Es gibt eine Zukunft für das Schweinfurter Krankenhaus St. Josef. Wie am Freitag bei einer Mitarbeiterversammlung und in einer Pressemitteilung verkündet wurde, hat sich die Kongregation der Schwestern des Erlösers, Trägerin des Krankenhauses St. Josef in Schweinfurt, gemeinsam mit den Sana Kliniken AG (Sitz Ismaning) auf eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit verständigt.
Ziel der Partnerschaft ist es laut Mitteilung, die langfristige medizinische Versorgung der Region im Rahmen eines Managementvertrags sicherzustellen und das Krankenhaus St. Josef strategisch weiterzuentwickeln.
Einer der führenden Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum
Die Sana Kliniken gehören laut Mitteilung zu den führenden Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Schwester Monika Edinger, Generaloberin der Erlöserschwestern, freut sich laut Presseinfo, einen starken Partner an der Seite zu haben, der die Bedeutung des Josefkrankenhauses für die Region erkennt und aktiv unterstützt. Sie dankt dem Schweinfurter Stadtrat Stefan Labus, der eine Initiative zur Rettung des Krankenhauses gestartet hat und zahlreiche Benefizveranstaltungen initiierte. Die Sana Kliniken AG kann laut Mitteilung nahezu alle Krankenhaus-Dienstleistungen aus einer Hand anbieten. Sie betreibt 46 eigene Krankenhäuser und hat mit 15 Klinikstandorten deutschlandweit Managementverträge, ohne selbst Anteile an diesen Häusern zu halten. Diese Dienstleistung bietet die Sana AG seit Mitte der 1990er Jahre an, schließt die Pressemitteilung.
Berater kommt ins Spiel
Das Krankenhaus mit gut 650 Beschäftigten und 272 Betten war in die Schlagzeilen geraten, weil der Träger, die Erlöserschwestern aus Würzburg, es erst zum Jahresende 2024 schließen wollten, dann aber im September aus Kostengründen von diesem Vorhaben wieder Abstand nahmen. Nachdem weder der Bezirk, noch die Stadt Schweinfurt als Träger einsteigen wollten, kam Francesco De Meo als Berater ins Spiel. Der frühere Krankenhausmanager war seit Oktober 2024 damit beschäftigt, ein neues Konzept für die Klinik zu finden. Auch er brachte noch mal die Idee auf, die Stadt Schweinfurt könnte einsteigen.
Genaue Zukunft noch offen
Im Stadtrat gaben Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) und Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter im Oktober bekannt, dass die Stadt bei ihrer Haltung bleibt und das St.-Josef-Krankenhaus nicht als Träger übernehmen könne. Man werde sich weiter auf die Stärkung des städtischen Leopoldina-Krankenhauses konzentrieren. Noch im Oktober 2024 hatte Geschäftsführer Martin Stapper versichert, bis zum Jahresende könne der Krankenhausbetrieb aufrechterhalten werden. Allerdings sei unklar, wie es ab Januar 2025 weitergehen werde. Das zumindest ist jetzt geklärt. Doch wie genau die Zukunft für das St. Josef aussieht, steht noch nicht fest.









