Beschäftigte in den Kreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld waren im vergangenen Jahr so lange krankgeschrieben wie seit Jahren nicht mehr. Nach einer aktuellen Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit lag der Krankenstand 2025 bei 5,8 Prozent – und damit etwas höher als 2024.
Im Schnitt fehlten DAK-versicherte Erwerbstätige in der Region an 21 Kalendertagen im Job. Zum Vergleich: In ganz Bayern kamen die Beschäftigten der Krankenkasse im vergangenen Jahr auf rund 17 Krankheitstage pro Kopf.
Vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rücken- und Gelenkprobleme schlugen in Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld zu Buche, wie die Krankenkasse mitteilt. Sie verursachten 2025 insgesamt 472 Fehltage je 100 erwerbstätig Versicherte, nach 418 Tagen im Jahr zuvor.
Auf Rang zwei der Ursachenliste lagen Atemwegserkrankungen mit 385 Fehltagen je 100 Versicherte, im Vorjahr waren es 396 Tage. Psychische Erkrankungen kamen auf Platz drei, sie führten zu 285 Fehltagen je 100 Versicherte nach 308 Tagen im Jahr 2024.
„Der Krankenstand hat sich mit 5,8 Prozent auf einem hohen Niveau eingependelt“, wird Jörg Müller von der DAK-Gesundheit in der Mitteilung zitiert. Deswegen sei es aus seiner Sicht richtig und notwendig, die Ursachen genauer in den Blick zu nehmen.
Ein Krankenstand von 5,8 Prozent bedeutet, dass an jedem Kalendertag im Durchschnitt 58 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben waren. Ausgewertet wurden alle Krankschreibungen der DAK-versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den beiden Landkreisen durch das Berliner IGES-Institut.
Deutlich wird in der Analyse auch der Abstand zum bayerischen Durchschnitt. Während DAK-Versicherte im Freistaat insgesamt im Schnitt 17 Tage im Jahr krank waren, liegen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld mit 21 Tagen darüber.
Die Krankenkasse verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung eines wirksamen betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ein starkes Gesundheitsmanagement im Betrieb könne dazu beitragen, dass Mitarbeitende gesund, motiviert und leistungsfähig bleiben – und sei damit auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, so Müller.
Die DAK-Gesundheit unterstützt nach eigenen Angaben Arbeitgeber dabei, arbeitsbedingte Belastungen zu verringern und ein passgenaues, nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen. Sie gehört zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und engagiert sich seit Jahren besonders im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement.
















