Das 60-jährige Bestehen der Jagdhornbläser Bad Brückenau wurde in der Schondratalhalle in Schondra begangen. Die Feier begann musikalisch mit Jagdhornsignalen der Jagdhornbläser Bad Brückenau, unterstützt von befreundeten Gruppen aus Hammelburg, Bad Kissingen, Schweinfurt-Stadt und Schweinfurt-Land.
Der Vorsitzende der Kreisgruppe Bad Brückenau des Landesjagdverbandes Bayern, Christian Büchner, gab in seiner Begrüßungsrede einen Rückblick auf die Geschichte der Gruppierung, die vor 60 Jahren von Günter Lamp und fünf Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen wurde. Als ein bedeutendes Ereignis hob er die Patenschaft mit der Bläsergruppe in Dankerode/Harz hervor, die im Jahr 1990 auf Anregung von Albert Hofmann, Wolfgang Röder und Bernd Hornung geschlossen wurde.
Die Jagdhornbläser Bad Brückenau sind für Büchner Botschafter für die Jagd, die Brauchtum und Tradition in die Zukunft tragen und für Waidgerechtigkeit und Respekt vor der Kreatur einstehen.
Kulturgut unserer Gesellschaft
Der Schirmherr der Jubiläumsfeier, Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, forderte in seiner Festansprache die Jägerschaft auf, angesichts der Diskussionen um die Jagd den Dialog mit der Öffentlichkeit zu suchen. Die Jagdhornbläser könnten dazu einen großen Beitrag leisten, da sie der Jagd ein Gesicht gäben und deutlich machten, dass die Jagd ein Kulturgut unserer Gesellschaft ist. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Leidenschaft, mit der Sandra Hornung als Hornmeisterin der Bläsergruppe ihre Formation im Griff habe, die musikalische Qualität im Auge behalte und so die Jagdhornbläser zum Aushängeschild der gesamten Kreisgruppe mache.
Wolfgang Hochrein, Bläserobmann des Bezirks Unterfranken, nutzte seine Ansprache nicht nur für seine Glückwünsche zum Jubiläum, sondern stellte auch die Entwicklung des Jagdhorns seit dem Mittelalter dar.
Lorenz Beck, neuer Bürgermeister von Schondra und Hausherr, zeigte sich in seinem Grußwort besonders erfreut darüber, dass die Jagdhornbläser ihr Jubiläum in der Marktgemeinde feierten und darüber, dass die Halle außergewöhnlich schön geschmückt sei.
Ehrungen
Für zehnjährige Mitgliedschaft in der Bläsergruppe wurden Ulrich Kirchner geehrt, für 20 Jahre Sandra und Charlie Schuhmann sowie Manuela und Hans-Peter Meixner und für 50 Jahre Karl-Heinz Jäger. Ulrich Kirchner erhielt für seine Verdienste um die Ausbildung des Nachwuchses die Bläserehrennadel in Bronze, Sandra Hornung bekam für ihre 20-jährige Leitungstätigkeit die Bläserehrennadel in Silber.
Eine interne Würdigung gab es für Hans-Josef Wehner, in dessen „Dreistelzhof“ jahrzehntelang die Proben der Bläsergruppe stattfanden.
Neben der Jägerschaft hatten sich zur Mittagszeit zahlreiche interessierte Besucher eingefunden, die sich an den Jagdhorndarbietungen der Bläsergruppen erfreuen konnten. Dabei war auch eine Parforcehorn-Gruppe aus Schweinfurt, die stilgerecht zum nächsten Programmpunkt überleitete, einer Information zur Falknerei durch Christian Büchner im Freigelände vor der Halle.
Zu einem Höhepunkt der Veranstaltung wurde die Pfostenschau mit circa 20 Jagdhunderassen auf dem Hartplatz des Sportgeländes. Wie Sandra Hornung erläuterte, steht die Pfostenschau am Anfang der Entstehung der verschiedenen Rassen, da dabei die Merkmale der ausgestellten Hunde verglichen und diese gezielt zur Zucht ausgewählt wurden. Während die Merkmale und Einsatzbereiche der einzelnen Rassen vorgestellt wurden, wurden die jeweiligen Tiere von ihren Hundeführern den Zuschauern im Ring vorgeführt. Bei Kaffee und Kuchen und Live-Musik klang die Feier dann in der Schondratalhalle aus.












