„Ausreichend Narren waren ja schon vor unserem Einzug hier anwesend“, stellte Prinz Jochen II. „aus dem Reich der badischen Sonne“ mit Blick auf die anwesenden Stadträte amüsiert fest, nachdem er mit Prinzessin Ivonne I. „die mit dem Glitzer tanzt“ im Sitzungssaal den Platz des Bürgermeisters übernommen hatte.
Sei es der Vorschlag der Aufnahme eines Fährbetriebs auf der Sinn, um sich der Kosten für die vielen Brücken zu entledigen, oder ein Antrag auf bauliche Entfernung aller Hinterzimmer im gesamten Stadtgebiet. Die anwesenden Stadträte zeigten sich in der Folge während der närrischen Stadtratssitzung durchaus kreativ, wenn es darum ging, die Löcher im städtischen Haushalt zu füllen oder neue aufzureißen.
Ein Strandabschnitt an der Ostsee?
Doch der Idee aus der Verwaltung, man könne sämtliches Restgeld auf den Stadtkonten zusammenkratzen, um einen fünf Kilometer langen Strandabschnitt an der Ostsee zu kaufen, um dort Kurbeiträge erheben zu können, musste Claudio Kleinhans einen Riegel vorschieben. „Die Unterhaltung eines solchen Strandabschnitts fällt eindeutig in die Kategorie der freiwilligen Leistungen und würde deshalb die Gewährung der Stabilisierungshilfe gefährden.“
Diesem Einwand konnten auch die kostenmindernden Änderungsvorschläge aus der CSU-Fraktion nichts entgegensetzen: Man könne sich ja ein Beispiel an Donald Trump nehmen und diesen Streifen einfach annektieren. Nicht fehlen durfte bei der närrischen Stadtratssitzung ein Schaulaufen in High Heels, zu dem sich mit Bürgermeister Marberg (SPD) und Claudio Kleinhans (PWG) aus den Reihen des Stadtrates gerade ausreichend Kandidaten fanden, um von einem Wettbewerb sprechen zu können, der in den Augen der Jury unentschieden ausging.
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