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Kirchenjubiläum
100 Jahre in starker Gemeinschaft
Kirchenjubiläum Speicherz
Domkapitular Armin Haas und Pfarrer Tadeusz Krawczyk leiteten den Festgottesdienst anlässlich des 100-jährigen Kirchenjubiläums von St. Josef in Speicherz. // Stephanie Elm
Kirchenjubiläum Speicherz
Eigens für das 100-jährige Kirchenbestehen wurde endlich eine Josefstatue für die Kirche St. Josef gefertigt. // Stephanie Elm
Speicherz – In einem kleinen Dorf verbirgt sich eine große Geschichte: 100 Jahre gelebter Glaube in Speicherz.

Mit innigem Dank an die Urväter der Speicherzer Kirche St. Josef wurde das 100-jährige Kirchenjubiläum gefeiert. Domkapitular Armin Haas übermittelte die Grüße und den Segen von Bischof Franz Jung und bezog sich auf dessen Segenswünsche aus dem vergangenen Jahr anlässlich der Grundsteinlegung 100 Jahre zuvor: „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Herzlichen Dank für die Sorge um Gottes Haus in Speicherz und auf die Fürsprache des Heiligen Josef, des Hüters der heiligen Familie, Gottes reichen Segen“.

Der Eifer und der leidenschaftliche Einsatz solle Wegweisung für die Zukunft sein. Bevor die Kirche in Speicherz fertig gestellt war, wurde in den Familienhäusern gebetet. „Die Speicherzer haben gelernt, Gott auch dort ein Haus zu bereiten. Wir sind selber Kirche“, so Haas. Er dankte im Namen von Bischof Franz Jung „allen, die mitbauen und mitgebaut haben“.

Grundsteinlegung 1925

Katharina Ziegler, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, gab einen Rückblick auf die 100-jährige Geschichte des Speicherzer Gotteshauses. Es begann mit einem Wunsch, gefolgt von einer Stiftung als finanziellen Grundstock, wurde vom 1908 gegründeten Kapellenbauverein wieder aufgegriffen, 1925 erfolgte die Grundsteinlegung.

Maßgeblich war die enorme Schaffenskraft der Speicherzer Bürger: „Stein für Stein, Stunde für Stunde, so wurde aus einem Wunsch Wirklichkeit“, so Katharina Ziegler. „Ich denke dankbar an alle, die vor uns waren. Was sie geschaffen haben, steht noch immer“. Zusammen mit den Ministranten zeigte sie den Werdegang der Kirche auch symbolisch auf, die Ministranten verlasen die Fürbitten.

Das ehrenamtliche Einbringen, die Eigenleistung – „das ist das, was diese Kirche trägt“, sagte Erste Bürgermeisterin Katja Habersack. Die besondere Gemeinschaft sei erkennbar, „wenn man zurückblickt und wenn man sie heute spürt“.

Weitere 100 Jahre bestehen

Winfried Möller, der jedes Jahr auf der Wallfahrt von Fulda nach Walldürn in Speicherz die erste Zwischenrast einlegt, sagte: „Die Kirche ist uns seit 100 Jahren ans Herz gewachsen“. Auch schon vor der Errichtung von St. Josef haben die Wallfahrer in Speicherz große Gastfreundschaft erfahren.

Bernhard Kretz von der Kirchenverwaltung äußerte den Wunsch, „dass diese Kirche in 100 Jahren immer noch ein Gotteshaus ist“. Er dankte Armin Haas und Pfarrer Krawczyk für den Heiligen Gottesdienst sowie den beiden Bildhauern Claudia Fink und Roland Ehmig aus Bischofsheim für die Statue des Heiligen Josefs, der endlich in dem vor 100 Jahren ihm gewidmeten Gotteshaus einen Platz findet. Großer Dank ging an Rudolf Klug, der die Feierlichkeiten um das 100-jährige Kirchenjubiläum geplant hatte. Pfarrer Tadeusz Krawczyk freute sich, dass er in Speicherz „eine Gemeinschaft aus lebendigen Steinen erleben durfte“.

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