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Rathaussturm in Bad Brückenau
Da hilft auch kein Paragrafendschungel
Rathaussturm Bad Brückenau
Prinzessin Ivonne I. „die mit dem Glitzer tanzt“ und Prinz Jochen II. „aus dem Reich der badischen Sonne“ warten auf die Herausgabe der Stadtkasse. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Erfreut, aber nicht ausreichend zufrieden zeigen sich Antje Wieczorek und Matthias Grief von der Karnevalsgesellschaft über den Bestechungsversuch des Stadtoberhauptes. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Selbst die Herausgabe der schwarzen Kasse stimmte das Prinzenpaar nicht milde. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
So musste zuletzt doch die Prinzengarde zum Sturm ansetzen. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Schlussendlich konnte das Prinzenpaar zum Marktplatz hinunterblicken. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Der Bürgermeister musste sich einigen Prüfungen stellen. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Der Bürgermeister trug den Paragrafendschungel am eigenen Leib. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Die Brückenauer Karnevalisten stürmten das Rathaus. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Die Brückenauer Karnevalisten stürmten das Rathaus. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Die Brückenauer Karnevalisten stürmten das Rathaus. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Die Brückenauer Karnevalisten stürmten das Rathaus. // Benjamin Wildenauer
Rathaussturm Bad Brückenau
Die Brückenauer Karnevalisten stürmten das Rathaus. // Benjamin Wildenauer
Signet des Fränkischen Tags von Benjamin Wildenauer
Bad Brückenau – Die Brückenauer Karnevalisten und ihre Unterstützer stürmten das Rathaus.

Mit dem verzweifelten Einwand „Ihr kommt außerhalb der regulären Öffnungszeiten“ versuchte Bürgermeister Marberg (SPD) die Narren davon zu überzeugen, heute nicht das Rathaus zu stürmen. Doch wie in jedem Jahr ließ sich die Karnevalsgesellschaft nicht von solch einfachen Gründen abhalten.

Pünktlich um 11.11 Uhr hatte sich der Lindwurm, bestehend aus den Brückenauer Karnevalisten und ihren Unterstützern, den Mitgliedern der „Aschenberger Wolkenkratzer“ aus Fulda, dem Faschingsclub aus Ebenhausen und dem Karnevalsverein Elfershausen an seinem Startpunkt am alten Rathaus in Bewegung gesetzt, um den Marsch auf das Rathaus zu starten.

Angeführt von Prinzessin Ivonne I. „die mit dem Glitzer tanzt“ und ihrem Prinzen Jochen II. „aus dem Reich der badischen Sonne“, marschierte die Karnevalsgesellschaft kurz darauf auf dem Marktplatz auf.

„Aus dem Dschungel in den Dschungel“ – wäre wohl eine passende Beschreibung für das diesjährige Motto der Stadtverwaltung gewesen, die sich in gewohnter Weise nicht lumpen ließ und viel Engagement zeigte, um das Rathaus gegen die Brückenauer Faschingsfreunde zu verteidigen. Hatten die Karnevalisten für die diesjährige Kampagne den Dschungel zum Thema gewählt, so bastelten die Paragrafenreiter aus dem Rathaus kurzerhand den Urwald zum Bürokratie-Dschungel um. So konnte der Bürgermeister so einige Verordnungen aus dem Archiv herauskramen, die eindeutig das Stürmen des Rathauses untersagten.

Doch selbst von der Tatsache, dass die Stürmenden „in Ausstattung und Kleidung nicht die notwendigen Brandschutzvorschriften für einen Sturm auf das Rathaus“ erfüllten, ließ der närrische Haufen sich nicht aufhalten.

Im Handstreich wurde der Weg zum Haupteingang freigekämpft, und schon nach dem Fall der ersten Barriere schwand der Widerstand der Hausherren. Mehr oder minder bereitwillig musste Marberg sich in Ketten – mangels Ketten kam hier jedoch ein Schal zum Einsatz – am Rathausfenster zeigen, während das Prinzenpaar sich zugleich siegreich dem Volk präsentierte.

Dschungelprüfung für Jan Marberg

Vorgeführt vor dem Volke, hatte das Stadtoberhaupt noch eine Chance, sich der endgültigen Verbannung zu entziehen, als Doctor Boc auf den Plan trat und als „Dschungelprüfung“ einige Fragen zur Brückenauer Geschichte stellte. Tat der Bürgermeister sich zwar schwer, den echten Namen von Lola Montez zu nennen, konnte er sich durch das Verspeisen von Spinnenaugen und ähnlichen Köstlichkeiten dennoch durch die Prüfungen hangeln und sich so dem Volke nahe genug zeigen, dass er für die Dauer der Kampagne weiter im Rathaus residieren darf.

Die klamme Stadtkasse, die er den Faschingsfreunden zuvor ausgehändigt hatte, wäre ohnehin kaum einen ernsthaften Krieg wert gewesen.

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