Die „Thundorfer Dorfweihnacht“ begann am Samstag mit Nieselregen und frostigem Schmuddelwetter. Trotzdem kamen wieder viele hundert Gäste – den Autokennzeichen nach nicht nur aus der Region. Das Parkleitsystem war diesmal anders und von der Freiwilligen Feuerwehr Thundorf sehr gut organisiert.
Der immer wieder einsetzende Regen veranlasste viele Besucher, den Markt leider nur schnell abzulaufen, um dann wieder wegzufahren. Trotzdem zeigten sich sowohl die Verantwortlichen, als auch die Aussteller zufrieden, denn es war ein Kommen und Gehen. Die Besucher waren wieder voll des Lobes, was in dem 550 Einwohner zählenden kleinen Thundorf so alles auf die Beine gestellt wird.
Schon vor der offiziellen Begrüßung und Eröffnung der 14. Dorfweihnacht am Samstag durch 1. Bürgermeisterin Judith Dekant, umrahmt von Liedern des Kinderhauses „Unterm Regenbogen“, waren auf der Weihnachtsmeile die „Rhöner Saxophöner“ unter der musikalischen Leitung von Regina Kirchner und der organisatorischen von Andreas Fuchs aus Stangenroth, unterwegs. Die Musikgruppe spielt je nach Besetzung als Quartett, Quintett oder Sextett. In Thundorf traten drei Frauen und ein Mann auf. Mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire waren sie bis 19 Uhr eine tolle Bereicherung des Weihnachtsmarktes.
Chöre und Posaunen
Traditionell finden an der Dorfweihnacht auch Konzerte in beiden Kirchen statt. Am Samstag spielten Werner Lother aus Güntersleben, dessen Mutter eine geborene Thundorferin war, an der Orgel und Hans Winzlmeier aus Veitshöchheim mit der Panflöte in der katholischen Pfarrkirche „St. Laurentius“ „Musik zum Träumen“. Am Sonntag begeisterte dann der Chor „Fortschritt“ aus Niederwerrn in der evangelischen Kirche mit stimmungsvollen und besinnlichen Liedern. Musikalisch beschlossen wurde der Samstag vom Posaunenchor aus Oberlauringen, der schon viele Jahre zum festen Bestandteil der Thundorfer Dorfweihnacht zählt.
Der Sonntag begann zwar mit besserem Wetter, jedoch änderte sich dies im Laufe des Tages. Ab 13 Uhr spielte die Gruppe „Sound of Saxes“ mal hier und mal dort. Unter der Leitung von Susanne Dummer aus Thundorf zeigte die Gruppe ihr großartiges Können und begeisterte die Besucher. Die sechs jungen Musikerinnen und Musiker, die ihre Leidenschaft zum gemeinsamen Musizieren verbindet, spielten alles, was ihnen und ihren Zuhörern Freude bereitete, von Rock über Pop bis zur Klassik und Blasmusik. Mit ihren fünf Saxophonen und einer Posaune begeisterten sie das Publikum durch Vielfältigkeit und Spielfreude, der Ort war eingetaucht in vorweihnachtliche Lieder und Weisen.
Dazu trug auch der Drehorgelspieler Klaus Emmerling oder „Zauber Klaus“, wie er genannt wird, bei. Er war ebenfalls unterwegs mit Musik und Kreativem für Klein und Groß. Ebenfalls viele Jahre ist der Kinderchor „Gottesgüte“ aus Oberlauringen dabei, und die Kinder singen sich in die Herzen der vielen Besucher.
Süßes für die Kinder
Besonders einer durfte auf keinen Fall fehlen – und zwar der Nikolaus (Max Geier), Vorsitzender des TSV Thundorf. Für jedes der zahlreichen Kinder hatte er ein Päckchen mit Süßigkeiten dabei, gefüllt von den Seniorinnen und Senioren vom Strickcafe.
Zum Ausklang der 14. „Thundorfer Dorfweihnacht traten wieder, wie auch die Jahre zuvor, die Alphornfreunde vor dem historischen Ritterkeller und dem „Alten Häusle“ auf. Die Gruppe besteht aus fünf Personen, die mit vier Alphörnern und einer kleinen Trommel wieder begeisterten.
Positives Fazit
Das Fazit der Organisatoren und beteiligten Vereine, Malteser Ortsverband, Angelfreunde, TSV Thundorf, Freiwillige Feuerwehr, Blaskapelle, Dorfgemeinschaft, Kindergarten und Bücherei war durchwegs positiv. Nicht zu vergessen Carolin Koch mit ihrem „Alten Häusle“, Erwin Röß aus Seubrigshausen, der vor Ort am Rathaus wieder drechselte oder der Strickkreis aus Poppenlauer, der im Bauhof seinen Stand aufgeschlagen hatte. Der Erlös der Stricksachen fließt einem gemeinnützigen Zweck zu.
Insgesamt waren es 66 Stände beziehungsweise Aussteller, die im Schatten des Wasserschlosses rund um das Rathaus ein vorweihnachtliches Flair zauberten. Aus vieler Mund kam großes Lob für die Verantwortlichen und Organisatoren der 14. „Thundorfer Dorfweihnacht“.
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