Die Pinkläufer hatten Glück. Richtig Glück. Denn hätte das angekündigte Unwetter Bad Brückenau ein paar Stunden eher heimgesucht – die Charity-Veranstaltung zugunsten der Brustkrebsvorsorge wäre ungemütlich geworden. Doch so war es ein tolles Ereignis bei bestem Laufwetter. Auch für eine besonders junge Teilnehmerin.
Nein, geschlafen hat Hannah Riemey während des 11. Pinklaufs am Tag der Deutschen Einheit nicht. Mit 14 Monaten war sie die jüngste Teilnehmerin, aber die ganze Zeit über wach, wie ihre Eltern Ingo und Nicole Riemey versichern.
Gemütlich im Kinderwagen dabei
Natürlich lief die Kleine die 7,7 Kilometer nicht wirklich mit, verbrachte die Zeit mit ihren Brüdern Jacob und Lukas im von den Eltern geschobenen Kinderwagen, gut versorgt mit Wasser, Äpfeln und Trauben.
Die beiden älteren Geschwister drückten den Schnitt beim altersmäßig bunt-gemischten Pinklauf übrigens auch ein wenig – zählen sie doch erst drei Jahre. Den „Familienausflug“ perfekt machte Opa Christian Riemey.
Älteste Teilnehmerin ging mit 88 Jahren ein Stück mit
Immerhin ein kleines Stück vom Start die Ludwigstraße hinunter lief auch Sieglinde Leiding – mit 88 Jahren die älteste Teilnehmerin – mit, im Schlepptau ihre nur wenig jüngere Kurstift-Mitbewohnerin Karin Baadge. Das Großereignis hatte beide doch in die Kernstadt gelockt.
Mitmachrekord mit 1310 Anmeldungen
Insgesamt hatten 1310 Menschen für den Pinklauf gemeldet, wie Stellvertretender Bürgermeister Heribert Übelacker vor dem Start stolz verkündete. Wieder mal ein Rekord.
Das Warm-up, diesmal mit Anja Patzer, war knackig. Nach dem Startschuss von Landrat Thomas Bold machten sich die Läufer, Walker und Spaziergänger auf den Weg.
Autos stecken im Läuferpulk fest
Der an einer Stelle ungewohnt eng wurde: Zwischen Sinntalhof und Marienkirche mussten die Pinkläufer wegen des gesperrten Landschaftsparks im Staatsbad auf die Ernst-Putz-Straße ausweichen. Die halbseitig abgeteilte Fahrbahn wurde vielen zu eng, so dass sie auf die andere Straßenseite auswichen – zum Ärger einiger Autofahrer, die plötzlich mitten im Läuferpulk steckten.
Schnellster Läufer nach knapp 32 Minuten im Ziel
Mit Ulrich Kriesel war der schnellste Läufer nach 31:45 Minuten im Ziel, gefolgt von Dominik Simon (33:05) und Leander Lang (33:55).
Familie Riemey kam nach eineinhalb Stunden im Siebener-Park an. Damit war Hannah – mit Papas Hilfe – schneller als manch erwachsener Teilnehmer. Und wer weiß, vielleicht läuft sie ja beim 12. Pinklauf im nächsten Jahr ein paar richtige Schritte mit.
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