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Große Hitze
So war der erste Peter-Will-Radeltag in Münnerstadt
Ein paar hundert Meter eine harte Strecke auf der Familienrunde
Ein paar hundert Meter eine harte Strecke auf der Familienrunde // Hartmut Hessel
Münnerstadt – Achtzig Radler waren bei Münnerstadts erstem Peter-Will-Radeltag dabei. Welche Herausforderungen das Event mit sich brachte.

Familientour! Welche Familie? Der erste Peter-Will-Radeltag in Münnerstadt hatte für die Freunde der ausdauernden und schweißtreibenden Bewegungskunst auf zwei Rädern schon einiges zu bieten. Doch die Standardfamilie suchte man vergebens.

Das war wegen der Hitze auch gut so und von den Eltern vorausschauend überlegt, die Kleinen lieber in Schwimmbad zu fahren, als ständig den Durst derselben während einer Radtour löschen zu müssen. Irgendwie als Familie durfte man sich schon fühlen, denn die zehn Teilnehmenden an der gleichnamigen Runde über 25 Kilometer (Leitung Rita Heinisch) kannten sich alle und waren im achten Lebensjahrzehnt und darüber hinaus.

Wasser und Schatten, die Sehnsuchtsorte am Radeltag
Wasser und Schatten, die Sehnsuchtsorte am Radeltag // Hartmut Hessel

Nicht jede und jeder war es gewohnt, in einer größeren Gruppe zu fahren, mit Anleiterin an der Spitze und „Besen“ am Ende der Schlange. Jürgen: „Meine Frau und ich fahren schon seit Jahren mit unseren Tourenrädern, meistens alleine, sehr selten mal zu viert“. 

Hitze war eine Herausforderung

Geübte Fahrerinnen und Fahrer nehmen die kurze Strecke am Stück auf, doch die Hitze erforderte schon einige Trinkpausen. Anfangs und vor allem in der Waldpassage Richtung Talbauer hatte der Fahrtwind noch ein wenig Kühlungseffekt. Zum Ende der knapp zweistündigen Tour leerten sich die Getränkeflaschen immer schneller.

Insgesamt waren achtzig Teilnehmende am Start auf dem Münnerstädter Anger, der extra für den Radeltag gesperrt war und auch einige Schattenplätze bot. Passive Radel-Freunde sah man den Tag über eher selten und so blieben die Tourenteilnehmenden unter sich.

Gruppenbild. Ganz links, 3. Bürgermeister Axel Knauff, 4. von rechts Bärbel Will.
Gruppenbild. Ganz links, 3. Bürgermeister Axel Knauff, 4. von rechts Bärbel Will. // Hartmut Hessel

Langstrecken-Begeisterte und Mountainbiker

Mit je über zwanzig Fahrerinnen und Fahrern waren die Langstrecken-Begeisterten (72 und 44 Kilometer) unterwegs. Sie trafen sich am Sulzfelder See zur gemeinsamen Pause. Während die eine Gruppe unter der Leitung von Winfried Heinisch (Fahrrad-Initiative) die Strecke über Saal und Bad Neustadt nahm, fuhren die anderen (Leitung Günter Wackenreuter) über Großwenkheim zum Zielpunkt Anger zurück.

Die Tour der Mountainbiker machte zwar nur 21 Kilometer aus, doch waren dabei 480 Höhenmeter zu bewältigen. Über die Strecke führte Richard Bott (TSV-Radabteilung) die Fahrerinnen und Fahrer, die etwa je zur Hälfte mit und ohne E-Motor unterwegs waren, über Nüdlingen und Haard zum Ziel.

Natürlich hauptsächlich auf sogenannten „Rails“, Geländewegen, die den Mountainbikern für ihren Sport zur Verfügung stehen. Dazu Klaus beim Durstlöschen: „Ich kannte die Strecke noch nicht, sie war herausfordernd und hat Spaß gemacht“.

Die Mountain-Biker werden von Richard Bott (Mitte) am Anger auf ihre Tour vorbereitet
Die Mountain-Biker werden von Richard Bott (Mitte) am Anger auf ihre Tour vorbereitet // Hartmut Hessel

Dank an Peter Will

Bärbel Will, die Witwe des vor acht Jahren verstorbenen leidenschaftlichen Radwege-Unterstützers, bedankte sich, mit einem Blick zum Himmel, einmal für die Namensgebung und zum anderen für die große Teilnehmerzahl.

TSV Vorsitzender Günter Scheuring, eigentlich ebenso passionierter Radfahrer, hatte die Leitung für den Event am Anger koordiniert und dankte allen Helfenden. Er freute sich zudem, dass die Rundfahrten trotz der Hitze insgesamt gesundheitlich gut überstanden wurden und wünschte sich eine Wiederholung der Veranstaltung. 

Eine Zielsetzung der Fahrrad-Initiative erläuterte Winfried Heinisch für den Radlertag und darüber hinaus: „Es sollen die Großeltern gemeinsam mit den Enkeln auf dem Rad unterwegs sein können“. Überhaupt mache es viel Spaß, in einer Gruppe unterwegs zu sein. Die Initiative möchte auch in diesem Jahr zwei Mehrtagesfahrten anbieten.

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