Lachen ist gesund – diese Devise wurde am vergangenen Freitag im Sportheim des 1. FC Poppenlauer für über zwei Stunden überaus kurzweilig umgesetzt. Der Musiker, Sänger, Liederschreiber und Komödiant Gery Gerspitzer sorgte für gute Laune und heitere Stimmung im Sportheim. Über 140 Neugierige waren der Werbung gefolgt, um dem 1. Comedyabend beizuwohnen. Die Idee zum Debüt stammte von Martin Bauernschubert. Seit seinem 15. Lebensjahr und seiner ersten Kassette von Fredl Fesl – (für die jüngeren Leser: das ist der Vorläufer der CD), deren zwei 45 Minutenseiten er jeden Abend zum Einschlafen hörte, war er ein Fan des Wortakrobaten.
Aus Begeisterung wird Idee
Über einen ehemaligen Arbeitskollegen, den er nach 20 Jahren beim Theater Schneewittchen auf der Freilichtbühne in Poppenlauer wiedertraf, kam er in den Genuss eines Fredl-Fesl-Abends mit Gery Gerspitzer. Er war so begeistert, dass er dachte: „Das ist doch was für Poppenlauer.“ Dem Gedanken folgten Anrufe, Sprachmitteilungen und schließlich die Buchung. Würde das im Sportheim funktionieren und genug Besucher kommen? Ein bis auf den letzten Platz gefülltes Sportheim gab die Antwort. Martin Bauernschubert und die Mitorganisatoren ließen Fähnchen mit der Aufschrift: „Ich freu mich!“ – einem mehrfach verwendeten Ausspruch von Gery – anfertigen und jedes Mal, wenn Gerspitzer diesen Satz aussprach, wurden über 100 Fähnchen geschwenkt. Dies begeisterte den Darsteller, der bereits bei der närrischen Weinprobe auftrat, so sehr, dass er am Ende des Abends versprach, im nächsten Jahr auch den zweiten Comedyabend wieder im Sportheim zu gestalten.
Auch Gery kam im zarten Alter von 15 Jahren auf den Geschmack und wurde ein echter Fredl-Fesl-Fan. Bei einem seiner Auftritte mit eigenen Liedern gab er auch Lieder des bayerischen Wordakrobaten zum Besten, und die Zuhörer waren so begeistert, dass sie anregten, doch einen ganzen Fredl-Fesl-Abend zu geben. Gery versuchte, Fredl selbst um Erlaubnis zu fragen und schrieb ihm. Erst beim zweiten Anlauf erhielt er die Antwort: Mach’ es.
Höhepunkt seiner Fredl-Fesl-Abende war ein Anruf von Fredls Frau Monika, die Plätze reservieren wollte. Fredl Fesl erschien mit zehn Mann und lobte Gery für seinen Auftritt. So entstand eine enge Freundschaft und auch eine Einladung zu Fesls nach Hause zu Kaffee und Nusskuchen – auf den Gerspitzer leider allergisch ist.
Lustige Anekdoten aus Gerys Leben wie „Schule war nicht so mein Ding … Der Lehrer fragte uns Schüler nach Gewürzen. Andere antworten mit Pfeffer, Paprika etc., und als der Lehrer mich fragte, sagte ich: ‚Weiß ich nicht.‘ Da fragte der Lehrer: ‚Was gibt Dein Vater morgens auf seine Eier?‘ Meine Antwort war: ‚Nivea Creme …‘“ erheiterten das Publikum ebenso wie Fesl-Klassiker, das Fußballlied oder der Königsjodler.
Auch eigene Lieder präsentiert
Auch eigene Songs standen auf dem Programm, ebenso wie Schlager – natürlich mit etwas abgewandeltem Text – bot er den Zuhörern. So wurde zum Beispiel aus Costa Cordalis’ „Ich fand sie irgendwo, allein in Mexiko: Anita“, „Ich spürte es einfach so, es war daheim am Klo: Prostata“ …
Die Zeit verging wie im Flug, und nach drei lautstark geforderten Zugaben verabschiedete sich Gerspitzer ganz in Fesl-Manier – statt mit einem Kopfstand mit einem Handstand auf seinem Stuhl. Sowohl für Gerspitzer als auch für das begeisterte Publikum verging der Abend viel zu schnell und verlangt eine Wiederholung.













