„Mitmachen heißt dabei sein und gestalten “, dachten sich die 17 Musikantinnen und Musikanten des Musikvereins Langendorf und deren Vorsitzender Eugen Pfeffermann, die gemeinsam die Idee hatten bei der Aktion eine Stunde Kultur des Landkreises der örtlichen Bevölkerung einen musikalischen Ohrenschmaus zu präsentieren. Gekommen waren über 70 Kulturfreunde zum Spielplatz in die Rosenstraße, um bei Blasmusik einen stimmungsvollen Samstagnachmittag zu genießen.
Breitgefächert war das Repertoire, angefangen von Polka, fränkischer Blasmusik, Kinderliedern und traditioneller Böhmischer Blasmusik, das musikalischer Leiter Stefan Roth seinen Instrumentalisten abverlangte. Unter den Musikanten spielten auch generationsübergreifend Mutter und Tochter Konstanze und Valerie Brimer mit, sowie Nachwuchsmusiker in Ausbildung.
Bemerkenswert war die Tatsache, dass just vor 42 Jahren bei der Fertigstellung des Spielplatzes der Musikverein Langendorf hier seinen ersten Auftritt hatte. Dritter Bürgermeister Volker Partsch freute sich über dieses landkreisweite Kulturengagement und lobte die unermüdliche Arbeit von Wendelin Reuter, der das Konzept des Spielplatzes nicht nur entwickelte, sondern bei der Realisierung der Baumaßnahmen einen sehr großen handwerklichen Beitrag leistete.
Teufelsgeigen geschenkt
Besonders gefiel der Musikvereinigung das Geschenk von Georg Bayer, zwei Teufelsgeigen, die auch zum Einsatz kamen. Die Kapelle, die sich in Fränkischer Tracht präsentierte, kann eine lange Tradition nachweisen. Der ehemalige Kreisheimatpfleger Franz Warmuth fand eine Kirchenrechnung von der Kirchenmusik aus dem Jahr 1721, die belegt, dass damals Musik in Langendorf schon großgeschrieben wurde.
Mit dieser Stunde Kultur ernteten die Langendorfer Musikanten nicht nur viel Beifall, sondern setzten auch ein Zeichen für die Bedeutung von Kultur in unserer Gesellschaft, gerade auch im ländlichen Raum.











