Die Freiwillige Feuerwehr Waldfenster feiert am Samstag, 13. Juni 2026, das 25-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr. Im Rahmen des Festes sollen auch die Jugendfeuerwehrspiele wiederbelebt werden, die erstmals im Jahr 2006 von den Waldfensterern initiiert worden waren.
Dass es zur Gründung einer Jugendfeuerwehr im Jahr 2001 kam, war Verdienst des damaligen Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Reinhold Müller. Auch die Waldfensterer hatten in den 1990er Jahren den Rückgang aktiver Feuerwehrmänner zu beklagen. Zwar war das Thema Jugendfeuerwehr häufig diskutiert worden, scheiterte aber an potenziellen Kandidaten für das Amt des Jugendwartes.
Einfach „verdonnert“
Hartnäckig, in positivem Sinn, mit geschickter Wortwahl und Weitblick „verdonnerte“ Müller kurzerhand die drei jungen Feuerwehrler Günter Kessler, Thomas Straub und Norbert Wenzel dazu, „die Sache in die Hand zu nehmen“. „Wir hatten keine Ahnung“, sagt Günter Kessler, aber „gesagt, getan, und wir haben aus dem Stegreif begonnen“.
Und, so Thomas Straub, „wir mussten uns auch erst finden“. Das hat wohl gut geklappt, denn das Trio hat sich rückblickend gut ergänzt. So war Straub für die Terminierung, Wenzel für die Abläufe und Kessler für die praktische Ausbildung federführend gewesen.
Im März 2001 luden die frisch gebackenen Jugendwarte alle Jungs im Alter von 14 bis 16 Jahren zu einer Infoveranstaltung ein und stellten ihr ausgearbeitetes Konzept vor. Spontan erklärten sich 15 Jungs bereit, in die Jugendfeuerwehr einzutreten. Der Gründung stand also nichts mehr im Weg.
Bereits ein Jahr später folgten zehn weitere Eintritte, darunter erstmals sieben Mädchen. Dann „ging es rapide aufwärts“, weiß Straub. Die Spitze waren sage und schreibe 44 Kinder, die für den Feuerwehrdienst ausgebildet wurden. Nach 2010 war das Interesse rückläufig, nicht zuletzt aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge und vieler sonstiger Freizeitangebote für Kinder.
Das ist das Team
Aktuell sind drei Mädchen und acht Buben bei der Jugendfeuerwehr unter den Jugendwarten Nico Schlereth (Schriftführer) und Fabian Albert (Stellvertretender Kommandant).
Genau 150 Jugendliche sind seit Bestehen in die Jugendfeuerwehr eingetreten, sagt Straub. 43 von ihnen leisten heute noch aktiven Feuerwehrdienst. Wie Stellvertretender Kommandant Fabian Albert anmerkt, muss die Ausbildung sehr gut gewesen sein. Denn drei Jungen sind sogar Berufsfeuerwehrmann geworden.
Dass es „die richtige Mischung macht“, damit hat Straub wohl recht. Denn neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung – laut Kessler übungstechnisch interessant gestaltet, soweit möglich – hatten die Jugendlichen auch viel Spaß bei den angebotenen Freizeitaktivitäten wie beispielsweise ein Zeltlager oder beim großen Ausflug zur Feuerwache 9 in München und zur Allianz Arena nach dem fünfjährigen Bestehen.
Nur ein einziger Unfall
Nie war eine angesetzte Übung ausgefallen und nur ein einziger Unfall ereignete sich in all den Jahren. Es traf Betreuer Kessler, der ein Standrohr ins Gesicht bekam. „Da war die Nase hin“, lautet sein lakonischer Kommentar.
Zusammenfassend sagen Straub und Kessler (Wenzel war verhindert), „dafür, dass es Neuland für uns war, haben wir es ganz gut hingebracht“.









