Die Freiwillige Feuerwehr Windheim und die Klingenthaler Musikanten feierten gemeinsam ein besonderes Doppeljubiläum: 150 Jahre Feuerwehr und 50 Jahre Musikverein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, Gäste aus nah und fern sowie Vertreter des öffentlichen Lebens kamen auf dem neu gestalteten Dorfplatz zusammen, um die beiden traditionsreichen Vereine zu würdigen. Bei einem abwechslungsreichen Festprogramm mit Musik, Begegnungen und geselligem Beisammensein standen Gemeinschaft, Ehrenamt und gelebte Dorfkultur im Mittelpunkt.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete am Samstagnachmittag ein Sternmarsch zum Festgelände. Die fünf teilnehmenden Musikkapellen aus Diebach, Obereschenbach, Fuchsstadt, Gauaschach und Aura zogen dabei unter den Klängen ihrer Instrumente auf den neu gestalteten Dorfplatz.
Für einen Blickfang sorgten einige Windheimer Jugendliche, die dem Zug voranschritten und eine historische Feuerwehrpumpe sowie die alte Holz-Drehleiter aus dem 19. Jahrhundert vom ehemaligen Feuerwehrhaus zum Festplatz am neuen Feuerwehrhaus zogen. Damit wurde eindrucksvoll die lange Geschichte der Feuerwehr im Ort sichtbar.
Gemeinschaftschor
Im Anschluss vereinten sich die Musikerinnen und Musiker zu einem Gemeinschaftschor. Nach der offiziellen Begrüßung und Festeröffnung durch die Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Windheim, Olga Richard, sowie den Vorsitzenden der Klingenthaler Musikanten, Tobias Schneider, erklang als erstes Musikstück die Bayernhymne. Diese wurde vom Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Dominik Sitter, dirigiert.
In seiner Festansprache gratulierte der stellvertretende Landrat Roland Limpert beiden Vereinen zu ihren Jubiläen. Er würdigte deren langjähriges Wirken für die Dorfgemeinschaft und hob insbesondere das große ehrenamtliche Engagement hervor, das beide Vereine auszeichne. So leisteten beide Vereine einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Windheim.
Nach dem Marsch „Gruß an Würzburg“ wurde Kreisbrandrat Markus Ullrich von Stefan Nikoleiski, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Klingenthaler Musikanten und Moderator des Gemeinschaftschors, auf der Bühne begrüßt. In seinem Grußwort dankte er beiden Vereinen für ihren langjährigen Einsatz zum Wohl der Dorfgemeinschaft und würdigte deren wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben. Der Freiwilligen Feuerwehr Windheim überreichte er zudem eine Gratulationsurkunde zum 150-jährigen Bestehen. Besonders hob der Kreisbrandrat die Verdienste des Ersten Kommandanten Uwe Schumm sowie der Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Olga Richard, hervor.
Erinnern an Erwin Schmitt
Nach dem Frankenlied-Marsch blickte Dominik Sitter, Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes, auf die 50-jährige Geschichte der Klingenthaler Musikanten zurück. Dabei erinnerte er an deren „Gründungsvater“ Erwin Schmitt, der einst selbst als stellvertretender Kreisvorsitzender tätig war, und würdigte die erfolgreiche Entwicklung des Vereins über ein halbes Jahrhundert hinweg.
Im Anschluss gratulierte Bürgermeister Markus Koberstein, zugleich Zweiter Vorsitzender des Feuerwehrvereins Windheim, beiden Vereinen zu ihren Jubiläen. Er zeigte sich stolz auf das große ehrenamtliche Miteinander und dankte allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz bei den Vorbereitungen und während des Festes zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.
Ein Musikantengruß durfte nicht fehlen
Den musikalischen Schlusspunkt des Gemeinschaftschors setzte die Polka „Wir Musikanten“ unter der Leitung von Reiner Schmitt. Mit dem traditionellen „Musikantengruß“, bei dem die Musiker ihre Instrumente in die Höhe hielten, endete der offizielle Teil. Anschließend sorgten die Seifriedsburger Musikanten für beste Unterhaltung bis in den Abend hinein.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Feuerwehr. Mit einer Kirchenparade, an der die Feuerwehren der Großgemeinde Wartmannsroth sowie die Partnerwehr aus Diebach mit ihren Fahnenabordnungen teilnahmen, begannen die Feierlichkeiten.
Festgottesdienst und Gedenken
Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Kowol. Musikalisch wurde dieser von der Singgruppe Windheim sowie den Euerdorfer Musikanten, der „Kesselfleischband“, umrahmt. Im Anschluss gedachte die Feuerwehr bei einer Feierstunde ihrer verstorbenen Kameradinnen und Kameraden und legte eine Gedenkschale am Kreuzschlepper nieder.
Nach dem Frühschoppen, der ebenfalls von der „Kesselfleischband“ begleitet wurde, zog eine Fahrzeugausstellung zahlreiche Besucher an. Neben den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren aus der Großgemeinde konnten unter anderem die Drehleiter der Feuerwehr Hammelburg sowie ein auf Waldbrände spezialisiertes Tatra-Fahrzeug der Bundeswehr besichtigt werden. Besonders großes Interesse weckte ein Sanitätspanzer der Bundeswehr, dessen Innenraum erkundet werden konnte und der vor allem bei den jüngsten Gästen für leuchtende Augen sorgte.
Den stimmungsvollen Abschluss des Jubiläumswochenendes gestalteten die Gastkapellen aus Wartmannsroth und Pfersdorf, die die Festgäste bis zum Ende musikalisch unterhielten.














