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Viele Notfälle
Belastung im Rettungsdienst ist hoch
Der Rettungsdienst im Landkreis Rhön-Grabfeld hatte im Jahr 2022 insgesamt mehr als 7200 Notfalleinsätze.
Der Rettungsdienst im Landkreis Rhön-Grabfeld hatte im Jahr 2022 insgesamt mehr als 7200 Notfalleinsätze. // Hanns Friedrich
Bad Neustadt an der Saale – Überall ist der Rettungsdienst stark belastet. Wie sieht die Situation im Landkreis Rhön-Grabfeld aus?

Der Rettungsdienst im Landkreis Rhön-Grabfeld ist bislang noch nicht gefährdet. Das teilt der Kreisverband des Roten Kreuzes (BRK) bei der Jahreshauptversammlung mit. Allerdings sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister, dass man oftmals an die Grenzen der Belastbarkeit komme.

Ehrenamtliche sind wichtige Stütze

Heiko Stäblein, Leiter Rettungsdienst beim BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld nannte als ein wichtiges Standbein die Ehrenamtlichen, die eine enorme Entlastung der Hauptamtlichen bedeuten. Erfreulich: Im Kreisverband Rhön-Grabfeld werden durchschnittlich bis zu 15 Rettungssanitäterinnen und Sanitäter ausgebildet. Über den Bundesfreiwilligen Dienst könnten junge Menschen für den Rettungsdienst und das Komplexe Hilfeleistungssystem erreicht werden, so Stäblein.

Viele Infektionstransporte

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) in Schweinfurt, spricht von einer sehr hohen derzeitigen Belastung im gesamten Rettungsdienstbereich Unterfranken. Es gebe sowohl in den Krankenhäusern als auch in den Pflegeeinrichtungen hohe Krankenstände der Mitarbeiter. Was deutlich zugenommen habe, seien die Krankentransporte im Rettungsdienstbereich des ZRF Schweinfurt. Bei diesen Krankentransporten komme es zu vermehrten Wartezeiten. Als Grund nannte Marina Höhn vom Rettungszweckverband die Zahl gestiegener Infektionstransporte, weil nach einem Einsatz Desinfektionen von Fahrzeug, Geräten und Personal durchgeführt werden müssen. Dass Patienten oftmals vor allem in den Nacht- und Morgenstunden den Rettungsdienst rufen, obwohl die Schmerzen bereits ein bis zwei Tage zurückliegen, „kommt immer wieder vor und gehört schlichtweg zum Alltagsgeschäft“, so Marina Höhn.

Schwergewichtige nehmen zu

Fragt man Rettungsdienstmitarbeiter nach weiteren Belastungen, nennen sie auch die Zunahme von schwergewichtigen Patientinnen und Patienten. Oftmals werden deshalb Feuerwehrleute als Tragehilfe oder gar die Unterstützung mit der Drehleiter Notfalleinsätze

Zur Zukunft im Rettungsdienst sagt Marina Höhn vom Rettungszweckverband, dass die Herausforderung im Rettungsdienst darin besteht, vor allem im ländlichen Raum die Notfallversorgung ausreichend sicherstellen zu können.

Jonas Wehner stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter: „Es ist Wahnsinn, was ihr geleistet habt, vor allem auch, weil oftmals die Alarmierung schlagartig erfolgte.“

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