfurt 05 sowie der Würzburger FV 04.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Wirsching in den medizinischen Bereich. Er arbeitete als Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin und führte einen Doktortitel. Der Mediziner lebte im Bad Kissinger Stadtteil Garitz.
Möglicherweise ein Wildtierunfall
Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ordnete zur Klärung der Unfallursache ein unfallanalytisches Gutachten an. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass ein Zusammenstoß mit einem Wildtier den Sturz ausgelöst haben könnte, eine endgültige Bestätigung dafür gibt es jedoch noch nicht. Die Polizeiinspektion Bad Kissingen führt die Ermittlungen, an der Unfallstelle waren zudem die Feuerwehren aus Bad Kissingen und aus dem Stadtteil Garitz im Einsatz.
Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die am Donnerstagabend auf dem Radweg zwischen Poppenroth und Bad Kissingen unterwegs waren oder Beobachtungen zu Wildtieren in dem Bereich gemacht haben, sich zu melden. Die Ermittler hoffen, so die letzten offenen Fragen zur Unfallursache klären zu können.













