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Faschingstreiben in Rannungen
Die Rannunger Gückerelf brauchen keine KI
Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026
Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026 // Dieter Britz
Rannungen – Die Faschingsmacher des TSV Rannungen zeigen in ihrer ersten Prunksitzung des Jahres, was ein Dorf auf die Beine stellen kann. Ein bunter Abend mit Sketchen, Tänzen und fleißigem Nachwuchs.
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„So gut wie noch nie, auch ohne KI“ wurde vor der ersten Prunksitzung der Gückerelf riesengroß auf die Rückwand der Mehrzweckhalle projiziert. In der Tat, die Faschingsmacher des TSV brauchen für die Gestaltung ihrer bunten Abende keine künstliche Intelligenz.

Auch dieses Jahr bieten sie eine vielfältige und unterhaltsame Mischung aus Sketchen, Büttenreden, Ballett und Gardetänzen mit zum Teil seit Jahrzehnten bewährten Mitwirkenden ebenso wie mit Neulingen.

Nach zwei Jahren im Zelt können sie nun wieder in ihre gewohnte Halle, die gründlich saniert worden war. Die Stühle für die Besucherinnen und Besucher waren gerade einen Tag vorher geliefert worden. Ein erster Test ergab: Sie sind um einiges bequemer als die alten Stühle. Vor allem bei Sitzungen, die knapp 5 Stunden dauern, wie die Prunksitzungen der Gücker. 

Nachwuchstänzer begeistern Publikum

„Die Wirklichkeit schlägt jeden Traum“, jubelte Moderator Frank Kilian, als er sich in der frisch sanierten Halle umblickte, „die Party ist und garantiert – und morgen wird erneut saniert.“

Eine Augenweide waren die Auftritte der einzelnen Garden. Jede Bewegung saß und jeder Einsatz klappte. Die Juniorengarde mit den Trainerinnen Pia Fleckstein, Lena Erhard, Marie Röder und Selina Gotwich begeisterte mit einem Marsch und mit einer Show „Wunschbrunnen“.

Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026
Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026 // Dieter Britz

Gleich 20 junge Damen und Herren der Jugendgarde wirbelten bei der Show „Descendants“ über die Bühne. Trainiert werden sie von Ludmilla Nagel und Felicitas Hußlein.

Die von Chiara Seufert, Lena Kleinhenz und Lorena Niemann trainierte Gückergarde erfreute mit einem klassischen Marsch. Sie entführte die Gäste in einer Show, die von Julia Zehner, Alena Schmitt und Lara Reitelbach einstudiert wurde, auch nach Las Vegas.

Kinder feiern ihr Dorf

Amy und Oliver Leischner begeisterten in ihrer „Talentshow“. Die Neunjährige fragte: „Was ist ein Wissenschaftler auf dem Klo?“ Einfache Antwort: ein Klugscheißer. Sie kann aber auch perfekt Rad schlagen und profilierte sich damit als Talent für eine Garde.

„Ich bin ein Dorfkind und darauf bin ich stolz“, sang die Kindergruppe „Dorfkinder“, die von Tina Gessner und Michelle Hess trainiert wird. Auf dem Dorf ist es schön, denn hier wird Gemeinschaft gelebt, wussten sie.

Kritik an Trumps Weltpolitik

Alfred Erhard als „Bajazz in der Bütt“, Urgestein des Gückerfasching, kam mit einer Regenbogenfahne und forderte, dass sie über der Halle wehen muss. Er wunderte sich sehr darüber, dass der Fasching statt wie geplant einmal sogar zweimal im Zelt stattfinden musste. Er wüsste nur zu gerne, warum es bei dieser Hallensanierung so lange Verzögerungen gab.

Mit einem dreifachen Helau gab er der Halle den Namen „Gückerhalle“. Doch er blickte auch auf die Weltpolitik und knöpfte sich den US-Präsidenten Donald Trump vor: „Ein Haudrauf. Er löst die Weltordnung auf, schamlos, würdelos und hoffnungslos.“ 

Jona, Luca, Bettina und Marco Nöller sind auch schon seit Jahren dabei. Sie nahmen sich in ihrem Sketch ganz aktuell „unsere neue Halle“ vor. Beim Trampeln sollen die Besucher vorsichtig sein und der Musiker soll auch mal etwas Trauriges spielen, damit es leise in der Halle ist. Bettina Nöller fragte aber auch, wie oft das Wort „Liebe“ im Grundgesetz steht. Einmal, in „Kriegshinterbliebene“.

Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026
Faschingsabend der Gückerelf in Rannungen 2026 // Dieter Britz

Bütten, Sketche und viel Musik

Das gab es noch: einen Sketch „Köche in Aktion“ (Kevin Gerschütz, Marvin Kiesel, Simon und Pascal Fries), einen Sketch „unsere neue Halle“ (Jona, Luca, Bettina und Marco Nöller), einen Sketch der Elferräte „Olympia Athen“, die Tanzmariechen Helena Köblitz und Isabella Lange, die Bütt „Ein Jugendlicher“ (Hannes Wehr), den Sketch „Team R. Ballett“ (Richie Fleckstein, Fabian Düring, Ramona Markert), das Männerballett „Gentlemen of Crime“ (Anna-Lena Hoffmann, Sina Döll), die Bütt „Ein Versicherungsfachmann“ (Ludwig Büttner) und schließlich die Hitparade mit Michaela Weigand, Carina Stöhr, Tina Illigen und Gerald Stefan als Sängerinnen und Sänger bendete den Abend.

Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 24. Januar, und 31. Januar in der Mehrzweckhalle. Beginn ist jeweils um 19:11 Uhr.

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