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Für guten Zweck
Alphörner können auch Rock
Alphornklänge in Büchold
Fulminante Schlusstöne mit allen Formationen im Schlosshof. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Luigi Parente an der Harfe. // Doris Bauer
Alphornkläge in Büchold
Formation „Die aus dem Eschenbachtal“. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Eröffnungsstück unter der Leitung von Alexander Kneuer. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Blick in den Schlosshof. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Führte bestens gelaunt durch das Konzert: Moderator Notker Wolf. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Elke Schellenberger und Sonja Kneuer stellten die Arbeit des „Malteser Kinderpalliativ Team Unterfranken“ vor. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Formation „Alphornfreunde Sommerberg“, die Initiatoren, mit Tilman Faber, Alexander Kneuer und Martin Heid. // Doris Bauer
Alphornklänge in Büchold
Formation „Alphornbläser Schwarze Berge“. // Doris Bauer
Büchold – Drei Formationen, darunter „Die aus dem Eschenbachtal“, begeisterten das Publikum im Schlosshof in Büchold mit traditionellen und modernen Stücken – eines in Anlehnung an einen Song von Deep Purple.

An einem der bislang heißesten Sommertage des Jahres verwandelte sich der Schlosshof in Büchold einmal mehr in eine stimmungsvolle Konzertkulisse. Der Duft blühender Linden lag in der Luft, der Brunnen plätscherte leise vor sich hin, und als die ersten Alphorntöne erklangen, breitete sich eine ganz besondere Atmosphäre aus. Kraftvoll und zugleich warm erfüllten die Klänge den historischen Innenhof und verschmolzen mit den zarten Tönen der Harfe zu einem außergewöhnlichen Musikerlebnis.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen waren zahlreiche Besucher gekommen. Während zu Beginn die Schattenplätze besonders gefragt waren, sorgten die angenehmeren Abendstunden schließlich für beste Bedingungen unter freiem Himmel.

Gekonnt moderiert von Notker Wolf

Zum Alphornkonzert eingeladen hatte erneut Initiator Alexander Kneuer von den „Alphornfreunden Sommerberg“, der die Veranstaltungsreihe seit Jahren prägt und sich sehr engagiert. Durch das rund zweistündige Programm führte Notker Wolf, der mit fundiertem Wissen, humorvollen Geschichten und interessanten Einblicken das Publikum unterhielt.

Mit den „Alphornbläsern Schwarze Berge“, der Gruppe „Die aus dem Eschenbachtal“ und den „Alphornfreunden Sommerberg“ präsentierten drei Formationen die beeindruckende Vielfalt des Alphornspiels. Das Programm spannte einen weiten Bogen von traditionellen Weisen über volkstümliche Stücke bis hin zu modernen Kompositionen und anspruchsvollen Arrangements. Immer wieder zeigte sich dabei, wie facettenreich und ausdrucksstark das Alphorn eingesetzt werden kann.

Einen fulminanten Auftakt bot das Stück „Das Ritterturnier“. Dabei waren alle drei Formationen gleichermaßen gefordert. Musikalische Motive wurden von einer Gruppe aufgenommen, beantwortet und weitergeführt. So entstand ein lebendiger Klangdialog, der an die Rufe und Antworten eines mittelalterlichen Turniers erinnerte.

Zwischen den Beiträgen der Alphornbläser setzte Luigi Parente an der Harfe feine musikalische Akzente. Mit seinem virtuosen Spiel schuf er ruhige und zugleich eindrucksvolle Momente, die dem Konzert zusätzliche Klangfarben verliehen.

Zwiegespräch mit Harfe

Eine besondere musikalische Begegnung erlebte das Publikum beim Stück „Zwiegespräch“. Luigi Parente an der Harfe und Priska Kolbeck am Alphorn bewiesen eindrucksvoll, wie harmonisch die beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Instrumente miteinander korrespondieren können.

Für einen weiteren, aber augenzwinkernden Höhepunkt sorgte die Paraphrase „Rauch überm See“ aus der Feder von Alexander Kneuer. Spätestens als die markanten Rhythmen und Klangfolgen des Rockklassikers „Smoke on the water“ auf den Alphörnern erklangen, war klar: Alphörner können auch Rock. Mit hörbarer Spielfreude und einer gehörigen Portion Humor trugen die Musiker die bekannte Melodie in ungewohnter Weise vor und ernteten dafür zahlreiche zustimmende Reaktionen aus dem Publikum.

Neben der Musik stand auch in diesem Jahr wieder ein wichtiger sozialer Gedanke im Mittelpunkt der Veranstaltung. Vertreterinnen des Malteser Kinderpalliativ-Teams, Dr. Elke Schellenberger und Sonja Kneuer, stellten ihre Arbeit vor und gewährten den Besuchern Einblicke in die Begleitung von Familien mit schwerstkranken Kindern. Die beim Konzert gesammelten Spenden kommen dieser Arbeit zugute.

Ein besonderer Dank ging außerdem an die Schlossherrin Dr. Susan Schubert, die mit ihrer Gastfreundschaft und dem stimmungsvollen Ambiente des Schlosses den einzigartigen Rahmen für diese Veranstaltung geschaffen hatte.

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