Der Vereinsring Sulzthal lud zum traditionellen „Sulzler Kappenabend“ in die Mehrzweckhalle ein und traf damit voll ins Schwarze. Zwei rundum gelungene Abende begeisterten das Publikum, sorgten für beste Stimmung und verbreiteten ausgelassene Faschingslaune.
Das Sitzungspräsidenten-Duo Katharina Mauder und Tim Eckert führte bestens gelaunt durch ein prall gefülltes Programm und hatte das Publikum von Beginn an auf seiner Seite. Besonders hervorzuheben: Alle Akteure stammten aus Sulzthal und zeigten eindrucksvoll, wie viel närrisches Talent im Dorf steckt. Für die musikalische Umrahmung sorgte Alleinunterhalter Kurt Hohnholz, kurz „Kuddel“, aus Österreich, der mit stets passenden Tönen und viel Gespür für die Stimmung überzeugte.
Reimform in bestem „Sulzlerisch“
In der Bütt zeigten große und kleine Narren ihr Können. Den Anfang machten Emma und Lulu, alias Emma Glöckler und Luisa Halbig, die mit ihrer Kinderbütt einen humorig-flapsigen Einblick in den Teenager-Alltag gaben und allen Eltern augenzwinkernd Tipps für ein entspannteres Zusammenleben mitlieferten.
„Ritzelfuchs“ Klaus Keller gewährte, wie Sitzungspräsident Tim Eckert treffend bemerkte, „messerscharfe Einblicke“ ins Dorfgeschehen. In Reimform und bestem „Sulzlerisch“ berichtete er zunächst von einer Reise an die Adria und den dabei nicht immer ganz gelungenen Erlebnissen. Anschließend nahm er augenzwinkernd verschiedene kommunale Themen aufs Korn. Musikalisch begleitet wurde er dabei von Leni Hesselbach-Wüscher an der Gitarre. Humorig ging es auch bei den „Nedvodoe“ zu: Die Zugezogenen Sabine Fenn und Tobias Ludewig trafen sich am imaginären Dorfstrand von Sulzthal und tauschten sich als selbsternannte Influencer über das Leben im Dorf aus.
Zurück in die 70er-Jahre
Für einen Hauch Discofieber sorgte Ilja Richter, dargestellt von Jochen Hesselbach, der verschiedene Musikstars auf die Bühne bat. Mit Glitzer, Schlagern und viel guter Laune entführten Lidija und Horst Solfrank, Simone Brand, Saskia Walter und Andreas Schuldheis das Publikum gekonnt in die 70er Jahre. Ein musikalisches Highlight war die „Durfmussig“, ein fester und gefeierter Bestandteil der Kappenabende. Michael Heinlein, Jürgen Landsteiner, Carolina Halbig und Martin Halbig überzeugten ein- und mehrstimmig mit Keyboard, Gitarre und Drums. Sie nahmen musikalisch die Bürgermeisterwahl unter die Lupe, besangen das Fehlen einer Dorfkneipe und würdigten einen besonders engagierten Sulzthaler, der sogar einen Bagger sein Eigen nennt.
Auch tänzerisch ließ der Kappenabend keine Wünsche offen. Die Darbietungen waren genial und eine Aneinanderreihung an Höhepunkten. Die „Rasselbande“ eroberte als seefahrende Truppe die Bühne und tanzte sich mit 13 fröhlichen Kindern direkt in die Herzen der Zuschauer. Phantasievoll wurde es, als der Hogwarts-Express in Sulzthal Halt machte: Die „Tanzsterne“ verzauberten mit ihrer Choreografie, vielen optischen Effekten und der Botschaft, dass Gemeinschaft das ist, was zählt. Die Marschtanzgarde begeisterte mit Taktgenauigkeit, perfekter Choreographie und starker Ausstrahlung.
Athletik, Akrobatik und ein bisschen Asien
Das Tanzmariechen-Duo Anne Tremer und Leni Erlwein präsentierte eine eindrucksvolle Darbietung, die Athletik, Akrobatik und perfektes Rhythmusgefühl harmonisch verband. In die geheimnisvolle Welt Asiens entführte die Jugendgarde „Deifelich“ das Publikum mit eindrucksvollen Kostümen, starken Hebefiguren und einer rundum gelungenen Tanzleistung. Den knalligen Schlusspunkt setzten die „Bühnefetzer“: Unter dem Motto „Löschweiher“ tanzten sie verschiedene Cocktails, zeigten akrobatische Einlagen und überzeugten mit Können, Humor und sichtbar bester und ansteckender Laune.
Am Ende stand fest: Der „Sulzler Kappenabend“ war erneut ein voller Erfolg. Zwei Abende voller Humor, Musik, Tanz und gemeinsamer Freude zeigten eindrucksvoll, wie lebendig und verbindend die Faschingstradition in Sulzthal ist. Das Publikum honorierte jede Darbietung mit lang anhaltendem Applaus, forderte begeistert Zugaben und feierte bis zum Schluss. Zum Finale kamen alle Akteure auf die Bühne und stimmten mit einer eigens einstudierten Abschlusshymne den krönenden Abschluss ein. Eine rundum stimmige, fröhliche, ausgelassene Faschingsveranstaltung, bei der sowohl Künstler als auch Zuschauer gleichermaßen auf ihre Kosten kamen.
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