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Starker Einschnitt
Kulturverein Zeitlofs: Auflösung und Neubeginn
Auf diesem 16 Jahre alten Foto fertigen Frauen des Zeitlofser Gartenbauvereins eine Erntekrone. Wenig später übernahm solche und ähnliche Aufgaben der Kulturverein. Jetzt steht auf dieser vor der Auflösung.
Auf diesem 16 Jahre alten Foto fertigen Frauen des Zeitlofser Gartenbauvereins eine Erntekrone. Wenig später übernahm solche und ähnliche Aufgaben der Kulturverein. Jetzt steht auf dieser vor der Auflösung. // Archiv/Pia Richter
Zeitlofs – Der Kulturverein ist bald Geschichte. Altbürgermeister Wilhelm Friedrich hofft, dass es einen Nachfolger gibt. Doch woher Unterstützer nehmen?

Der Kulturverein ist tot; es lebe der Kulturverein. So beschreibt Zeitlofs’ Wilhelm Friedrich die Situation um die Vereinigung, deren Erhalt ihm so am Herzen liegt. Zwar muss der Altbürgermeister die Auflösung zum 31. Dezember 2022 verkünden. Seine Hoffnung auf eine Wiederbelebung bleibt.

Kurzer Rückblick: Im Juli 2006 war der Kulturverein als Zusammenschluss dreier schwächelnder Zeitlofser Vereine aus der Taufe gehoben worden. Doch zuletzt durchlitt er selbst das Schicksal, das dem Obst- und Gartenbau-, dem Fremdenverkehrs- und dem Brauchtumsverein durch seine Gründung erspart geblieben war. Überalterung, Mitgliederschwund und Mangel an Führungskräften zwangen zur Abwicklung.

Auflösung nicht mehr aufzuhalten

Ein Prozess, der sich laut Wilhelm Friedrich nicht mehr aufhalten ließ. Er habe sich mit dem jetzigen Vorstand getroffen, eine Übernahme zum jetzigen Zeitpunkt aber abgelehnt. „Die Auflösung ist zu weit fortgeschritten; wir haben sie laufen lassen. Den Kulturverein in seiner jetzigen Form wird es nicht mehr geben.“

Was Friedrichs Willen zur Wiederbelebung nicht schmälert. Wie schon im November spricht er von „abgespeckter Version“ und einer „kleineren Gruppierung“, die sich der Ortsverschönerung, der Heimatpflege und dem Brauchtum widmen könnte. Und er erneuert sein Angebot, vorne mit dabei zu sein“, notfalls als Vorsitzender. „Wir sind nicht weg, sondern noch da“, ergänzt er.

Gespräch mit dem Bürgermeister

Im neuen Jahr möchte Wilhelm Friedrich mit Matthias Hauke, seinem Nachfolger als Bürgermeister und Vorsitzendem der Dorfgemeinschaft Zeitlofs GbR sprechen, wie es weitergehen kann. Diesem Verbund gehörte neben der Feuerwehr und dem Sportverein Zeitlofs-Rupboden bisher auch der Kulturverein an.

Hilfe anderer Vereine unwahrscheinlich

Matthias Hauke selbst würde sich freuen, wenn der Kulturverein irgendwie erhalten werden kann. Inklusive der Aktivitäten insbesondere in der Dorfverschönerung, die dieser abdeckte. Zuletzt seien diese immer weniger geworden. Dieses Jahr wurde nicht einmal mehr die Brücke am Zeitlofser Schloss mit Blumen verziert.

Allerdings gibt der Bürgermeister zu bedenken, dass auch ein neu- oder wiedergegründeter Verein engagierte Mitglieder und Führungskräfte benötigt. Und er stellt klar, dass von den in der GbR verbliebenen Vereinen kaum tatkräftige Hilfe zu erwarten sei. Die Hauptverantwortlichen in Freiwilliger Feuerwehr und Sportverein hätten mit eigenen Aufgaben genug zu tun und kaum zeitlichen Puffer.

Plan B für Fall des Scheiterns

Auch muss man sich laut Hauke Gedanken machen, falls es mit der Wiederbelebung des Kulturvereins nicht klappt. Dann müssten dessen Aufgaben zumindest teilweise von anderen übernommen werden. „Alles können wir nicht weglassen. Vor allem die Ortsverschönerung wird ein Thema sein.“

Einiges laufe schon in Eigenregie, wie die Gestaltung der „Hasenschule“ am Markt durch Daniela Rubi. Vielleicht könne man dies in der GbR diskutieren.

 

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